Anlässlich Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Studie belegt Zusammenhang zwischen Herpes-Viren und Alzheimer-Risiko
Anlässlich Welt-Alzheimer-Tag am 21. September: Studie belegt Zusammenhang zwischen Herpes-Viren und Alzheimer-Risiko
* NEUE FORSCHUNGSERGEBNISSE DEUTEN DARAUF HIN, DASS HERPES-VIREN ALZHEIMER BEGÜNSTIGEN KÖNNEN
* IM FOKUS STEHT HERPES SIMPLEX-VIRUS TYP 1, ABER AUCH VARIZELLA-ZOSTER-VIRUS KÖNNTE WICHTIGE ROLLE SPIELEN
* ÜBER 99 % DER ERWACHSENEN ÜBER 50 TRAGEN DAS VARIZELLA-ZOSTER-VIRUS IN SICH
Ein kürzlich veröffentlichter Forschungsbericht aus den USA und Großbritannien deutet darauf hin, dass Herpes-Viren eine Alzheimer-Erkrankung begünstigen können. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung des Oxford Institute of Population Ageing, der University of Manchester und der Tufts University in Massachusetts (USA). Bereits vor 30 Jahren fanden Forscher*innen das Herpes simplex-Virus Typ 1 in Gehirnzellen vieler älterer Menschen. Wird dieses reaktiviert – zum Beispiel durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV), das für Windpocken bzw. Gürtelrose verantwortlich ist – können Prozesse, die schließlich zu Alzheimer führen, in Gang gesetzt werden. Durch das aktive Herpes simplex-Virus Typ 1 können sich bei Patient*innen mit einer entsprechenden Prädisposition im Gehirn Proteine ansammeln, die mit Alzheimer in Zusammenhang stehen.
Der Humanmediziner und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin Dr. med. Michael A. Überall sieht die Studie als wichtige Arbeit in der Alzheimer-Forschung: „Die Ergebnisse dieser experimentellen Studie erweitern unsere Sicht auf die Entstehung einer Alzheimer-Erkrankung um eine bislang eher vernachlässigte, aber absolut mögliche neue Ursache – chronische Viruserkrankungen.“ Umso wichtiger ist es deshalb, Herpes-Erkrankungen im Blick zu haben. Über 99 Prozent aller Erwachsenen über 50 tragen das Varizella-Zoster-Virus in sich und circa 50 Prozent das Herpes simplex-Virus Typ 1. Dieser „Trägerstatus“ war für die meisten Betroffenen lange Zeit eher unbedeutend. Mit durchschnittlich zunehmendem Lebensalter und dem steigenden Anteil älterer Personen an der Gesamtbevölkerung spielt aber die altersbedingte Reaktivierung dieser Viren und die Bildung der Proteine, die für die Alzheimer-Erkrankung mitverantwortlich sind, eine größere Rolle. „Auch wenn wir noch nicht wirklich wissen, auf welchem Weg die genannten Eiweißkörper die Funktion der Nervenzellen beeinträchtigen, so ist zumindest klar, dass das Ausmaß von Bildung und Ablagerung von der Anzahl und der Schwere der VZV-Reaktivierungen abhängt und mit der Schwere der Alzheimer-Erkrankung in einem engen Zusammenhang steht“, so Überall.
„Sollte sich dieser Zusammenhang auch in klinischen Studien bestätigen, dann könnte sich über das VZV eine Möglichkeit ergeben, den Weg der Entstehung einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugend zu beeinflussen bzw. ihn vielleicht sogar weitgehend zu verhindern, nämlich durch eine Impfung mit dem Lebendimpfstoff im Kindesalter zur Vermeidung der Erstinfektion mit VZV und mit Impfung Erwachsener mit dem Totimpfstoff zur Stärkung des Immunsystems und Verhinderung der Reaktivierung bereits im Körper befindlicher VZV.“
REAKTIVIERUNG DES VZV AUCH UNABHÄNGIG VON ALZHEIMER GEFÄHRLICH
Gürtelrose wird von vielen unterschätzt, dabei kann sie fast jede*n treffen – egal, wie gesund man sich fühlt. Betroffene leiden oft lange unter den Schmerzen. Patient*innen ordnen die Schmerzen auf einer Skala stärker ein als etwa Geburtswehen oder die Schmerzen nach einer Operation. Sie haben dementsprechend negative Auswirkungen auf den Schlaf, die Lebensfreude, die Stimmung, die Arbeitsfähigkeit oder die sozialen Beziehungen mit anderen Menschen.
Gürtelrose kann außerdem mit schwerwiegenden Komplikationen einhergehen. Die häufigste und bekannteste Komplikation ist ein Nervenschmerz in der vormals betroffenen Hautregion – auch Post-Zoster-Neuralgie (PZN), Postherpetische Neuralgie oder Postzosterschmerz genannt. Sie tritt immerhin bei bis zu 30 % der Patient*innen auf und gilt als eines der stärksten Schmerzerlebnisse in der Humanmedizin.
SCHUTZ VOR GÜRTELROSE MÖGLICH
„Die entscheidende Maßnahme, der Reaktivierung dieser Viren und der Entstehung einer Gürtelrose vorzubeugen, ist die Stärkung des Immunsystems durch eine Impfung mit einem Totimpfstoff“, betont Schmerzmediziner Überall. Die Impfung gegen Gürtelrose ist im österreichischen Impfplan für alle Erwachsenen ab 50 Jahren und für Personen mit besonders hohem Risiko für Gürtelrose bereits ab 18 Jahren empfohlen.
Mehr Informationen unter www.guertelrose-info.at.
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Mag. Barbara Masser-Mayerl
Corporate Communications Lead, Dep. Corporate Affairs
+43 1 970 75/518
barbara.b.masser-mayerl@gsk.com
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