Mehr Anerkennung und Transparenz von Kompetenzen in der Jugendarbeit

Mehr Anerkennung und Transparenz von Kompetenzen in der Jugendarbeit

Handbuch als Qualitätsentwicklungsinstrument veröffentlicht

Wien (OTS) – Im Rahmen des Erasmus+-Projekts „Qualifizierte Jugendarbeiter*innen für Europa“ wurden erstmals Erkenntnisse aus dem formalen Bildungswesen für Kinder- und Jugendarbeit mit jenen aus dem nicht-formalen Bereich in einem Handbuch verknüpft und für eine breite Zielgruppe verständlich aufgearbeitet. Das Handbuch bietet Hintergrundinformationen im Bereich der Kompetenzanerkennung auf politischer und wissenschaftlicher Ebene. Mit praktischen Beispielen der Kompetenzanerkennung aus ganz Europa regt es den internationalen Diskurs an. Gleichzeitig stellt es ein neues Instrument für Jugendarbeiter*innen und Ausbildungsträger*innen in der Jugendarbeit dar. Als Qualitätsentwicklungsinstrument soll damit die Sichtbarkeit von Kompetenzen von Jugendarbeiter*innen erhöht und die Anerkennung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen Jugendarbeiter*innen in Europa vorangetrieben werden.

Das Unsichtbare sichtbar machen: Warum ist Anerkennung und Transparenz in der Jugendarbeit wichtig?

Ein großer Anteil unseres Lernens und Kompetenzerwerbs findet nicht in formalen Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten statt, sondern in nicht-formalen und informellen Settings – also in außerschulischen Lehrgängen oder durch Erfahrungen in der Praxis. Das bedeutet jedoch auch, dass nur ein kleiner Teil des Lernens offizielle Anerkennung erfährt und ein großer Teil bei Zertifizierungen unsichtbar bleibt. Das Handbuch stellt Wege vor, diesen Umstand in der Jugendarbeit zu ändern.

„Es ist gesellschaftlich relevant, die Anerkennung für nicht-formale Bildung zu fördern und diese nicht-formalen Lernprozesse sichtbar zu machen. Im Bereich der Jugendarbeit beschäftigen sich aufZAQ (Ö) und die Hochschule Kempten (D) schon lange und intensiv mit diesem Thema auf wissenschaftlicher, empirischer und bildungspolitischer Ebene. Durch dieses Pilotprojekt haben wir unser Erkenntnisse aus dem formalen und non-formalen Sektor vereinen können“, so Hanna Krämer-Erklavec von aufZAQ.

Die wissenschaftliche Expertise und praktische Erfahrung der beiden Projektpartner*innen basieren u.a. auf der Entwicklung zweier international einzigartiger und innovativer Kompetenzmodelle, welche auch im Handbuch vorgestellt werden: des aufZAQ-Kompetenzrahmens für die Kinder- und Jugendarbeit und des Qualifikationsprofils Jugendarbeit des Projekts JumP an der Hochschule Kempten. Diese Kompetenzmodelle beziehen sich auf die gesamte Kinder- und Jugendarbeit – die offene und die verbandliche sowie die hauptamtliche und ehrenamtliche. Dies ermöglicht eine breite Anwendbarkeit der Konzepte, um auch in anderen Bereichen nicht-formale Lernprozesse sichtbar zu machen.

Das Handbuch richtet sich an ein breites Publikum und unterschiedliche Zielgruppen. So können Jugendarbeiter*innen, Träger*innen von Ausbildungen für Jugendarbeiter*innen, politische Stakeholder*innen und Wissenschaftler*innen ihren Nutzen daraus ziehen.

Download:

Verfügbar ist das Handbuch in deutscher und englischer Sprache unter: [https://www.aufzaq.at/projekte/] (https://www.aufzaq.at/projekte/)

aufZAQ Geschäftsstelle c/o Bundesjugendvertretung
Mag.ª Hanna Krämer-Erklavec
Tel.: +43 676 880 11 10 50
Mail: hanna.erklavec@aufzaq.at

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