„kreuz und quer“ dokumentiert „Das geheime Leben der Amish“

„kreuz und quer“ dokumentiert „Das geheime Leben der Amish“

Am 19. Juli um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – David und Miriam Lapp und ihre vier Kinder sind eine Amish-Familie. Sie gehören den sogenannten „Old Order Amish“ an, einer sehr traditionsbewussten und innovationsfeindlichen Richtung innerhalb der Religionsgemeinschaft der Amish. Die Lapps leben in Lancaster County im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die ersten Amischen, die im 17. Jahrhundert vor der Verfolgung als Ketzer aus Europa geflohen waren, hatten sich hier angesiedelt und auch heute leben in Pennsylvania noch fast 60.000 Mitglieder dieser täuferisch-reformierten Kirche. „Old Order Amish“ entsprechen in ihrer Lebensführung sehr den Klischeevorstellungen, die Außenstehende von den Amish haben: Sie lehnen fast alle technischen Errungenschaften der modernen Zeit wie etwa Autos oder elektrischen Strom ab, benützen auch im heutigen Straßenverkehr immer noch Pferdefuhrwerke und kleiden sich nach überlieferten Vorschriften, die ihre Welt-Abgekehrtheit unterstreichen sollen.

Doch David und Miriam unterscheiden sich von den meisten Mitgliedern ihrer Kirche in einem entscheidenden Punkt: Sie möchten ihre christlichen Grundwerte auch Andersdenkenden nahebringen, sie fühlen sich als Jünger Jesu berufen, „in die Welt hinauszugehen und das Evangelium zu verbreiten“. Obwohl sie damit riskieren, exkommuniziert zu werden, haben sie zugestimmt, an dem BBC-Dokumentarfilm-Projekt „Das geheime Leben der Amish“ von Lynn Alleway, das „kreuz und quer“ am Dienstag, dem 19. Juli 2022, um 22.35 Uhr in ORF 2 zeigt, teilzunehmen.

Sie haben die Filmemacherin in ihr Zuhause eingeladen und mit der Kamera an vielen Aspekten ihres Lebens teilhaben lassen, die normalerweise vor der Außenwelt verborgen sind. Entstanden ist ein feinfühliges Porträt einer ganz spezifischen Amish-Familie im modernen Amerika. Einer Familie, die sich in den Werten und Traditionen ihrer Kirche verwurzelt und aufgehoben fühlt, die es aber gleichzeitig „an der Zeit“ findet – wie Miriam sagt – mit einigen Lügen aufzuräumen, die sie selbst und die Amish so lange geglaubt haben. So sind sie nicht mehr bereit, ihre exkommunizierten Freunde zu meiden, denen sie sich in vielerlei Weise verbunden fühlen. Gleichzeitig wollen sie aber auch die Gemeinde nicht vor den Kopf stoßen, denn sie fühlen sich nach wie vor als „Old Order Amish“. Sie sind sich klar darüber, dass sie mit dieser Haltung ein großes Wagnis eingegangen sind, aber sie versuchen, furchtlos zu sein und das Sendungsgebot Jesu zu befolgen.

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