Social City Wien präsentiert Plattform für Sportberichterstattung im Behindertensport

Social City Wien präsentiert Plattform für Sportberichterstattung im Behindertensport

Präsentation der inklusiven Medienplattform mit Bundesministerin Margarete Schramböck und Initiator Stadtrat Markus Wölbitsch

Wien (OTS) – Am Dienstag präsentierte die Social City Wien gemeinsam mit der Bundesministerin für Digitalisierung Margarete Schramböck, die digital zugeschaltet wurde, Initiator und Stadtrat Markus Wölbitsch, ORF-Sportchef Hans-Peter Trost, Sport Plus-Chefin Veronika Dragon-Berger, ORF-Chefproducer Roland Weißmann, AUVA-Generaldirektor Alexander Bernart, Generalsekretär des Behindertensportverbandes Matthias Bogner und Rollstuhl-Basketballer Matthias Wastian die neue Medienplattform, die künftig die Berichterstattung im Behindertensport revolutionieren soll.

Durch ein neuartiges KI-Kamerasystem, das ohne menschliches Eingreifen den Spielfluss identifizieren, Highlights verfolgen und Wiederholungen erstellen kann, soll dem Behindertensport künftig zu mehr Breitenwirksamkeit verholfen werden.

Mediale Debatte auf Behindertensport richten

„Die Teilhabe und Inklusion durch Digitalisierung ist für mich als Digitalisierungsministerin ein ganz zentraler Punkt. Die neue inklusive digitale Medienplattform ist ein großartiges Vorzeigeprojekt, das die Teilhabe am Sport ermöglicht und den Behindertensport ganz stark in die mediale Aufmerksamkeit rückt. Unsere Paralympics-Sportlerinnen und -Sportler leisten Unvorstellbares. Die Digitalisierung hat die Kraft, nicht nur das Leben eines einzelnen Menschen, sondern unser aller Leben nachhaltig zum Besseren zu verbessern“, zeigt sich Bundesministerin Schramböck begeistert von der digitalen Plattform. Ins Leben gerufen wurde sie von der Social City Wien.

„Würde es so eine digitale und innovative Lösung nicht geben, würde bei Spielen im Behindertensport keine flächendeckende Übertragung stattfinden. Der Vorteil ist, diesen Bereich und die Leistungen sichtbar zu machen. Wir wollen Menschen mit Behinderung zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und dabei Digitalisierungsmöglichkeiten nutzen, um in verschiedene Formate vorzudringen. Das Ziel ist, sukzessive Behindertensport in die breite Masse zu bekommen“, fasst Richard Vrzal, Geschäftsführer der Social City Wien, die Idee hinter dem Vorhaben zusammen.

Die innovative Produktionseinheit wird den Behindertensport und die Wettbewerbe und Ligen professionell aufzeichnen, aufbereiten und übertragen. Dadurch werden Sportveranstaltungen aus dem Bereich Behindertensport in unterschiedlichen digitalen Formaten ermöglicht. Das Vorhaben initiiert und von Anfang an vorangetrieben hat Markus Wölbitsch, der auch die Special Olympics Welt-Sommerspiele 2031 nach Wien holen möchte: „Als Sportsprecher ist es mein großes Anliegen, dass wir in dieser Stadt beim Thema Sport etwas weiterbringen und wieder Sportstadt werden. Da ist auch der Behindertensport ganz wichtig. Mein Ziel ist es, dass der Behindertensport ins Zentrum der Gesellschaft rückt. Sport, vor allem in einer Stadt, hat nicht nur einen gesundheitlichen Aspekt, sondern vor allem einen wichtigen Integrations- und Inklusionsaspekt. Alles, was dazu beiträgt, dass er seine volle Wirkung entfalten kann, unterstütze ich sehr gerne.“

Enge Zusammenarbeit mit vielen Kooperationspartner*innen

Das Vorhaben, Berichterstattung über Menschen mit Behinderung regelmäßig, kontinuierlich und selbstverständlich zu etablieren, ist besonders bei den Kooperationspartner*innen, dem Behindertensportverband (ÖBSV) und der AUVA auf offene Ohren gestoßen. „Eine Breitenwirkung, im Sinne der Darstellung unserer Leistungen zu entwickeln, kann für die AUVA nur ein Ziel sein. Unsere Ambition ist es nicht primär, Spitzensportler aus der Reha heraus zu entwickeln, sondern einer breiten Masse von Menschen eine Möglichkeit zu zeigen, dass es der Beginn eines neuen Lebens ist und nicht das Ende eines alten“, unterstreicht AUVA-Generaldirektor Alexander Bernart die Vorbildwirkung, die die Plattform haben kann.

Die angestrebte „Breite“ in der Berichterstattung über Sportler*innen mit Behinderungen soll speziell im Berichtsvolumen, im Themenportfolio und der vielfältigen Darstellung widergespiegelt werden. Ein Schritt, den vor allem Matthias Bogner, Generalsekretär des Österreichischen Behindertensportverbands begrüßt, der die Bedeutung für den Behindertensport unterstreicht. „Der ÖBSV hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Behinderung für das Thema Bewegung und Sport zu begeistern. Wir haben eine sehr hohe Affinität zu Innovation und da passt uns dieses Projekt natürlich sehr gut ins Konzept. Wir freuen uns sehr auf die Kooperation und Möglichkeit, hier innovative Wege wieder im Sinne und des ÖBSV mitzugehen und mitzutragen.“

Begeistert zeigt sich auch der Kapitän der österreichischen Rollstuhlbasketball- Nationalmannschaft Matthias Wastian: „Ich glaube, Sichtbarkeit und Reichweite schätzen aktive Leistungssportler immer. Man freut sich über jede Person, die man erreicht, sei es als Fan oder als Sponsor oder eine andere Person mit Einschränkung, die man dazu animieren kann, im Gesundheitssport aktiv zu werden. Ich bin ja technischer Mathematiker. Als solcher begeistere ich mich für so hochinnovative technologische Lösungen unglaublich“, fasst er seine Euphorie bezüglich der Medienplattform zusammen.

Breite Streuung durch vielfältige Wiedergabemöglichkeiten

Der produzierte Content steht unterschiedlichen Wiedergabemöglichkeiten mit dem Ziel einer möglichst breiten Streuung offen. Hierbei soll eine Content-/ Videoplattform für den Behindertensport in Österreich entstehen, wodurch den unterschiedlichsten Medien ein Zugang zu digitalem Content ermöglicht wird. Diese Plattform wird möglichst einfach gestaltet, damit die Medien in einem „Copy & Paste“-Verfahren mit geringstem Ressourcenaufwand diese Inhalte implementieren können. Mit seinem Behindertensport-Magazin „Ohne Grenzen“ hat der ORF bereits für das Thema sensibilisiert. Deswegen war ORF-Sportchef Hans-Peter Trost auch von Anfang an bei der neuen Medienplattform dabei.

„Für uns als ORF ist es wichtig, dass wir die gesamte Gesellschaft mitnehmen. Das heißt, dass wir nicht nur in Premiumsport investieren – den brauchen wir natürlich auch als Anker – sondern uns wirklich bemühen, von Parasport und Special Olympics bis zum angesprochenen Magazin eine Teilhabe und Zugang für alle zu ermöglichen. Wir sind da immer dahinter und überlegen uns auch, wie wir linear und in Zukunft auf der digitalen Plattform etwas tun können“, resümiert ORF-Sportchef Hans-Peter Trost. Unterstreichen kann dies ORF Sport Plus-Chefin Veronika Dragon-Berger „Wir haben das zweiwöchige Behindertensport-Magazin und merken auch in letzter Zeit, wie massiv das konsumiert wird und die Leute einen darauf ansprechen. Wir haben es geschafft, eine kleine, aber wachsende Community zu gründen“, berichtet sie über das steigende Interesse an Behindertensport-Übertragungen.

In Zukunft soll die Ausstrahlung mithilfe des ORF-Players noch einfacher funktionieren, wie ORF-Chefproducer und Projektleiter für das ORF-Player-Projekt Roland Weißmann weiß: „Wir arbeiten an der digitalen Plattform des ORF-Programms. Dann haben wir hoffentlich -wenn wir gewisse Änderungen im Gesetz bekommen – die Möglichkeit, genau solche Sportarten viel länger abrufbar zu machen und einen eigenen Community-Aufbau betreiben zu können. Mit dem ORF-Player haben wir ganz neue Möglichkeiten und würden die gerne einbringen.“

Ein mobiles Kamerasystem und ein mobiles Team ermöglichen, dass alle Sportaktivitäten und Wettbewerbe des ÖBSV österreichweit medial erfasst werden können. Zusätzlich soll ein/e Redakteur/in Textcontent ähnlich wie bei einer Nachrichtenagentur produzieren. Dadurch können sowohl Video- als auch Textcontent den Printmedien und deren Internetformaten zugeliefert werden.

Social City Wien
emil.diaconu@socialcity.at

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