Wenn die Politik zögert, müssen wir handeln

Wenn die Politik zögert, müssen wir handeln

Wegfall der MwSt. auf Periodenprodukte durch 10 % Sofortrabatt bei Denns BioMärkten

WEGFALL DER MWST. AUF PERIODENPRODUKTE BEI DENNS BIOMARKT ÖSTERREICH

_Denns BioMarkt reduziert als erste LEH-Kette in Österreich ab 17. Oktober bis einschließlich 31. Dezember 2022 alle Damenhygieneartikel um 10 Prozent. 2021 wurde in Österreich die Mehrwertsteuer auf Periodenartikel von 20 auf 10 Prozent gesenkt. Mit der erneuten Preissenkung in Eigeninitiative möchte der Bio-Supermarkt ein Zeichen setzen und Frauen in einem Bereich finanziell entlasten, in dem für sie unvermeidbare Kosten entstehen._

PERIOD POVERTY, IGNORIEREN HILFT NICHT

Die weibliche Periode ist in unserer Gesellschaft nach wie vor ein Tabuthema. Dabei gehört diese Jahrzehnte lang zum Alltag der meisten Frauen. Hand in Hand mit der Monatsblutung gehen zwingende Ausgaben für Damenhygieneartikel. Statistisch betrachtet benötigt eine Frau im Laufe ihres Lebens für durchschnittlich 500 Zyklen in etwa 10.000 bis 17.000 Tampons beziehungsweise Binden. Diese Produktgruppe war noch bis vor nicht allzu langer Zeit in Österreich mit 20 Prozent besteuert, gleichgesetzt mit Champagner, Kaviar und anderen Luxusartikeln. Mittlerweile ist der Steuersatz in Österreich auf zehn Prozent gesenkt worden. Jedoch leben hierzulande rund 14 Prozent der Frauen unter der Armutsgrenze. Damit verbunden ist auch manchmal die sogenannte „Period Poverty“ – das Phänomen, dass Periodenprodukte zu einer großen finanziellen Belastung werden bzw. nicht mehr leistbar sind. Gerade in einer Inflationswelle wie der aktuellen sind davon jedoch nicht nur in Armut lebende Frauen betroffen. Selbst viele Frauen aus der Mittelschicht haben durch die aktuelle Preisentwicklung zum ersten Mal Schwierigkeiten, die Kosten des alltäglichen Lebens zu stemmen und sich Monatshygieneprodukte leisten zu können. Das Phänomen „Period Poverty“ ist nicht erst seit 2022 ein Problem für Frauen. „Mit diesem Vorstoß wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und Frauen unterstützen“, sagt Mareike Nossol, Geschäftsführerin.

EIN ZEICHEN IN DER INFLATION: FINANZIELLE ERLEICHTERUNG FÜR FRAUEN

Daher setzt Denns BioMarkt ein Zeichen und reduziert ab 17. Oktober die aktuellen Endverbraucherpreise aller Menstruationsartikel um echte 10 Prozent.

„Wir bei Denns BioMarkt Österreich nehmen in einer Branche, in der Frauen in den Führungsetagen noch immer deutlich unterrepräsentiert sind, eine Sonderstellung ein. Nicht nur in den Märkten arbeiten Tag für Tag viele starke Frauen, auch 70 Prozent unserer Führungskräfte sind weiblich. Durch flexible Arbeitsmodelle und eine Gleichstellung in der Bezahlstruktur stellen wir als Unternehmen den Menschen in den Mittelpunkt – unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder körperlicher Disposition“, sagt Unternehmenssprecherin Brigitte Nagy. Und weiters führt Marketingleiter Lukas Niedoba aus: „Uns ist es darüber hinaus ein Anliegen, Frauen in einer schwierigen Zeit in einem weiteren Bereich zu unterstützen, in dem sie eine finanzielle Benachteiligung erfahren.“ 

DIE REALITÄT IN ÖSTERREICH: MEHR ALS ZWEI MONATE GRATIS ARBEIT

Die finanzielle Benachteiligung von Frauen erzeugt bis heute in unserer Gesellschaft ein massives Ungleichgewicht: So verdienen in Vollzeit arbeitende Frauen im Schnitt nach wie vor rund 12,7 Prozent weniger als Männer. Der Equal Pay Day, der 2021 in Österreich auf den 25. Oktober gefallen ist, verdeutlicht, dass Frauen ab diesem Tag statistisch gesehen bis zum Jahresende gratis arbeiten. Noch größer ist die Gehaltsschere, wenn man die gesamte Bevölkerung in die Berechnung mit einbezieht. Kindererziehungszeiten, nicht zur Pensionszeit anrechenbare Betreuungsarbeit und andere unbezahlte systemrelevante Tätigkeiten sind weitere Faktoren, die dafür sorgen, dass Frauen im Vergleich zu Männern rund 40 Prozent weniger Pension erhalten und drei Mal so oft von Altersarmut betroffen sind.

LUXUS ODER GRUNDRECHT: EIN BLICK AUF DIE AKTUELLE LAGE

Um Frauen zu entlasten, hat das österreichische Parlament 2021 die sogenannte „Periodensteuer“ von 20 auf 10 Prozent reduziert. Damit liegt Österreich jedoch lediglich im europäischen Durchschnitt. In anderen Ländern wurde die Steuer inzwischen vollständig aufgehoben, Schottland hat 2022 den kostenlosen Zugang zu Damenhygieneprodukten ermöglicht.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Lukas Niedoba, MAS
presse@denns.at

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