FPÖ – Kolm: „,Zwei-Prozent-Ziel‘ der Regierung ist kein Stabilitätskonzept, sondern verschleppte Standortreform“
FPÖ – Kolm: „,Zwei-Prozent-Ziel‘ der Regierung ist kein Stabilitätskonzept, sondern verschleppte Standortreform“
„Wenn jetzt schon die Energiepreise die Inflation deutlich weniger dämpfen als im Jänner, lässt sich erahnen, welche Auswirkungen eine weitere Eskalation im Nahen Osten haben wird“
Zur heutigen Schnellschätzung des Verbraucherpreisindex (VPI) für Februar 2026 durch die Statistik Austria warnte die freiheitliche Wirtschaftssprecherin NAbg. Dr. Barbara Kolm davor, passive Inflationsbeobachtung mit aktiver Reformpolitik zu verwechseln: „Eine sinkende Inflationsrate bedeutet nicht sinkende Preise, sondern lediglich, dass die Teuerung langsamer voranschreitet – nach massiven Belastungswellen der vergangenen Jahre. Das Preisniveau befindet sich weiterhin auf historisch hohem Niveau, weshalb viele Haushalte trotz niederer Inflationsrate keine reale Entlastung verspüren. Dass die Februar-Inflation gegenüber dem Jänner gestiegen ist, ist kein struktureller Erfolg und schon gar keine wirtschaftspolitische Entwarnung, sondern lediglich ein fragiler Zwischenstand.“
„Der Rückgang der geschätzten Jänner-Inflation war stark von statistischen Basiseffekten bei den Strompreisen geprägt – die untätige schwarz-rot-pinke Verlierer-Ampel hat das dennoch als eigene Leistung verkauft. Im Februar haben Dienstleistungen, Lebensmittel sowie weniger stark fallende Energiepreise die Inflation wieder nach oben gedrückt – ich bin gespannt auf die Stellungnahme der Regierung“, ordnete Kolm ein und führte weiter aus: „Die Regierung darf sich nicht vor dem Fernseher sitzend am ‚Zwei-Prozent-Ziel‘ berauschen, sondern muss endlich ihre Hausaufgaben machen. Steigende Insolvenzen, eine weiter zunehmende Arbeitslosigkeit, ein schwächelnder Handel sowie eine stagnierende bis rückläufige reale Wirtschaftsdynamik zu Jahresbeginn 2026 sind klare Hinweise auf tiefgreifende strukturelle Angebotsprobleme. Diese können nicht monetär durch neue Staatsausgaben, sondern nur durch echte Standortreformen gelöst werden.“
„2,2 Prozent Inflation sind kein Grund zum Jubeln, zumal Österreich auch bei anderen Indikatoren im EU-Vergleich weiterhin hinter zahlreichen Mitgliedsstaaten zurückliegt – etwa hinter Deutschland mit einer Inflationsrate von 1,9 Prozent – und damit reale Wettbewerbsnachteile für Unternehmen und Beschäftigte weiter verfestigt werden. Dass der österreichische Handel im EU-Vergleich hinterherhinkt und die Insolvenzen gleichzeitig stark ansteigen, ist das Ergebnis jahrelanger Kostenbelastung, regulatorischer Überforderung und politischer Planlosigkeit. Die weiter steigenden Arbeitslosenzahlen zeigen, dass die Inflation nicht besiegt, sondern lediglich durch wirtschaftliche Schwäche überdeckt wird – eine gefährliche Illusion für den Standort.“
„Wenn bereits jetzt die Energiepreise die Inflation deutlich weniger dämpfen als noch im Jänner, lässt sich erahnen, welche Auswirkungen eine weitere Eskalation im Nahen Osten in den kommenden Monaten haben wird. Einseitige Abhängigkeiten sind kein Sicherheitskonzept. Europas Nationen werden nur dann resilient sein, wenn sie wieder wirtschaftliche Leistungsfähigkeit aufbauen und so ein ausgewogenes Maß gegenseitiger Abhängigkeiten ermöglichen. Was es in Österreich jetzt konkret braucht, sind strukturelle Reformen bei Energiekosten, am Arbeitsmarkt, im Steuer- und Abgabensystem sowie bei den Standortbedingungen, damit Österreich wieder investitionsfähig, wettbewerbsfähig und krisenfest wird und geopolitischen Schocks besser standhalten kann, denn diese werden nicht weniger werden. Stabile Preise entstehen nicht durch Zielzahlen und politische Ankündigungen, sondern durch privatwirtschaftliche Produktivität, Wettbewerb und unternehmerische Freiheit – lauter Bereiche, in denen diese Bundesregierung systematisch versagt“, betonte die FPÖ-Wirtschaftssprecherin.
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: presse-klub@fpk.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender