SJ-Stich: “Das Beispiel Benko darf nicht Schule machen!”
SJ-Stich: “Das Beispiel Benko darf nicht Schule machen!”
Sozialistische Jugend fordert Dividendenverbot und Demokratisierung der Wirtschaft
Wien (OTS) – „Die neuen bekannt gewordenen Zahlen der Dividendenausschüttung für Rene Benko sind erschütternd. Der Trend, dass tausende Menschen gekündigt werden und gleichzeitig Dividende in Millionenhöhe an Superreiche ausgeschüttet werden, muss gestoppt werden!”, erklärt Paul Stich, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ). „Gleichzeitig zeigt der Fall Benko, dass unser System in einer Sackgasse der Ungerechtigkeit gefangen ist. Wir müssen die Lehren aus Corona ziehen und an einem Wirtschaftssystem arbeiten, in dem nicht mehr die Profitgier an erster Stelle steht“, so Stich weiter.
„Millionen Menschen in Österreich wie in ganz Europa kämpfen in der Corona-Zeit mit Kurzarbeit oder Jobverlust. Ein Winter der Rekordarbeitslosigkeit droht. Und währenddessen gönnt sich Rene Benko eine Dividende von 100 Millionen Euro, während er gleichzeitig 6.000 MitarbeiterInnen der Einzelhandelskette Karstadt Kaufhof auf die Straße setzt. Das ist besonders in Krisenzeiten an Perversion nicht zu überbieten. Das Beispiel Benko darf nicht weiter Schule machen!“, kritisiert Stich und erinnert daran, dass Benko erst im Frühjahr nach Staatshilfen für seine Unternehmen geschrien hat.
Am Beispiel Benko zeige sich laut Stich wieder einmal das Versagen des kapitalistischen Systems auf. „Eine Welt, in der sich die Superreichen selbst in einer tiefen Krise weiter bereichern, während Millionen andere vor den Scherben ihrer Existenz stehen, ist eine absurde Welt. Wir brauchen eine Wirtschaft, in der die Bedürfnisse der Menschen und nicht die Profite von Benko & Co im Vordergrund stehen. Erste Schritte sind dabei unter anderem ein Dividendenverbot bei Kündigungen und eine massive Stärkung öffentlichen Eigentums. Dies kann etwa durch Vergesellschaftungen in wichtigen Bereichen der Daseinsvorsorge und zugehörigen Unternehmen vorangehen“ so Stich abschließend.
Diese und weitere Vorschläge dafür hat die SJ unter anderem in ihrem Corona-Programm „Aufbruch aus der Krise“ veröffentlicht, das unter dem Link [www.sjoe.at/aufbruch] (https://www.sjoe.at/aufbruch) abrufbar ist.
Sozialistische Jugend Österreich
Jakob Zuser
SJ-Pressesprecher
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