SWV NÖ-Thomas Schaden verlangt faire und rasche Direktzahlungen für kleine Betriebe

SWV NÖ-Thomas Schaden verlangt faire und rasche Direktzahlungen für kleine Betriebe

Wirtschaftsverband NÖ warnt vor zu geringer Entschädigung: Klein- und Einpersonenunternehmen verdienen eine angemessene Unterstützung und Rechtssicherheit

St. Pölten (OTS) – „Von den nun notwendigen Unterstützungsmaßnahmen für die österreichische Wirtschaft gegen die Folgen des Coronavirus ist ein zentraler Bereich offen: Nämlich Direktzahlungen an die Einpersonen- und KleinunternehmerInnen. Viele von ihnen haben zurzeit kein Einkommen“, informiert der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ), Thomas Schaden: „Sie brauchen eine echte Entschädigung für die derzeitigen Umsatzausfälle und Auftragseinbrüche. Ansonsten gehen in allen Regionen viele Betriebe und Arbeitsplätze unwiederbringlich verloren.“

„Es wäre unverständlich und unfair, wenn die Einpersonenunternehmen (EPU) und Kleinunternehmen von den von der Regierung geplanten 15 Mrd. Euro an Nothilfen nur 1 Mrd. Euro erhalten. Sie stellen weit mehr als 90% der Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Viele von ihnen mussten wegen des Coronavirus von heute auf morgen ihre Tätigkeit einstellen oder erleben dramatische Umsatzrückgänge. Sie wissen daher oft nicht, wie es weitergehen soll.“
Diesen Unternehmen helfen Haftungen bei Krediten oder Kurzarbeit zumeist wenig bis nichts. Sie benötigen eine Entschädigung in Form von Direktzahlungen.

„Klein- und EinpersonenunternehmerInnen sollten daher während der Krise ein individuelles Grundeinkommen erhalten, das die im Unternehmen aufgetretenen Umsatzausfälle ausgleicht, sie angemessen entschädigt und je nach Dauer der Krise bis zu einem halben Jahr ausbezahlt werden kann.“
Es geht um eine der entscheidendsten Herausforderungen in der aktuellen Situation, nämlich die Existenz von hunderttausenden Klein-und EinpersonenunternehmerInnen und den Weiterbestand von noch mehr Arbeitsplätzen zu sichern.

„Die EPU und kleinen Unternehmen sind das Herz unserer Wirtschaft. Die Unterstützung dieser Betriebe muss fünf wesentlichen Kriterien entsprechen.“
1.Die Direktzahlungen müssen ausreichend hoch sein, die Umsatzausfälle ausgleichen und als individuelles Grundeinkommen eine echte Entschädigung für Umsatzrückgänge sein.
Dabei ist auch ein Mindesteinkommen vorzusehen.
2.Die Zahlungen müssen rasch erfolgen und leicht und unbürokratisch zugängig sein.
3.Sie müssen den Klein- und EinpersonenunternehmerInnen Rechtssicherheit bieten.
4.Die Direktzahlungen müssen sowohl an UnternehmerInnen, die aufgrund der Schutzmaßnahmen ihren Betrieb schließen mussten, als auch an Wirtschaftstreibende, die zwar offenhalten konnten, aufgrund der Corona-Krise aber dennoch erhebliche Umsatzeinbußen erlitten, ausbezahlt werden. Die Zahlungen müssen auch die mehr als 50.000 neuen Selbstständigen erfassen.
5.Es ist sicherzustellen, dass auch UnternehmensgründerInnen Direktzahlungen erhalten. Sie haben oft hohe Kosten für den Start ihres Unternehmens auf sich genommen.

„Die Investitionen zur Stabilisierung der Wirtschaft werden nur dann erfolgreich sein, wenn die vielen Klein- und EinpersonenunternehmerInnen und ihre Betriebe wirksam unterstützt werden. Damit das gelingt, muss jeder einzelne dieser fünf Punkte erfüllt werden“, erklärt Thomas Schaden. „Passiert das nicht, trifft das nicht nur die einzelnen Unternehmen, sondern unsere gesamte Volkswirtschaft.“

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Niederösterreich (SWV NÖ)
3100 St. Pölten, Niederösterreich-Ring 1a
Tel. 02742 2255 444 oder 0664 411 83 94
noe@wirtschaftsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender