Disoski: Es braucht verpflichtende Lohntransparenz und Aufwertung gesellschaftstragender Berufe

Disoski: Es braucht verpflichtende Lohntransparenz und Aufwertung gesellschaftstragender Berufe

Grüne zu Erhebung der Statistik Austria im Vorfeld des Frauentags

Wien (OTS) – „Die heute von der Statistik Austria veröffentlichen Daten belegen einmal mehr, wie stark Frauen am Arbeitsmarkt immer noch diskriminiert sind“, kommentiert Meri Disoski, Grüne Frauensprecherin und Frauenvorsitzende der Grünen, die heute anlässlich des Frauentags von der Statistik Austria publizierten Zahlen. „Dass Österreich nach Estland und Lettland europaweit den drittgrößten Gender-Pay-Gap hat, dürfen wir nicht hinnehmen. Neben verpflichtender Einkommenstransparenz brauchen wir auch eine Neubewertung gesellschaftstragender Berufe mit hohem Frauenanteil“, führt Disoski aus.

Bei einem Gender-Pay-Gap von fast 20 Prozent lässt sich nur ein verschwindend geringer Teil erklären: „14 Prozent sind auf eine reine geschlechtsbedingte Diskriminierung zurückzuführen, gegen die wir als politische Verantwortungsträger*innen Maßnahmen setzen müssen. Wir Grüne haben in der Vergangenheit auf verpflichtende Lohntransparenz für Unternehmen gepocht, wie sie in anderen europäischen Staaten längst üblich sind“, betont Disoski.

„In Dänemark sind Unternehmen mit mehr als 35 Mitarbeiter*innen seit 2007 dazu verpflichtet, Gehälter offenzulegen. Das hat den Gender-Pay-Gap drastisch reduziert und so etwas brauchen wir auch in Österreich. Die derzeitigen Regeln sind wirkungslos. Bislang hat der ÖVP-Wirtschaftsflügel Initiativen für Lohntransparenz blockiert. Diese Betonierer-Politik auf Kosten der Frauen muss endlich ein Ende haben“, sagt die Grüne Frauenvorsitzende.

Die Daten der Statistik Austria belegen außerdem den hohen Frauenanteil in gesellschaftstragenden Berufen: „Wir haben durch die Pandemie gesehen, dass Frauen bei der Virus-Bekämpfung als Träger*innen der Gesellschaft an vorderster Front stehen. Ob im Gesundheitssektor, in Pflege- und Sozialberufen, im Handel, in der Produktion oder in der Reinigung. In all diesen Branchen sind Frauen überproportional vertreten. All diese Branchen zeichnen sich durch schwere Arbeitsbedingungen und schlechte Löhne aus“, hält Disoski fest. Gewerkschaften, Unternehmen, Bund, Länder und Gemeinden sieht sie gemeinsam in der Pflicht, nachhaltige Verbesserungen für diese Berufsgruppen zu schaffen. Disoski: „‚Danke‘ sagen und Applaus sind schöne Zeichen der Wertschätzung, zahlen aber keine Miete. Frauen müssen endlich fair entlohnt werden. Dafür werden wir Grüne weiterhin kämpfen.“

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender