Handel: Für Beschäftigte ist Bilanz weniger positiv

Großer Unmut über exzessives Ausnutzen der Öffnungszeiten – GPA-djp fordert einheitliche Regelung für Weihnachtsfeiertage

Wien (OTS) – Die Beschäftigten des Handels können die positive Bilanz der Arbeitgeber über das vergangene Jahr nicht teilen. „Insbesondere das exzessive Ausnutzen der Öffnungszeiten zu Weihnachten und zu Silvester führte zu großem Unmut. Wir waren mit zahllosen Anrufen und Schreiben konfrontiert, in denen die Betroffenen signalisierten, dass die Arbeitszeiten eine Zumutung seien und an die Grenze der Belastbarkeit gingen“, so die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber. ++++

„Wenn die Wirtschaftskammer will, dass der Handel sich zu einer für Beschäftigte attraktiven Branche mit Zukunftsperspektiven entwickelt, dann muss mehr Augenmerk auf die Arbeitszeitqualität gelegt werden“, so Teiber.

Spartenobmann Peter Buchmüller hatte zu Jahresende 2019 signalisiert, dass auch er nicht zufrieden sei mit der Öffnungszeitenpraxis. Insbesondere im Lebensmittelhandel hatten einzelne Ketten, entgegen der bisherigen Praxis, die Geschäfte zu Silvester bis 17 Uhr und am 23. bzw. 30.12. bis 21 Uhr geöffnet.

„Wir fordern daher die Wirtschaftskammer auf, rasch mit uns eine bundeseinheitliche, kollektivvertraglich verankerte Regelung zu schaffen, die einerseits der Belastung gerecht wird und andererseits den überbordenden Öffnungszeiten im österreichischen Handel entgegenwirkt“, so Teiber abschließend.

Mag. Martin Panholzer
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