SOS-Wohlstand: IV-Präsidium schlägt 8 Punkte zur Sanierung des Wirtschaftsstandortes vor

SOS-Wohlstand: IV-Präsidium schlägt 8 Punkte zur Sanierung des Wirtschaftsstandortes vor

Österreichs Preis-Leistungsverhältnis in Schieflage – acht dringende Maßnahmen für die nächste Legislaturperiode zur Wiederbelebung der Wettbewerbsfähigkeit

Der Standort Österreich ist in den vergangenen Jahren stark unter Druck geraten, ausgelöst durch steigende Kosten für Energie, wachsende Lohnnebenkosten sowie massiv zunehmende bürokratische Belastungen. „Das Preis-Leistungsverhältnis für unseren Standort stimmt nicht mehr, während das Leistungsangebot nach wie vor stimmt – gut ausgebildete Fachkräfte, sofern verfügbar, eine hohe Forschungsquote und eine hohe Lebensqualität – ist die Preiskomponente in den letzten Jahren drastisch gestiegen“, so IV-Präsident Georg Knill.

Das schlägt sich auch im jüngst veröffentlichten IMD-Ranking nieder, so verschlechtert sich der Standort Österreich erneut vom 24. auf den 26. Rang. Um diesem Trend entgegenzuwirken, braucht es neben zahlreicher Maßnahmen vorallem einen gesellschaftlichen Wandel und eine Stärkung der Eigenverantwortung und des Leistungsgedankens: „Wir müssen wieder zu Tugenden wie Leistung und Eigenverantwortung zurückkehren. Das sagen nicht nur wir, sondern viele unserer Mitarbeitenden sind tagtäglich stolz auf ihre Leistungen. Der Vollkasko-Staat, der Eigeninitiative und Risikobereitschaft hemmt, muss dringend reformiert und Unternehmertum wieder positiv verankert und gestärkt werden“, ergänzt IV-Vizepräsidentin Sabine Herlitschka.

Die Europäische Union ist durch Krisen und Kriege in der unmittelbaren Nachbarschaft in ihrer Rolle am Parkett der Weltmächte geschwächt und in kritischen Bereichen wie Gas, Rohstoffen und Komponenten für die Energiewende abhängig von Ländern wie Russland oder China. Österreich muss zudem an seiner wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit arbeiten. Der Verkauf österreichischer Produkte und Dienstleistungen im Ausland brachte dem Land 2023 rund 201 Milliarden Euro ein. Der Export sichert mehr als eine Million Arbeitsplätze in Österreich und stemmt mehr als 40 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. „Ein exportorientiertes Land braucht auch eine aktive EU-Handelspolitik als Türöffner. Dazu gehört die Umsetzung fairer Handelsabkommen auf Augenhöhe“, fordert in diesem Zusammenhang IV-Vizepräsident F. Peter Mitterbauer. Der Wettbewerb auf den Weltmärkten wurde für österreichische Unternehmen zuletzt aber härter – vergleichsweise hohe Energiepreise und Arbeitskosten, immer mehr Bürokratie und Schwierigkeiten, Arbeits- und Fachkräfte zu finden, schwächen ihre Position. „Gesetzlich vorgegebene Berichtspflichten haben ein Maß erreicht, das einen massiven administrativen Aufwand verursacht, der in keiner Relation zu zusätzlichem Informations- und Transparenzgewinn steht“, so Patricia Neumann, IV-Vizepräsidentin.

Angesichts dessen kommen auf die nächste EU-Kommission und die nächste österreichische Bundesregierung große Herausforderungen zu. Eine dieser ist auch das Beschäftigungsvolumen: „Österreich entwickelt sich immer mehr zur „Teilzeitarbeitsgesellschaft“. Aber auch die tatsächlich geleistete Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigen ist im internationalen Vergleich gering, im unteren Drittel der EU-Länder. Obwohl die Bevölkerung wächst, stagniert das Arbeitsvolumen, auf dem die Finanzierung unseres Wohlstands und unseres Sozialsystems beruht“, erklärt Christoph Neumayer, IV-Generalsekretär.

Das IV-Präsidium schlägt vor diesem Hintergrund acht dringende Maßnahmen für die nächste Legislaturperiode zur Wiederbelebung der Wettbewerbsfähigkeit vor, denn nur so können Arbeitsplätze in Österreich geschaffen wie gesichert werden und der Wohlstand aufrechterhalten werden.

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