ÖGB-Reischl: „Arbeitssuchende Menschen brauchen beste Chancen und Unterstützung“

ÖGB-Reischl: „Arbeitssuchende Menschen brauchen beste Chancen und Unterstützung“

Arbeitslosenzahlen steigen wieder – Betroffene brauchen ausreichend Beratung und Betreuung

Heute veröffentlichte Zahlen zeigen, dass die Arbeitslosigkeit in Österreich wieder nach oben geht. „Ein klares Signal, dass die Regierung in Sachen Arbeitsmarktpolitik endlich einen Zahn zulegen muss. Damit arbeitssuchende Menschen beste Chancen auf einen neuen Job haben, braucht es auch konkrete Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen“, so die ÖGB-Bundesgeschäftsführerin Ingrid Reischl. Dazu brauche es aber auch ausreichend und gut geschultes AMS-Personal.

Viele von den aktuell knapp 321.000 Arbeitslosen werden es heuer nicht mehr schaffen, einen Job zu bekommen, die wirtschaftliche Lage ist vor allem für den Herbst und Winter nicht rosig. Diese Betroffenen brauchen daher eine ausreichende Beratung und Betreuung.

Das sei nicht immer leicht, da angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit das AMS immer mehr Aufgaben bekomme, betont Reischl: „Die Beratungszeiten sind oft viel zu kurz, um die Vermittlung zu verbessern, Qualifizierungspotenzial zu erkennen und gemeinsam mit den Kund:innen das richtige Angebot auszuwählen.“ Eigentlich müssten dafür 60 Minuten pro Monat zur Verfügung stehen, „davon sind wir derzeit aber weit davon entfernt“, sagt die Gewerkschafterin. In manchen Geschäftsstellen seien es nicht einmal 10 Minuten.

„Um die Vermittlung von Arbeitslosen zu verbessern und die Beschäftigten des AMS zu entlasten, muss in einem ersten Schritt der derzeitige Personalabbau gestoppt und perspektivisch das Personal aufgestockt werden“, fordert Reischl. 

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