SOS Mitmensch: Begrüßen Einsatz der AK für fairen Zugang zur Staatsbürgerschaft

SOS Mitmensch: Begrüßen Einsatz der AK für fairen Zugang zur Staatsbürgerschaft

Immer mehr Arbeitnehmer*innen dürfen nicht wählen

Wien (OTS) – SOS Mitmensch begrüßt den gestrigen Beschluss der Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien für einen rascheren und leichteren Zugang zur Staatsbürgerschaft, insbesondere für junge Menschen. Damit setze die AK eine wichtige Initiative, um dem Ausschluss eines immer größeren Teils der österreichischen Wohnbevölkerung vom Wahlrecht entgegenzuwirken, kommentiert SOS Mitmensch den Beschluss.

„Der Staatsbürgerschaftsbeschluss der AK sollte der Auftakt für eine breite Debatte über die Nichteinbürgerungspolitik in Österreich sein. Jeden Tag kommen in Österreich 48 Kinder auf die Welt, ohne die Staatsbürgerschaft zu erhalten, obwohl ihre Eltern zumeist schon viele Jahre hier leben“, so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch. Die Folgen seien fehlende Rechte und fehlende Zugehörigkeit, so Pollak. Als Hauptursache für die sehr geringe Einbürgerungsrate von nur 0,6 Prozent in Österreich identifiziert der SOS Mitmensch-Sprecher die im internationalen Vergleich sehr hohen Einbürgerungshürden, wie etwa, dass selbst hier geborene Kinder über ihre Eltern ein Mindesteinkommen nachweisen müssten, um eine Chance auf Einbürgerung zu haben. Das sei unsozial und extrem unfair gegenüber den betroffenen Kindern, die trotz Geburt im Land vom Staat ausgegrenzt werden, kritisiert der SOS Mitmensch-Sprecher.

„Wenn die AK darauf hinweist, dass bereits ein Fünftel der Arbeitnehmer*innen nicht wählen darf, dann ist das ein Alarmsignal. Dieses Alarmsignal betreffend der wachsenden Demokratiekluft im Land sollte niemanden kalt lassen, auch nicht die Bundesregierung“, ruft Pollak die Politik zum Handeln auf.

SOS Mitmensch, Zollergasse 15/2, 1070 Wien
Alexander Pollak
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