Schieder/Costa: Eskalation der Gewalt in der Westsahara stoppen!

Schieder/Costa: Eskalation der Gewalt in der Westsahara stoppen!

Militärische Aggression durch Marokko ist inakzeptabel – Internationale Staatengemeinschaft muss Unabhängigkeitsreferendum endlich umsetzen

Wien (OTS/SK) – Seit letzten Freitag kommt es zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Streitkräften Marokkos und der Frente Polisario im Gebiet Guerguerat im Südwesten der Westsahara. SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder und die Vizepräsidentin der europäischen JungsozialistInnen (YES) Sara Costa verurteilen diese Gewalteskalation scharf: „Das militärische Vorgehen Marokkos gegen zivile Proteste ist inakzeptabel. Marokko bricht damit den seit 1991 geltenden Waffenstillstand und riskiert eine Gewalteskalation in einem ohnehin angespannten Konflikt. Seit Jahrzehnten lebt die saharauische Bevölkerung unter marokkanischer Besatzung und unter teilweise untragbaren humanitären Bedingungen. Dieser Konflikt schwelt seit über 40 Jahren, aber wenn die internationale Staatengemeinschaft jetzt nicht handelt, könnte ein offener Krieg daraus werden. Die UNO und die EU dürfen nicht länger auf die Menschen in der Westsahara vergessen.“****

Sara Costa, die im März 2020 noch selbst die von der Polisario verwalteten Flüchtlingscamps besucht hat, warnt: „Die Zukunftsperspektiven junger Saharauis sind trostlos. Sie leben in Flüchtlingscamps, oder in den besetzten Gebieten, wo sie von Marokko gewaltsam unterdrückt werden und müssen zusehen, wie andere sich am Reichtum ihres Landes bereichern. Und jetzt droht ein Krieg jede verbliebene Hoffnung dieser jungen Menschen zu zerstören, weil die Staatengemeinschaft 29 Jahre lang ihre Versprechen ignoriert hat, ein Referendum zur Selbstbestimmung des saharauischen Volkes umzusetzen. Die UN-Mission MINURSO muss dieses Referendum endlich auf den Weg bringen und auch die humanitäre Situation in der Region überwachen.“

Andreas Schieder setzt sich im EU-Parlament für die Anliegen der Westsahara ein: „Die EU muss die internationalen Bemühungen zur Lösung des Westsahara-Konflikts anführen. Dazu müssen wir unbedingt den Druck auf Marokko verstärken, zum Beispiel wenn es um Wirtschaftshilfen oder Fischereirechte geht. Solange Marokko an seiner illegalen Besetzung und Siedlungspolitik festhält, sind die Beziehungen zwischen der EU und Marokko schwer belastet. Vor allem muss die EU jetzt akut auf ein Ende aller Kampfhandlungen und die Wiederherstellung des Waffenstillstandes hinwirken.“ (Schluss)up

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