Kickl will Vertretung der Arbeitnehmer schwächen!
Kickl will Vertretung der Arbeitnehmer schwächen!
Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Die AK bietet Sicherheit für die ‚kleinen Leute‘ und darf nicht als Exerzierfeld für rechte Ideologien missbraucht werden.“
Wien (OTS) – Die FPÖ bringt heute in der Sondersitzung des Nationalrates einen Antrag auf Abschaffung einer verpflichtenden Mitgliedschaft in der Arbeiterkammer ein. Die scheinheiligen Begründungen der Antragsteller unter der Führung von Herbert Kickl sind: Ein angeblich verschwenderischer Umgang mit den AK-Mitgliedsbeiträgen und die vermeintlich zu hohen Traumgehälter der Funktionäre. Die Behauptung ist freilich nicht mehr als ein übler Wahlkampfgag.
Vertretung zerstören
Gewerkschafter Fritz Pöltl,FCG-ÖAAB-Fraktionsvorsitzender in der AK Wien: „Kickl will in Wahrheit nur die Vertretung zerstören, welche für die ‚kleinen Leute‘, die Arbeiterinnen und Arbeiter, die Angestellten und die finanziell Schwachen in unserer Gesellschaft wertvolle Arbeit leisten.“
0,5 % Umlage
Tatsächlich beträgt die AK-Umlage für die Arbeitnehmer 0,5 Prozent der Beitragsgrundlage für die Krankenversicherung. Der Höchstbeitrag beträgt rund 16 Euro. Der durchschnittliche Beitrag, den die 4 Millionen Arbeitnehmer zu leisten haben, liegt bei 8 Euro pro Monat, wobei 1 Million überhaupt keine Beiträge zu bezahlen haben. Nämlich alle geringfügig Beschäftigten, Mitarbeiter in Karenz, Lehrlinge oder Arbeitslose, etc. Sie alle zahlen keinen Cent, werden aber dennoch solidarisch vertreten. Aus den AK- Beiträgen werden alle Leistungen finanziert. So zum Beispiel Rechtsschutz, Unterstützung bei Insolvenzen, der Konsumentenschutz allgemein sowie die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmer bei Streitfällen mit dem Arbeitgeber und vieles mehr. Für jeden Euro der in der AK als Beitrag eingeht, holen die Experten der Arbeiterkammer weit mehr als einen Euro an geldwerten Leistungen direkt für die Mitglieder heraus. Das sind jährlich mehr als 500 Mio. Euro, wenn etwa Überstunden nicht ausbezahlt wurden, ungerechtfertigte Entlassungen vorliegen oder die Mitarbeiter bei der Sozialversicherung nicht korrekt oder gar nicht angemeldet waren.
Beispielgebend
Fritz Pöltl: „ Was die hohen Funktionärsgagen betrifft, so könnten die Freiheitlichen Arbeitnehmer im AK-Parlament in Wien ja den Kickl-Vorschlag aufnehmen und ihre 16 Sitze sofort räumen. Sie könnten sich damit als AK-Fraktion abschaffen, bevor sie bei der nächsten Wahl im Jahr 2024 von den 4 Millionen AK-Mitgliedern wegen Erfolglosigkeit abgewählt werden.“
Fraktion christlicher Gewerkschafter Wien
KR Friedrich Pöltl
FCG-Landesgeschäftsführer
Tel.: 01/5344479481
Johann Böhm Platz 1
1020 Wien
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