Chemie-Konjunktur erstes Halbjahr 2020: Nur leichter Umsatzrückgang in Baden-Württemberg/Sonderkonjunktur durch Arzneimittel- und Chemikalien

Chemie-Konjunktur erstes Halbjahr 2020: Nur leichter Umsatzrückgang in Baden-Württemberg/Sonderkonjunktur durch Arzneimittel- und Chemikalien

Baden-Baden (ots) – Mit einem leichten Minus kam die chemische und pharmazeutische Industrie in Baden-Württemberg durch das erste Halbjahr 2020. Die Umsätze sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro, teilten Chemie.BW, die Verbände der Chemie- und Pharmaindustrie im Land, am Dienstag mit. „Unterm Strich hat die Branche bisher nur Kratzer abbekommen“ kommentierte Thomas Mayer, Hauptgeschäftsführer Chemie.BW, die Halbjahresbilanz. „Aber das liegt vor allem an einer gewissen Sonderkonjunktur in der Anfangsphase der Corona-Krise. Damals stieg die Nachfrage nach Arzneimitteln und Chemikalien erheblich.“ Außerdem sei das natürlich nur eine Momentaufnahme – entscheidend sei, wie sich die Weltwirtschaft im dritten und vierten Quartal entwickele, so Mayer weiter.

Der Umsatzrückgang in der Branche liegt hauptsächlich beim Auslandsgeschäft (-1,7 Prozent, -0,5 Prozent beim Inlandsumsatz). Fast stabil blieb die Beschäftigung mit einem leichten Minus von 0,8 Prozent.

Für die nächsten Monate blicken die Verbände mit Sorge auf die weitere Entwicklung. Mayer verweist insbesondere auf deutliche Veränderungen der Rahmenbedingungen: „Die explodierende Staatsverschuldung und die teilweise irrational geführten Handelsauseinandersetzungen sind extreme Risiken für die Wirtschaft.“

Zur chemischen Industrie in Baden-Württemberg

In den Verbänden der chemischen und pharmazeutischen Industrie in Baden-Württemberg sind derzeit insgesamt 473 Mitgliedsunternehmen mit 107.800 Beschäftigten organisiert. Der Jahresumsatz betrug 2019 ca. 39 Milliarden Euro. Die größten Teilbranchen sind Pharma (37 Prozent), Lacke,
Farben und Bautenschutz (12 Prozent), Leime, Klebstoffe und Mineralöl (8 Prozent) sowie Körperpflege und Waschmittel (7 Prozent). Derzeit bilden die Unternehmen etwa 3.500 Jugendliche aus.

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