Kinderliga Umfrage: Immer mehr Organisationen im Kinder- und Jugendbereich sehen Notwendigkeit für interne Kinderschutzkonzepte

Kinderliga Umfrage: Immer mehr Organisationen im Kinder- und Jugendbereich sehen Notwendigkeit für interne Kinderschutzkonzepte

Immer mehr Organisationen implementieren Kinderschutzrichtlinien. Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit bietet dafür konkrete Unterstützung.

Eine aktuelle Umfrage der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) zeigt: Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Schutzkonzepten steigt in den Mitgliedsorganisationen der Kinderliga in den letzten Jahren kontinuierlich an. Immer mehr Organisationen implementieren, an die eigene Organisation angepasste, Kinderschutzrichtlinien. Die Kinderliga bietet dafür auch konkrete Maßnahmen für ihre Mitgliedsorganisationen. So können Kinderliga-Mitgliedsorganisationen u.a. im Rahmen von Workshops und Einzelberatungen Wissen und Materialien zur Implementierung von passgenauen Kinderschutzmaßnahmen in der eigenen Organisation erwerben.

UMFRAGE ZEIGT: BEWUSSTSEIN FÜR KINDERSCHUTZKONZEPTE STEIGT

Begleitet werden die Angebote der Kinderliga mit regelmäßigen online Umfragen unter den Mitgliedsorganisationen. Seit 2017 zeigen die Umfrageergebnisse einen stark ansteigenden Trend zu mehr Bewusstsein in Bezug auf die eigene organisationsinterne Verantwortung rund um Kinderschutz und die zunehmende Bereitschaft zu konkreten Umsetzungsschritten in der Implementierung von Kinderschutzkonzepten. So gaben 2017 noch 45 von 55 Organisationen an über kein eigenes Schutzkonzept zu verfügen, nur 10 Organisationen beantworteten die Frage positiv. 2022 dagegen gaben von 44 Organisationen schon 24 Mitgliedsorganisationen ein eigenes Kinderschutzkonzept an, 14 befinden sich in der Entwicklung eines Schutzkonzeptes und lediglich 6 Organisationen können kein dezidiertes Kinderschutzkonzept vorweisen. Der Großteil gab auf die Frage, seit wann ein Schutzkonzept bestehe, die Jahre 2020, 2021 und 2022 an.

HÜRDEN UND CHANCEN IN DER IMPLEMENTIERUNG DER PASSGENAUEN SCHUTZKONZEPTE

Herausforderungen sehen die Organisationen in knappen Zeit- oder Personalressourcen, in der Schwierigkeit, die relevanten Personen für die Erarbeitung einzubinden und zu koordinieren sowie unterschiedliche Arbeitsgegebenheiten (Einzel- oder Gruppenarbeit, junge Kinder oder Jugendliche, u.v.m….) zu berücksichtigen. Gleichzeitig betreffen die Schutzkonzepte angefangen von der Auswahl und Schulungen von Mitarbeiter:innen, über räumliche Anforderungen und pädagogische Konzepte auch den Außenauftritt der Einrichtungen wie Werbung, Newsletter-Formulierungen, Umgang mit Medien und Berichterstattung.  Die Mitgliedsorganisationen der Kinderliga können der Auseinandersetzung mit Schutzkonzepten trotz des hohen Aufwands viel Positives abgewinnen. Genannt wurden:

* Verstärkte Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung in Bezug auf sichere Räume für Kinder und Jugendliche
* klare Rahmenbedingungen für die eigene Arbeit und mehr Handlungssicherheit sowie
* Sicherheit für die eigene Organisation
* der Prozess der Erarbeitung förderte die Motivation der Mitarbeitenden
* die Schutzkonzepte werden als Hilfe bei Verdachtsfällen und

* als Qualitätsmerkmal der Organisation nach außen erlebt.  

Verena Bittner-Call
+43 650 7101373
presse@kinderjugendgesundheit.at

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