Soldaten starten Assistenzeinsatz in Oberösterreich

Soldaten starten Assistenzeinsatz in Oberösterreich

Tanner: „Das Bundesheer ist jederzeit bereit, wenn es gebraucht wird“

Wien (OTS) – Heute, am 08. Juli 2020, starten 25 Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres einen Assistenzeinsatz in Oberösterreich. Bereits am Montag wurde das Bundesheer, aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen und der dadurch notwendige Erhöhung der Testkapazitäten, durch das Land Oberösterreich zur Unterstützung angefordert. Aufgabe der Soldaten ist es Gesundheitsbehörden bei der Durchführung von Erhebungen über das Auftreten der Krankheit, sogenanntes Kontaktpersonen-Management, zu helfen. Der Einsatz wird voraussichtlich bis Ende September andauern.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner dazu: „Wir werden dem Land Oberösterreich – im Rahmen unserer Möglichkeiten – jede Unterstützung zur Verfügung stellen, die das Land benötigt. Daher stehen auch in allen 18 Bezirksverwaltungsbehörden Verbände des Bundesheeres bei Bedarf jederzeit bereit. Denn das Bundesheer ist immer da, wenn es gebraucht wird. Gerade in dieser herausfordernden Zeit müssen alle Behörden zusammenhalten, um die Bevölkerung bestmöglich vor dem Corona-Virus zu schützen.

Insgesamt unterstützen ab morgen rund 25 Soldatinnen und Soldaten aus Oberösterreich in den Bezirkshauptmannschaften Perg, Linz Land, Urfahr Umgebung sowie in Wels. Dabei stammen acht Soldaten von der Heeresunteroffiziersakademie, sechs Soldaten vom Militärkommando Oberösterreich, vom Kommando Luftunterstützung aus Hörsching (6) und fünf Soldaten werden durch die 4. Panzergrenadierbrigade gestellt.

„In Oberösterreich gibt es seit einigen Tagen, einen Anstieg der Infektionen, der uns sehr besorgt hat. Dieser Anstieg hat uns dazu veranlasst, die Testungen auszuweiten. Damit es zu keinen Verzögerungen kommt, haben wir bereits durch die Aufstockung der Abnahmekapazitäten sowohl bei den Drive-Ins reagiert als auch die mobilen Abnahmeteams aufgestockt. Durch die Unterstützung des österreichischen Bundesheeres können wir sicherstellen, dass auch bei steigenden Infektionszahlen das Kontaktpersonen-Management weiterhin effektiv betrieben werden kann. Ich bedanke mich bei Bundesministerin Klaudia Tanner und dem Österreichischen Bundesheer für die rasche Hilfe“, betont LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Die eingesetzten Kräfte haben die Aufgabe, mit den betroffenen Personen Kontakt aufzunehmen und mit einem Fragebogen Daten wie Kontakte, Bewegungsprofil oder auch den gesundheitlicher Zustand zu erheben („Contact-Tracing“). Darunter versteht man im Rahmen der Umgebungsuntersuchung das Nachverfolgen von Kontaktpersonen sowie das aktive Ermitteln von Personen, die Kontakt zu einem Erkrankten (oder zu einem infektiösen Verdachtsfall) hatten und infiziert sein könnten.

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