Bundespolizeidirektion München: Europaweit gesucht wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung / Bundespolizei bringt Deutschen in Untersuchungshaft

Bundespolizeidirektion München: Europaweit gesucht wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung / Bundespolizei bringt Deutschen in Untersuchungshaft

Rosenheim / Mittenwald (ots) – Die Bundespolizei lässt deutsche Staatsangehörige trotz Einreisebeschränkungen zur Eindämmung der Infektionsgefahr durch das Corona-Virus grundsätzlich einreisen. Das dachte sich wohl auch ein 58-jähriger europaweit gesuchter Deutscher. Er nutzte einen der offiziell zugelassenen Grenzübergänge auf der Bundesstraße nahe Mittenwald. Dennoch endete seine Reise am Freitag (20. März) hinter Gittern.

Bundespolizisten stoppten auf der B2 einen Pkw mit deutschen Kennzeichen. Die Insassen konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Bei der Überprüfung der Personalien des Beifahrers stellten die Beamten allerdings fest, dass dieser von der Münchner Justiz gesucht wird. Laut europäischem Untersuchungshaftbefehl soll er zwischen 2004 und 2007 in großem Ausmaß Steuern verkürzt oder unrechtmäßige Steuervorteile erlangt haben. Als selbstständiger Softwareentwickler hatte er offenbar die wahre Höhe seiner Einkünfte und Umsätze verschwiegen beziehungsweise sogar durch die Nutzung ausländischer Firmen verschleiert. Insgesamt hat der Ingenieur wohl etwa 150.000 Euro Steuern hinterzogen.

Rosenheimer Bundespolizisten führten den Mann am Landgericht München vor. Auf richterliche Anordnung hin musste der Festgenommene in einer Münchner Justizvollzugsanstalt die Untersuchungshaft antreten. Er wird sich voraussichtlich schon bald strafrechtlich verantworten müssen. Im Fall einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung droht ihm eine mehrjährige Freiheitsstrafe von fünf bis zehn Jahren.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 – 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. Sie
geht zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die
Schleusungskriminalität vor. Im etwa 200 Kilometer langen Abschnitt
des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirkt sie zudem der
ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die
Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und
in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden oder Bahnanlagen. Der bahn- und grenzpolizeiliche
Verantwortungsbereich der rund 450 Inspektionsangehörigen erstreckt
sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen,
Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis
Rosenheim. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte
Kontaktadresse, unter www.twitter.com/bpol_by oder
www.bundespolizei.de.


Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell