ARGE Kulturelle Vielfalt: Für eine gerechte, inklusive und antidiskriminatorische Kulturpolitik
ARGE Kulturelle Vielfalt: Für eine gerechte, inklusive und antidiskriminatorische Kulturpolitik
Schlusskommuniqué zur UNESCO-Konvention über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen veröffentlicht.
Bereits zum zwölften Mal veröffentlichen die Mitglieder der ARGE Kulturelle Vielfalt der Österreichischen UNESCO-Kommission eine Stellungnahme mit kulturpolitischem Gewicht. Die Empfehlungen sind richtungsweisend für kulturpolitisches Handeln und zeigen, wie faire Bedingungen für alle im Kunst- und Kultursektor geschaffen werden können und Partizipation mehr als ein Buzzword sein kann.
Ausgewählte Empfehlungen:
* Unterschiedliche Beschäftigungsformen, Projektabhängigkeit, mangelnde Planungssicherheit sind typisch für Erwerbsrealitäten in Kunst und Kultur. Gute soziale und ökonomische Absicherungen müssen diesen prekären Realitäten entgegenwirken. KULTUR IST ARBEIT – RAUS AUS DER ARMUT!
* Der Kunst- und Kultursektor ist keine Ausnahme: DISKRIMINIERUNG UND MACHTMISSBRAUCH SIND STRUKTURELLE PROBLEME. PUNKTUELLE „DIVERSITY“-PROJEKTE SIND NICHT DIE LÖSUNG. Eine langfristige Stärkung von diversitätssensiblen Transformationsprozessen ist unabdingbar und braucht öffentliche Gelder, einen breiten Diskurs und die richtigen Rahmenbedingungen.
* In Not- und Krisensituationen zeigt sich, dass die Beteiligung der Zivilgesellschaft für nachhaltige, praxisrelevante kulturpolitische Maßnahmen unabdingbar ist. BETEILIGUNG DARF WEDER SELBSTZWECK NOCH PR-MASSNAHME SEIN.
Claudia Isep, Kontaktstelle Kulturelle Vielfalt, Österr. UNESCO-Kommission
isep@unesco.at, +43 1 256 13 01
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender