FPÖ-Triller: „Planungschaos im steirischen Gesundheitswesen muss auch personelle Konsequenzen haben“

Graz (OTS) – Nach den umstrittenen Spitalszentralisierungsplänen und dem von Anfang an unausgegorenen neuen Ärztebereitschaftsdienstmodell löst die geplante Streichung von mehreren Hausarztstellen im Bezirk Liezen erneut massive Kritik am steirischen Versorgungskonzept aus – Für die steirischen Freiheitlichen steht fest, dass aufgrund des fortwährenden Tohuwabohus personelle Konsequenzen unausweichlich sind.

Als die schwarz-rote Landesregierung im Juni 2017 den von ihr forcierten „Regionalen Strukturplan Gesundheit 2025“ (kurz: RSG-St 2025) präsentierte, wurde schnell klar, wohin die Reise im steirischen Versorgungssystem unter ÖVP und SPÖ gehen werde. So sieht das Machwerk nicht nur die Schließung von ganzen Krankenhäusern und die Streichung von 800 Spitalsbetten vor, sondern läutet auch das schleichende Ende des bewährten Hausärztesystems in der Steiermark ein. Schließlich werden laut RSG-St 2025 zahlreiche Kassenarztstellen gestrichen und durch sogenannte Primärversorgungszentren ersetzt werden. Da die Einrichtungen insbesondere in den Ballungszentren beheimatet sein werden, ist eine weitere Ausdünnung der Versorgungsdichte in zahlreichen peripheren Gemeinden vorprogrammiert, wie die FPÖ Steiermark bereits im Jahr 2017 kritisierte. Die damaligen Warnungen werden nun traurige Realität, wie die Ärzteschaft derzeit im Bezirk Liezen aufzeigt. So sind im obersteirischen Bezirk bis 2025 statt 46 Kassenärzten nur noch 26 Allgemeinmediziner vorgesehen. Seitens des Gesundheitsfonds – er ist verantwortlich für den RSG-St 2025 – wird von einem „redaktionellen Versehen“ gesprochen. „Nach dem Chaos rund um das neue Ärztebereitschaftsmodell stellt die aktuelle Entwicklung die nächste massive Verschlechterung im steirischen Gesundheitswesen dar. Es ist offensichtlich, dass der steirische Gesundheitsfonds der Kristallisationspunkt für sämtliche Missstände in der Versorgungsstruktur ist. Die neue Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß wäre gut beraten, eine Erneuerung im Bereich der Geschäftsführung des Gesundheitsfonds einzuläuten. Offenbar sind die jetzt handelnden Akteure der Aufgabe nur bedingt gewachsen“, so FPÖ-Gesundheitssprecher LAbg. Marco Triller.

An der Streichung von den Kassenstellen wird sichtbar, dass das einzige Konzept der Verantwortlichen gegen den von schwarz-rot verschuldeten Ärztemangel die systematische Ausdünnung der Versorgungsdichte ist. Dies wird auch an der Schließung ganzer Spitalsstandorte innerhalb von wenigen Jahren deutlich. Auch in diesem Bereich hat der Gesundheitsfonds unter seiner derzeitigen Führung alles andere als im Sinne der Bevölkerung agiert. So wurde kurz vor der Volksbefragung im Bezirk Liezen zum Erhalt der bewährten Krankenhäuser mit Hochglanzbroschüren seitens des Gesundheitsfonds ausschließlich für die Zentralisierungspläne des ehemaligen Gesundheitslandesrats Christopher Drexler Stimmung gemacht. „Alleine die Vorkommnisse des letzten Jahres machen eine Neuaufstellung des Gesundheitsfonds unausweichlich. Derzeit bekommt man den Eindruck, die zuständige Landesrätin Juliane Bogner-Strauß möchte die massiven Probleme im Gesundheitssystem einfach aussitzen. Die Handlungsmaxime des Gesundheitsfonds scheint die systematische Zentralisierung der Versorgungsstrukturen zu sein, das werden wir Freiheitliche nicht zulassen“, so Triller abschließend.

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