AIZ-Pressedienst feiert 60 Jahre seines Erscheinens

Lembacher: Programmatik ist aktueller denn je – AIZ hat weitere lange Zukunft

Wien (OTS) – Am 1. Februar 1960 erschien die erste Ausgabe des Pressedienstes AIZ – Agrarisches Informationszentrum. Seitdem erschienen in diesen 60 Jahren 15.752 Ausgaben des AIZ; 54.657 Meldungen stehen in der seit 1. Jänner 2000 online gegangenen Recherchedatenbank auf www.aiz.info digital zur Verfügung. „Es ist das erste Mal, dass sich die land- und forstwirtschaftlichen Spitzenorganisationen zusammenschließen, um gemeinsam über einen Presse- und Informationsdienst den intensiven täglichen Kontakt zu allen Wirtschaftszweigen zu pflegen und damit eine enge Verbindung zwischen der landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung herzustellen“, zitiert der Obmann des Vereins Agrarisches Informationszentrum und Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Generalsekretär Ferdinand Lembacher aus dem Vorwort der Nummer 1 vom 1. Februar 1960. „Diese Programmatik des AIZ ist aktueller denn je und ich denke, diese in Europa einmalige Stimme der Land- und Forstwirtschaft hat als unabhängige Informationsplattform eine weitere lange Zukunft vor sich und die Unterstützung ihrer Trägerorganisationen verdient.“

Das AIZ, so Lembacher, warte in seinem Jubiläumsjahr mit einer Reihe weiterer Innovationen auf, nachdem seine Geschichte schon einen rasanten technologischen Wandel vom Print- in das digital und online stattfindende Zeitalter widerspiegelt. Er nennt unter anderem einen 2020 geplanten Infografik-Service, die Stärkung von Eigenrecherchen angesichts immer volatilerer und liberalisierter Märkte, die alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von agrarischer Urproduktion bis zu Handel und Verarbeitung herausfordern, bis hin zum jüngst gestarteten Facebook-Auftritt und der Social Media-Kampagne „Wo kommt’s her?“. Damit wolle das AIZ der Gesellschaft einen direkten, persönlichen und authentischen Einblick in die österreichische Landwirtschaft geben sowie damit deren Chancen und Position am Markt stärken. „So hieß es auch schon in der Nummer 1 des AIZ: Noch immer hat die Öffentlichkeit in ihrem Bewusstsein ein verzerrtes Bild vom Bauerntum; vielfach ist es noch stark romantisch, museal oder volkskundlich verankert. Darum wird es notwendig sein, eine moderne Anschauung von dem im Laufe der letzten Jahrzehnte soziologisch inzwischen verwandelten und umgeschichteten Stand des Bauern und Landwirts zu vermitteln“, schlägt Lembacher einen Bogen von der Gründerzeit in die Gegenwart.

AIZ begleitete in 60 Jahren tiefgreifenden Wandel in Land- und Forstwirtschaft

Das AIZ habe in diesen 60 Jahren mit seiner Berichterstattung einen tiefgreifenden gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Wandel in der Landwirtschaft begleitet: einen einschneidenden Strukturwandel in der Land- und Forstwirtschaft, Veränderungen in der innenpolitischen Ausrichtung der Agrarpolitik in Österreich, den Beitritt Österreichs zur EU mit einer grundlegenden Neugestaltung der Agrarmärkte sowie die folgenden Agrarreformen in der EU, die Osterweiterung der Europäischen Union , die Liberalisierung der Märkte und die aktuellen Herausforderungen durch Klimawandel und geändertes Ernährungsbewusstsein. Das AIZ erreicht mit national und international relevanter Information für und über die Landwirtschaft Kunden wie allgemeine und fachspezifische Medien, Entscheidungsträger in Politik, Interessenvertretung, Verwaltung und Wirtschaft sowie Landwirte.

Vereinsträger wollen mit AIZ Instrument der Information, Aufklärung und Beratung

Die Träger des Vereins, so seine Satzungen, sind dabei übereingekommen, „durch Zusammenarbeit der Mitglieder und unter Mitwirkung der zur Förderung der Land- und Forstwirtschaft berufenen Körperschaften die agrarische Publizistik zu einem wirksamen Instrument der Information, Aufklärung, Beratung und Werbung im Interesse der Land- und Forstwirtschaft zu gestalten. Dem Verein obliegt es auch, den Interessen der österreichischen Land- und Forstwirtschaft in der nichtlandwirtschaftlichen Publizistik des In-und Auslands in Wort und Bild Geltung zu verschaffen und für den Absatz agrarischer Produkte zu werben“, so Geschäftsführer Erich Angerler. Die Satzungen sehen zur Erreichung des Vereinszwecks praktisch alle publizistischen Mittel vor.

Medieninhaber, Herausgeber und Betreiber ist der Verein Agrarisches Informationszentrum (AIZ), der sich am 15. Jänner 1959 konstituierte. Ihm gehören an: alle Landwirtschaftskammern in Österreich, Österreichischer Raiffeisenverband, Land&Forst Betriebe Österreich, Rübenbauernbund für Niederösterreich und Wien sowie Börse für Landwirtschaftliche Produkte in Wien.

Die Verantwortlichen für 60 Jahre AIZ – Redaktion vielfach ausgezeichnet

Nach dem Gründungsobmann Josef Kraus, dem ersten Landwirtschaftsminister der Zweiten Republik, lenkten jeweils über viele Jahre als Obmänner die Geschicke des AIZ:
Raiffeisen-Generalanwalt Rudolf Rasser (1966 bis 1981) sowie danach die Generalsekretäre der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern (heute: Landwirtschaftskammer Österreich) Ernst Brandstätter (1981 bis 1991), Alfred Fahrnberger (1991 bis 1996), August Astl (1996 bis 2016), Josef Plank (2016 bis 2018) und seit 2018 Ferdinand Lembacher. Als Geschäftsführer zeichnete für die wirtschaftliche Grundlage des AIZ in der Gründungsphase Anton Seisser verantwortlich, ihm folgten von 1972 bis 1985 Josef Enigl, von 1985 bis 2010 Karl Guschlbauer und seit 2011 Erich Angerler, Leiter des Referats Personal, Finanzen, Organisation, IT in der Landwirtschaftskammer Österreich. Als Chefredakteure fungierten von 1960 bis 1985 Heinrich Hilpert, von 1985 bis 1990 Klaus Höglinger und seit 1990 Christian Posekany.

Der Redaktion gehören zurzeit der ebenfalls langjährige Mitarbeiter Franz Kamleitner sowie Karin Huber und Martina Wolf wie auch Korrespondenten in Brüssel und Berlin an. Das Redaktionssekretariat sowie die Verwaltung betreuen Gabriele Hummel und Susanne Neubauer. Dem engagierten Redaktionsteam gelang es in den vergangenen 60 Jahren dank seiner Kompetenz, den Meldungen des AIZ in der Land- und Forstwirtschaft sowie weit darüber hinaus Glaubwürdigkeit zu verleihen. Es betreut auch maßgeblich das Webportal der Landwirtschaftskammern lk-online und bietet eine Reihe publizistischer Dienstleistungen an. Das Redaktionsteam ist Träger zahlreicher Auszeichnungen: So wurden aus dem aktuellen Team unter anderem Posekany (2000) und Kamleitner (2008) mit dem Eduard Hartmann-Preis ausgezeichnet, Posekany (2010) mit dem Barthold Stürgkh-Preis der Land&Forst Betriebe Österreich sowie Wolf (2003) mit der Josef Steiniger-Urkunde. (Schluss)

AIZ – Agrarisches Informationszentrum
Schauflergasse 6, 1010 Wien
Tel.-Nr. 01/533 18 43
E-Mail: pressedienst.aiz@info
https://aiz.info

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