POL-MG: Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2019: Straftaten auf niedrigstem Stand seit 15 Jahren

POL-MG: Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2019: Straftaten auf niedrigstem Stand seit 15 Jahren

Mönchengladbach (ots) – Die Zahl der in Mönchengladbach angezeigten Straftaten im Bereich Kriminalität ist 2019 auf ihren niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 19.542 Straftaten bekannt geworden. Im Vergleich zum Vorjahr sind es damit 396 Fälle (1,99 Prozent) weniger.

„Bei aller Freude über diese Entwicklung vergessen wir nicht, dass hinter jeder Zahl ein Opfer steht. Und jedes Opfer ist eins zu viel“, betonte Jörg Schalk, Stellvertretender Behördenleiter und Leiter der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz, am Montag (02.03.2020) bei der Pressekonferenz zur Polizeilichen Kriminalstatistik. Daher lasse die Polizei Mönchengladbach in ihren Anstrengungen auch nicht nach.

Zahl der Wohnungseinbrüche halbiert

Spürbar erfolgreich ausgewirkt haben sich diese Anstrengungen unter anderem auf die Zahl der Wohnungseinbrüche. Im Vergleich zu 2015 hat sie sich halbiert. Waren vor vier Jahren noch 955 Wohnungseinbrüche angezeigt worden, sind es 2019 nur noch 478 gewesen. Gegenüber dem Jahr 2018 gab es einen Rückgang um 91 Taten beziehungsweise 16 Prozent.

„Wir führen die geringere Zahl an Wohnungseinbrüchen zum einen auf unsere Präventionsarbeit und unsere durchgeführten Schwerpunktkontrolltage zurück“, sagte Manfred Joch, Leiter der Direktion Kriminalität. „Zum anderen stellen wir fest, dass seltener überörtlich agierende Banden unterwegs sind.“ Dies lasse sich am weniger professionellen Vorgehen der Einbrecher sowie einer erhöhten Versuchsquote (50,6 Prozent) ablesen. Da der Einbruch in das eigene Haus oder die Wohnung die Menschen oftmals nachhaltig verängstige, werde die Polizei weiterhin aktiv bleiben.

Gleiches gilt für den Besitz oder das sich Verschaffen von Kinderpornographie. „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern sind Fälle, die uns ganz besonders bewegen“, so Manfred Joch. Und auch beschäftigen, wie Manfred Joch verdeutlicht: „Bei der Auswertung eines einzelnen Handys müssen wir im Einzelfall so viele Daten sichten, wie zwei 40-Tonner Schriftgut fassen können.“

Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten im Bereich Kinderpornographie hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht (von 14 auf 35 Fälle) – und damit die Zahl der Sexualdelikte insgesamt um 5,4 Prozent. Zurückzuführen sei dieser Anstieg vor allem auf das Engagement des National Center for Missing & Exploited Children, das regelmäßig Hinweise an das Bundeskriminalamt (BKA) gibt.

Gewaltkriminalität: Aufklärungsquote von 74 Prozent

Auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren ist mit 732 Fällen die Gewaltkriminalität – unter sie werden unter anderem Tötungsdelikte, Raub, räuberische Erpressung, Straßenraub, Vergewaltigung, der besonders schwere Fall der sexuellen Nötigung sowie gefährliche und schwere Körperverletzung zusammengefasst. Angesichts einer Aufklärungsquote von 74 Prozent sagte Manfred Joch: „Das ist eine erfreuliche Entwicklung.“

Bei der Straßenkriminalität sind die Fallzahlen auf 5052 Delikte gestiegen – das sind 207 Fälle mehr als im Vorjahr (4,3 Prozent). Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die gestiegene Zahl an E-Bike-Diebstählen zum Beispiel am Mönchengladbacher Hauptbahnhof und eine Serie an Diebstählen aus Autos im Stadtteil Mülfort und Umgebung.

Von den 8.060 Tatverdächtigen waren 78,9 Prozent zwischen 21 und 60 Jahren. Heranwachsende (9,2 Prozent) und Jugendliche (8,4 Prozent) machten den zweit- bzw. drittgrößten Anteil aus. 5,7 Prozent der Tatverdächtigen waren Senioren über 60 Jahren, 3,5 Prozent entfiel auf Kinder bis 14 Jahre. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen lag bei 34,2 Prozent.

„Im Vergleich zu anderen Großstädten ist in Mönchengladbach die Gefahr, Opfer einer kriminellen Straftat zu werden, eher gering“, resümierte Manfred Joch. Dies lasse sich an der Kriminalitätshäufigkeitszahl (Delikte pro 100.000 Einwohner) ablesen, die in Mönchengladbach bei 7474 liegt und damit 2019 zurückgegangen ist.

Zuletzt wies Manfred Joch auf die Homepage www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen hin. Dort gibt es Präventionstipps zu den unterschiedlichsten Themen. Sie sollen dabei helfen, dass auch in den kommenden Jahren weniger Menschen Opfer einer Straftat werden.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2019 im Internet: https://moenchengladbach.polizei.nrw/artikel/polizeiliche-kriminalstatistik-11

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