EVN-Hauptversammlung: GLOBAL 2000 fordert klaren Klimakurs statt Greenwashing
EVN-Hauptversammlung: GLOBAL 2000 fordert klaren Klimakurs statt Greenwashing
Ausstiegsfahrplan aus Gas und Ende der politischen Blockadehaltung durch EVN gefordert
Anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung der EVN fordert GLOBAL 2000 die Unternehmensspitze zum Handeln auf: „EVN Vorstandsdirektor Stefan Szyszkowitz soll auf einen klaren Klimakurs umschwenken und die Energiewende im Wärmebereich nicht länger behindern. Bei der UMRÜSTUNG VON GASHEIZUNGEN AUF KLIMAFREUNDLICHE WÄRMESYSTEME STELLT SICH DIE EVN BISHER QUER und hat noch keinen Ausstiegsfahrplan veröffentlicht. Das gilt es nun rasch nachzuholen. Solange sich die EVN gegen die Umrüstung von Gasheizungen auf klimafreundliche Heizgeräte stemmt, bleibt die aktuelle Klimaschutzkampagne ‚Wir fürs Klima‘ reines Greenwashing,“ so JOHANNES WAHLMÜLLER, KLIMA- UND ENERGIESPRECHER VON GLOBAL 2000.
Kritik übt die Umweltorganisation GLOBAL 2000 insbesondere daran, dass sich die EVN in den Verhandlungen zum Erneuerbaren Wärmegesetz weiterhin gegen den Austausch von Gasheizungen stellt. Zuletzt wurden unrealistische Zahlen für den Ausbau von grünem Gas in Umlauf gebracht, die den Eindruck erwecken sollen, dass Abwarten eine Option wäre. Während Österreich zuletzt einen Gasverbrauch von knapp 90 TWh hatte, gibt es jedoch nur ein nachhaltiges Biogaspotenzial in ganz Österreich von 10 TWh*, das wäre ein Anteil von 11 %. Diese knappen Potenziale werden in der Industrie viel dringender gebraucht, als zum Heizen von Gebäuden, wo es genügend andere Optionen gibt.
NOTWENDIGE SCHRITTE FÜR UMSTIEG AUF ERNEUERBARE WÄRME
Damit der Ausstieg aus Gas geschafft werden kann, braucht es also vor allem eine Reduktion des Gasverbrauchs. Das kann am einfachsten gelingen, wenn Gasheizungen gegen klimafreundliche Heizgeräte, wie Wärmepumpen oder Fernwärme getauscht werden. Die ablehnende Haltung der EVN, gegenüber der Umrüstung von fossilen Heizungen steht auch in klarem Widerspruch zu den selbst gesteckten Zielen des Konzerns, die CO2-Emissionen aus dem Absatz von Erdgas an Endkunden bis 2030 um 37,5 % zu reduzieren.
In einigen Bereichen sieht GLOBAL 2000 Fortschritte bei der EVN, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet, wenn es etwa um den Ausbau der Windenergie in Niederösterreich geht. Es braucht aber mehr, als einzelne Lichtblicke: „KLIMASCHUTZ UND ENERGIEWENDE ERNST NEHMEN, heißt nicht einfach nur neue Geschäftsfelder zu erschließen, sondern auch, sich vom Geschäft mit dreckigen fossilen Energieformen zu verabschieden. Diese Entscheidung hat die EVN noch nicht getroffen und das ist dringend nachzuholen. Die aktuelle Klimakampagne ‚Wir fürs Klima’ sollte dazu führen, dass man auch an der Konzernspitze umfassend umdenkt und nicht nur einen grünen Anschein erweckt. Wir rufen auch den neu bestellten Aufsichtsrat auf, genau auf die Klimapolitik des Konzerns zu achten,“ so Johannes Wahlmüller abschließend.
*Quelle: Österreichische Energieagentur (2021): Erneuerbares Gas in Österreich 2040
Josefine Hüttisch, Pressesprecherin GLOBAL 2000, 0699 14 2000 52, josefine.huettisch@global2000.at
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher GLOBAL 2000, 0699 14 2000 41, johannes.wahlmüller@global2000.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender