ORF-„matinee“ am 15. Mai: „Erlebnis Singapur“ und Gershwin-Porträt

ORF-„matinee“ am 15. Mai: „Erlebnis Singapur“ und Gershwin-Porträt

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) – Die „matinee“ am Sonntag, dem 15. Mai 2022, um 9.05 Uhr in ORF 2 begibt sich zunächst in eine der faszinierendsten Städte Asiens: „Erlebnis Singapur – Eine Metropole mit vielen Superlativen“ (9.05 Uhr). Danach steht „Gershwin, der amerikanische Klassiker“ (9.50 Uhr) im Mittelpunkt. „Die Kulturwoche“ (10.45 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps beschließt den von Peter Schneeberger präsentierten ORF-Kulturvormittag.

„Erlebnis Singapur – Eine Metropole mit vielen Superlativen“ (9.05 Uhr)

In Singapur hat die Zukunft längst begonnen: Der kleine Stadtstaat ist ein international bedeutender Bankenplatz, wohlhabend wie die Schweiz, aber in den Tropen gelegen; ein Hightech-Standort, einer der wichtigsten Häfen weltweit – und Vorreiter bei dem Versuch, Großstadt und Natur auf eine neue Art miteinander zu versöhnen. Die noch sehr junge Metropole hat sich in die Weltliga der bekanntesten und beliebtesten Städte katapultiert – obwohl das Kaugummikauen dort unter Strafe steht. Der Film von Agnes Tam, Ying Tong Chng und Michael Trabitzsch unternimmt eine filmische Reise in eine Stadt, die mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten verzaubert und beeindruckt.

„Gershwin, der amerikanische Klassiker“ (9.50 Uhr)

George Gershwin ist die Verkörperung des amerikanischen Traums. Der Einwanderersohn mit russisch-jüdischen Wurzeln, der früh die Schule abbrach und dann mit Talent und Disziplin zu Ruhm und Reichtum kam, hatte es vollbracht. Seine Musik berührte das Publikum mehr als die Kritiker: Die avantgardistische „Rhapsody in Blue“ wurde weltberühmt. Gershwin gehörte auch zu den ersten Broadway-Komponisten, die Ausflüge in die Klassikwelt nicht scheuten und diese mit Klängen aus Jazz und Blues aufmischten. Musikerinnen und Musiker aus Europa und Amerika finden bis heute Inspiration in seinen Melodien. „Porgy & Bess“ war die erste Folk-Oper der Welt, in der erstmals das Leben von Afroamerikanern mit ausschließlich schwarzen Darstellerinnen und Darstellern in Szene gesetzt wurde.
Mit nur 38 Jahren starb Gershwin 1937 an einem Gehirntumor. Bis zuletzt blieb er ein Mann der Widersprüche: schüchtern und großmäulig zugleich, Einwanderer und amerikanische Symbolfigur, vom Publikum verehrt und von Kollegen verachtet – ein „Jazzman“ in der Klassikwelt und ein klassischer Komponist auf der Suche nach den Wurzeln von Jazz und Blues. Und so ist auch seine Musik: nicht klassifizierbar, multikulturell, aber immer faszinierend, wie das Filmporträt von Jean-Frédéric Thibault zeigt.

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