Designierter Düsseldorfer OB-Kandidat der CDU will Umweltspuren abschaffen

Düsseldorf (ots) – Stephan Keller, der designierte Kandidat der Düsseldorfer CDU für die Kommunalwahl im September, will im Fall seines Sieges einen grundlegenden Wechsel in der Verkehrspolitik einleiten. „Wenn ich Oberbürgermeister bin, schaffe ich die Umweltspuren ab“, sagte Keller der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag). Die umstrittenen Sonderfahrspuren, mit denen Geisel Dieselfahrverbote verhindern will, verursachen seit Monaten lange Staus. Früher habe er 14 Minuten in die Stadt gebraucht, sagte Keller, heute seien es 40: „Wir hatten einst die beste grüne Welle Europas, wo ist sie hin? Künstlicher Stau bedeutet mehr Emissionen, das ist nicht sinnvoll.“ Verkehrspolitisch hätten Geisel und die Ampelkoalition längst den Offenbarungseid geleistet. Eine Findungskommission der CDU hatte den ehemaligen Düsseldorfer Dezernenten und jetzigen Kölner Stadtdirektor am Donnerstag einstimmig nominiert; am Freitag soll der Kreisvorstand die Personalie beschließen. Amtsinhaber Thomas Geisel (SPD) sagte der Zeitung zu Kellers Kandidatur: „Ich habe ihn als einen gewissenhaften Beamten kennengelernt. Eigentlich habe ich aber gedacht, dass OB nicht unbedingt sein Ding ist, deshalb war ich auch nicht überrascht, dass er vor einem Jahr zunächst eine Kandidatur in Düsseldorf abgelehnt hat. Aber offenbar hat er sich jetzt ein bisschen bearbeiten lassen.“

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