Götze/Grüne: Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten der öffentlichen Hand
Götze/Grüne: Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten der öffentlichen Hand
Frauen in Führungspositionen erhöhen den Unternehmenserfolg nachweislich
Wien (OTS) – „Frauenquoten sind das richtige Mittel, um qualifizierte Frauen in Führungspositionen zu bringen. Das erhöht den Unternehmenserfolg und fördert die Gleichstellung der Geschlechter“, so Elisabeth Götze, Wirtschaftssprecherin der Grünen im Nationalrat. „Daher planen wir laut Regierungsprogramm eine Frauenquote von 40 Prozent in allen Aufsichtsräten der öffentlichen Hand. So gehen wir Unternehmen mit gutem Beispiel voran.“
In Österreich gilt seit 2018 eine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten. „Das ist zu wenig, wir müssen hier nachbessern“, so Götze. Denn der EU-Beschluss aus dem Jahr 2013 sieht eine EU-weit einheitliche 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten vor. In Norwegen beispielsweise gilt eine solche bereits seit 2003.
Und Götze weiter: „Auch in Interessensvertretungen müssen Frauen entsprechend vertreten sein! Daher fordern wir in der Führungsriege der Wirtschaftskammer einen 30prozentigen Frauenanteil.“ Denn Frauen sind in Österreich besser ausgebildet als Männer, haben häufiger einen Studienabschluss. Sie stellen 47 Prozent der Erwerbstätigen und sind bereits für mehr als 45 Prozent der Unternehmensgründungen verantwortlich.
Das Argument, dass Frauenquoten unqualifizierte „Quotenfrauen“ befördern würden lässt Götze nicht gelten. „Frauenquoten führen nämlich nachweislich dazu, dass insgesamt mehr gut qualifiziertes Personal in Spitzenpositionen kommt – sowohl Frauen, als auch Männer.“ Dies geschieht zu Lasten jener, die trotz nur mittelmäßiger Qualifikation Spitzenjobs haben.
Studien belegen, dass Frauen in Führungspositionen den Unternehmenserfolg erhöhen. Sie agieren nachweislich anders als Männer und das geht einher mit mehr Krisenstabilität sowie einer besseren finanziellen Performance des Unternehmens. Außerdem beeinflussen Frauen in Führungspositionen die Unternehmenskultur positiv in Richtung mehr Offenheit. „Doch wir sind, was weibliche Führung betrifft, im internationalen Vergleich im Rückstand – zum Nachteil der österreichischen Unternehmen und unseres Wirtschaftsstandortes“, fasst Götze abschließend zusammen.
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