Weidinger/Hechenberger: Bezeichnung von Milch muss geschützt bleiben

Weidinger/Hechenberger: Bezeichnung von Milch muss geschützt bleiben

Multinationale Konzerne wollen billige Imitate als Milch verkaufen

Wien (OTS/ÖVP-PK) – „Wer Käse, Butter, Milch oder Joghurt kauft, muss auch in Zukunft die Sicherheit haben, dass es sich um hochwertige Lebensmittel mit entsprechenden Rohstoffen handelt. Konsumenten darf kein billiges Imitat untergejubelt werden“, so kommentieren ÖVP-Konsumentenschutzsprecher Mag. Peter Weidinger und der Tiroler Bauernbund-Abgeordnete und LK-Tirol Präsident Ing. Josef Hechenberger die derzeitige Diskussion rund um den Bezeichnungsschutz von Milch- und Milchprodukten. Weidinger stellt klar: „Wo Milch draufsteht, muss auch Milch drin sein. Die hohen österreichischen Standards dürfen auf keinen Fall untergraben werden.“

Der Schutz für die Bezeichnung von Milch und Milchprodukten ist im EU-Recht festgelegt. Als Milch darf nur echte Milch bezeichnet werden, die aus dem Gemelk von Tieren (Rinder, Schafe, Ziegen etc.) stammt. Dieser Schutz gilt auch für Milchprodukte wie Rahm, Joghurt, Butter und Käse. Bereits im Jahr 2017 gab es hier ein Urteil vom Europäischen Gerichtshof, der den Schutz dieser Bezeichnungen festlegte. Auf Druck von multinationalen Konzernen wie Nestlé oder Unilever wird Mitte Oktober im EU-Parlament über den Fortbestand des Bezeichnungsschutzes für Milch- und Milchprodukte abgestimmt.

„Eines ist klar, wenn hier dem Druck von multinationalen Konzernen nachgegeben wird, ist der Konsumentenschutz und die heimische Urproduktion in Gefahr. Dann können billige und künstlich hergestellte Ersatzprodukte als hochwertige Milch verkauft werden. Konzerne steigern durch billige Imitate ihre Gewinne und die Konsumenten verlieren auf ganzer Linie“, mahnt Hechenberger.

Weidinger und Hechenberger geht es nicht darum, pflanzenbasierte Produkte zu verbieten oder schlecht zu machen. Es muss für den Konsumenten klar erkennbar sein, dass Produkte gänzlich aus tierischer Milch hergestellt wurden oder ob billige und umweltschädliche Ersatzprodukte wie Palmöl verwendet wurden.

„Hier darf es keine Konsumententäuschung geben. Vor Jahren war der Aufschrei groß, als Analogkäse als Original Käse verkauft wurde. Doch mit geschicktem Marketing und mithilfe der Vegan-Industrie wird nun Tür und Tor für diese Konsumententäuschung geöffnet. Konsumenten soll vermittelt werden, dass sie ein gleichwertiges Produkt kaufen, doch das ist nicht der Fall. Bei Ersatzprodukten werden oft bedenkliche Produkte bzw. Produktionsmethoden in Kauf genommen, die in der österreichischen Milchwirtschaft längst verpönt sind, wie die Verwendung von Zusatzstoffen. Auch die Gentechnikfreiheit, die in der heimischen Milchwirtschaft längst Standard, ist wird hier untergraben. Deswegen darf es hier keine Aufweichung des Bezeichnungsschutzes geben“, so Weidinger und Hechenberger abschließend.

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