Grüne Wien/Huemer: Weibliche Genitalverstümmelung ist schwere Menschenrechtsverletzung

Wiener Online Fortbildungsprogramm als starkes Zeichen der Aufklärung

Wien (OTS) – Anlässlich des Internationalen Tages gegen FGM – Female Genitale Mutilation – am 6. Februar fordert Barbara Huemer, Frauensprecherin der Grünen Wien, das endgültige Aus jeglicher Form Weiblicher Genitalverstümmelung: „FGM ist Gewalt und missachtet das Selbstbestimmungsrecht der Frau und damit die Menschenrechte. FGM ist eine zutiefst frauenverachtende Praxis, die durch nichts zu rechtfertigen ist.“

„Niemand hat das Recht, die Sexualität und den Körper einer Frau zu kontrollieren – außer die Frau selbst“, hält Huemer fest. Die Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung zielt auf die Kontrolle der weiblichen Lust und Sexualität ab. Es handelt sich bei FGM um massive Gewalt, die bereits kleinen Mädchen zugefügt wird und unter deren gesundheitlichen Folgen Frauen ein Leben lang massiv leiden. „Darum ist es wichtig alles zu tun, um FGM zu verhindern und betroffenen Frauen und Mädchen zu helfen“, so Huemer nachdrücklich und ergänzt: „Genau hier setzt das Wiener Frauengesundheitsprogramm mit seinem neuen Online Schulungs Programm an. Gezielte Aufklärungs-und Bewusstseinsarbeit, nicht nur in den entsprechenden Communities, sondern auch für PädagogInnen schafft Bewusstsein und Aufklärung!

Obwohl FGM in Österreich verboten ist, leben in Österreich Frauen und Mädchen, deren Genitalien anderorts verstümmelt wurden. Urlaube in afrikanische, asiatische oder arabische Länder werden von Familien genützt, um die frauenfeindliche Praktik an Töchtern im Festhalten an Traditionen durchführen zu lassen. „Es ist daher besonders wichtig, hierzulande Aufklärungsarbeit zu leisten“, weist Huemer auf die Notwendigkeit von nationalen Maßnahmen hin.

„Wien leistet hier seit Jahren ausgezeichnete Arbeit. Ich bedanke mich herzlich für die Arbeit des FGM Expertinnen Beirats der Stadt Wien und den Einrichtungen“, so Huemer. Zudem werden Vereine und Einrichtungen im Rahmen des Wiener Programms für Frauengesundheit öffentlich unterstützt. Es werden Maßnahmen zur Sensibilisierung gefördert, MultiplikatorInnen geschult, Infomaterial für Eltern erstellt und Betroffene von Weiblicher Genitalverstümmelung medizinisch und psychologisch betreut. „All das trägt dazu bei, weibliche Genitalverstümmelung bis 2030 endgültig aus der Welt zu schaffen, wie es die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen vorsehen“, so Huemer. Der 6. Februar wurde 2012 von der UN Generalversammlung als Internationaler Tag gegen FGM deklariert.

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