Berger-Krotsch (SPÖ) ad Schulstart: „Wir brauchen JETZT bildungspolitische Maßnahmen!“

Berger-Krotsch (SPÖ) ad Schulstart: „Wir brauchen JETZT bildungspolitische Maßnahmen!“

Auf das Ende der Coronakrise zu hoffen, ist zu spät. Der Bildungsminister verschläft bildungspolitische Entscheidungen.

„Es wird höchste Zeit, dass sich der Bildungsminister wieder dringlichen bildungspolitischen Maßnahmen widmet anstatt ausschließlich über Coronamaßnahmen bzw. –lockerungen nachzudenken“, äußert die Bildungssprecherin des Wiener SPÖ Rathausklubs Nicole Berger-Krotsch ihre groben Bedenken. „Seine groß angekündigte Pressekonferenz zum Schulstart enthielt nur Corona-Ansagen.“ Auch in einem Interview mit dem Kurier vom selben Tag kündigte er an, NACH Covid eine große Bestandsaufnahme machen zu wollen, um zu sehen, wo das Schulsystem steht. „Aber: Nach der Krise ist zu spät! Wir brauchen JETZT bildungspolitische Entscheidungen für unser Schulsystem!“, urgiert die Bildungssprecherin. Niemand spricht dem Thema seine Relevanz ab, so Berger-Krotsch weiter, gerade in Wien nehmen wir den Schutz der Bevölkerung und gerade unserer Kinder sehr ernst. Aber dieses Thema sei nun mal nicht das einzige, das unter den Nägeln brennt. „Allein, wenn man in diesem Interview zusammenzählt, wie oft Minister Polaschek ‚intensiv nachdenkt‘ oder ‚gerade evaluiert‘, wenn er auf aktuelle Probleme wie Lehrer:innenmangel, Teuerung und Co. angesprochen wird, ist das bezeichnend“, so die Gemeinderätin.

Dabei gibt es dringenden Handlungsbedarf. Was alle Bundesländer gleichermaßen beschäftigt ist der akute Lehrer:innenmangel. „Hier braucht es dringend treffsichere Ausbildungsmaßnahmen sowie eine Imagekampagne, um mehr Menschen für den Lehrer:innenberuf zu begeistern“, regt die Bildungssprecherin an. Es wurde zwar eine Novelle zum Lehrerdienstrecht verabschiedet, mit der es Quereinsteiger:innen in den Beruf leichter gemacht werden soll, das wird aber nicht reichen. „Die Initiative ist gut, allerdings geht es hier nur um die Mittelschule und den AHS-Bereich. Wo wir allerdings ganz akuten Personalbedarf haben, ist der Volksschulbereich. Hier ist Feuer am Dach.“ Eine Anregung der SP-Bildungssprecherin wäre eine Flexibilisierung quer über das gesamte pädagogische Berufsfeld. „Es braucht die Möglichkeit innerhalb des pädagogischen Berufsfeldes wechseln oder sich zu einer Volksschullehrkraft umzuschulen zu können. Mehr Durchlässigkeit im System ist von Nöten“, so Berger-Krotsch.

„Was wir in diesem Zusammenhang sofort beenden müssen, ist der Bundesländerwettkampf“, betont Berger-Krotsch. „Uns gegenseitig Lehrpersonal wegnehmen zu wollen, ist sinnlos. Auch wenn der Bund sagt, Wien könne ja mehr Lehrer:innen einstellen, bringt das nichts, wenn es nicht mehr Lehrer:innen gibt. Nur weil viele Menschen an einem Leiberl ziehen, wird das Leiberl nicht größer“, bringt es Berger-Krotsch auf den Punkt. Eine weitere bedeutsame Aufgabe liegt in der Integration der geflüchteten Kinder aus der Ukraine. „Ich gehe davon aus, dass alles vorbereitet wurde, um diese Kinder ab Herbst bestmöglich zu unterstützen, gerade sie brauchen die beste Bildung und die besten Rahmenbedingungen“, betont die Bildungssprecherin.
 „Was wir von Seiten der Stadt Wien tun können, um die Rahmenbedingungen für Lehrer:innen zu verbessern, tun wir. Damit sich Lehrkräfte und Direktor:innen mehr ihren Kernaufgaben widmen können, wurden die Wiener Pflichtschulen z.B.  mit administrativen Unterstützungskräften ausgestattet. Eine absolute Win-Win-Situation, da die administrativen Unterstützungskräfte zum Teil aus AMS-Programmen kommen. Jetzt ist der Bund am Zug“, schließt die Gemeinderätin.  

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