Anschober: Vorerst keine unmittelbaren Auswirkungen in Österreich nach Ausrufung des Gesundheitsnotstands durch WHO

Aktuell kein einziger bestätigter Fall des Coronavirus in Österreich – Verordnung für ansteckungsverdächtige Personen ab morgen in Kraft

Wien (OTS/BMASGK) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ausbruchs des Coronavirus in China gestern Abend eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. In Österreich besteht aber kein Grund zur Panik. Es braucht hohe Vorsicht, Aufmerksamkeit und Transparenz. Aktuell sind mit heute 10.00 Uhr zwei Verdachtsfälle aus Kärnten und Salzburg gemeldet. Diese sind derzeit in Abklärung, bisher hat es bei den durchgeführten Testungen keinen einzigen bestätigten Fall gegeben.****

Der ausgerufene Notstand der WHO ist vorwiegend eine Präventivmaßnahme, um vor allem jenen Ländern schneller helfen zu können, die ein weniger entwickeltes Gesundheitssystem haben. Für Österreich hat die Ausrufung vorerst keine unmittelbaren Konsequenzen. Wie geplant, tritt nach der Anzeigepflicht ab morgen Samstag eine neue Verordnung in Kraft, wonach es möglich ist, nicht nur kranke oder krankheitsverdächtige Personen, sondern im konkreten Ernstfall bei Bedarf auch schon ansteckungsverdächtige Personen, die noch keine Krankheitssymptome zeigen, im Umgang mit anderen Personen zu beschränken. Die Umsetzung dieser Verordnung erfolgt durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (mit Bescheid), um im konkreten Fall bei Bedarf ausreichend wirksame Schritte gegen eine Ausbreitung setzen zu können.****

Gesundheitsminister Rudolf Anschober: „Die Ausrufung des Gesundheitsnotstands durch die WHO hat für die österreichische Bevölkerung vorerst keine unmittelbaren Auswirkungen und es besteht kein Grund zur Sorge. Wir haben so schnell wie möglich gehandelt und setzen die Empfehlungen der WHO in Bezug auf Management von Patienten oder Nachverfolgung von Kontaktpersonen bereits um. Am vergangenen Samstag haben wir eine sofortige Meldepflicht bei Verdachts- und Krankheitsfall eingeführt. Heute habe ich eine neue Verordnung erlassen, wonach es möglich ist, nicht nur kranke oder krankheitsverdächtige Personen, sondern auch schon ansteckungsverdächtige Personen, die noch keine Krankheitssymptome zeigen, im Umgang mit anderen Personen zu beschränken. Mögliche weitere Maßnahmen werden wir, wie auch wie bisher, eng mit der WHO und den österreichischen Behörden abstimmen. Österreich hat ein bestens aufgestelltes Gesundheitssystem mit ausgezeichneten Fachkräften. Es besteht kein Grund zur Panik. Was mich allerdings alarmiert, sind die aktuell enorm hohen Grippezahlen. Ich empfehle daher den Österreicherinnen und Österreichern sich impfen zu lassen.“

Grippe in Österreich in der aktuellen Situation gefährlicher,
weil näher als Coronavirus

Influenza, auch „echte Grippe“, ist in Österreich näher und dadurch aktuell in Österreich auch problematischer als das Coronavirus. Laut aktuellen Wochenzahlen (Hochrechnung) der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sind derzeit 149.000 Menschen in Österreich an Grippe und grippeähnlichen Erkrankungen erkrankt. Diese hohen Fallahlen in Verbindung mit der viel zu geringen Impfquote von unter 10 % zeigen eindringlich den Bedarf einer umfassenden Aufklärung der Österreicherinnen und Österreicher und die Notwendigkeit einer deutlichen Erhöhung der Impfquote. Jährlich sterben in Österreich hochgerechnet im langjährigen Durchschnitt 1.500 Menschen an den Folgen der Grippe oder grippeähnlicher Erkrankungen.

Gesundheitsminister Anschober: „Die Impfquote muss deutlich erhöht werden! Bei der Grippe und vielen anderen Erkrankungen haben wir es in der Hand, uns selbst und unser Umfeld weitgehend zu schützen.“ Anschober will daher mit vielen Fachexpertinnen und Fachexperten Maßnahmen für eine Impfinitiative bei Schlüsselerkrankungen erarbeiten – aufbauend auf den jahrelangen Empfehlungen des Obersten Sanitätsrats.

Infos unter:
[https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/grippe/]
(https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/grippe/)

(schluss)

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Adrian Hinterreither, Bakk
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