Corona-Virus: Wirtschaftskammer ist für Betriebe erste Service- und Anlaufstelle

Corona-Virus: Wirtschaftskammer ist für Betriebe erste Service- und Anlaufstelle

Tourismus und Logistik zählen zu den betroffenen Branchen – Arbeits-, und dienstrechtliche Fragen bei Hotline im Fokus

Wien (OTS) – “Die Wirtschaftskammer bietet den heimischen Betrieben ein wichtiges Backup in dieser krisenhaften Situation, die das Corona-Virus hervorgerufen hat. Durch Informationen, die aus unseren AußenwirtschaftsCentern in der WKÖ zusammenlaufen, können wir die Situation sehr genau einzuschätzen. Panik ist aus unserer Sicht keine angebracht, nichts desto trotz gibt es Bereiche, in denen das Corona-Virus bereits jetzt oder in Kürze zu Einschränkungen führen wird”, sagte heute, Mittwoch, WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf in einem Pressegespräch. Kopf bezifferte aus derzeitiger Sicht den für das Gesamtjahr 2020 zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Schaden mit mehr als einer Milliarde Euro. Effekte, die Italien betreffen, seien hier aber noch nicht eingerechnet.

Klarheit über konkrete Hilfsmaßnahmen schaffen

Um bei möglichen negativen Effekten durch das Corona-Virus auf die heimischen Betriebe rasch reagieren zu können, müssen umgehend Überbrückungsfinanzierungen wie bei der Finanzkrise 2008/09 oder bei den Russland-Sanktionen über das aws vorbereitet werden. „Dazu sind wir mit dem BMDW in enger Abstimmung”, so Kopf.

WKÖ-Infopoint zum Corona-Virus stark frequentiert

Seit der Einrichtung des WKÖ-Infopoints zum Corona-Virus wurden hunderte Kontakte gezählt. “Die Unsicherheit bei den Betrieben ist groß und die Anfragen betreffen die unterschiedlichsten Fragestellungen. Wir versuchen alle Themen umfassend zu klären”, so Kopf. Konkrete Beispiele betreffen etwa eine Baufirma, die nach Gesundheitsmaßnahmen für jene Mitarbeiter fragt, die zwischen Oberitalien und Österreich pendeln. Oder ein KMU, das 50 % seines Umsatzes in China macht und nach Zwischenfinanzierungen fragt, da Projektkunden vor Ort im Moment ihre Rechnungen nicht bezahlen können. Weiters ein Incoming-Reisebüro, das von Stornos italienischer Schülergruppen betroffen ist und sich nach Übernahme der Stornokosten erkundigt.

Generell zeigt sich, so Kopf, dass nach der Logistikbranche und den Automobilzulieferern, die seit dem Erstauftreten des Virus in China vor knapp zwei Monaten mit Schwierigkeiten kämpfen, nun der Tourismus immer stärker in den Fokus rückt. “Einerseits bestehen Fragen zu Stornobedingungen. Es gibt dienst- und arbeitsrechtliche Fragstellungen etwa zum Umgang mit Gästen mit Symptomen. Andererseits betreffen die Anfragen auch Empfehlungen in Hinblick auf die Handhabung von Großveranstaltungen in den kommenden Wochen oder Reiseanfragen in die betroffenen Gebiete.”

Die WKÖ bietet über den Coronavirus Infopoint unter T:
0590900-4352 von Mo-Fr 9:00-17:00 Uhr bzw über E-Mail:
[Infopoint_Coronavirus@wko.at] (mailto:Infopoint_Coronavirus@wko.at) und unter wko.at/coronavirus Informationen an. (PWK067/us)

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