Statue der Justitia als Mahnmal: fehlende Gesetze verhindern Gerechtigkeit

Statue der Justitia als Mahnmal: fehlende Gesetze verhindern Gerechtigkeit

EU-Lieferkettengesetz muss Konzerne zu Achtung von Natur und Menschenrechten in ihren gesamten Wertschöpfungsketten verpflichten

Eine 10 Meter hohe Statue der Justitia, der römischen Göttin des Rechtswesens und der Gerechtigkeit, in die Knie gezwungen von einem Messer in ihrem Rücken, steht heute am Platz der Menschenrechte am Ende der Mariahilfer Straße. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, als Teil der EU-weiten Kampagne Justice is Everybody’s Business, möchte damit auf die Ungerechtigkeiten von globalen Wertschöpfungsketten hinweisen. “WÄHREND SICH KONZERNE HIER IN ÖSTERREICH UND EUROPA AN GESETZE HALTEN MÜSSEN, DIE KLIMA, MENSCH UND UMWELT SCHÜTZEN, RICHTEN DIESELBEN KONZERNE IN ANDEREN TEILEN DER ERDE MASSIVE SCHÄDEN AN”, SO ANNA LEITNER, EXPERTIN FÜR RESSOURCEN UND LIEFERKETTEN BEI GLOBAL 2000. “WIR BRAUCHEN EIN EU-WEITES LIEFERKETTENGESETZ, DAS EUROPÄISCHE KONZERNE UND ALLE, DIE HIER GEWINNE ERWIRTSCHAFTEN, ENDLICH DAZU VERPFLICHTET, IHRE WERTSCHÖPFUNGSKETTEN AUF VERLETZUNGEN VON MENSCHENRECHTEN UND SCHÄDEN AN KLIMA UND NATUR ZU ÜBERPRÜFEN UND DIESE RISIKEN ZU MINIMIEREN.”

Mit der Aktion auf der Mariahilfer Straße, einer belebten Einkaufsstraße, möchte die Organisation auf die Folgen des Überkonsums und der Überproduktion hinweisen. Denn während Fast Fashion und Fast Furniture hier kurzfristige Profite machen, tragen Menschen und Umwelt, vor allem im Globalen Süden, die langfristigen Kosten dafür. “WIR ERLAUBEN KONZERNEN IN ANDEREN LÄNDERN FLÜSSE ZU VERGIFTEN, HOHE EMISSIONEN ZU VERURSACHEN UND MENSCHENRECHTE MIT FÜSSEN ZU TRETEN. WIR DÜRFEN NICHT LÄNGER AKZEPTIEREN, DASS KONZERNE IN ANDEREN LÄNDERN DINGE TUN, DIE HIER LÄNGST VERBOTEN SIND”, FORDERT LEITNER. “Das EU-Lieferkettengesetz bietet hier eine einmalige Chance für globale Gerechtigkeit und eine Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen.”

Das EU-Lieferkettengesetz soll Konzerne nicht nur dazu verpflichten, ihre Wertschöpfungsketten an Umweltstandards und Menschenrechten auszurichten, es soll vor allem auch den Weg zu mehr Gerechtigkeit für Betroffene ebnen. Heute ist es oft so, dass nationale Gerichte in betroffenen Staaten keine Möglichkeiten haben, um gegen internationale Konzerne vorzugehen. Gleichzeitig sind europäische Gerichte meist nicht für Schäden, die in Drittstaaten passiert sind, zuständig. “Genau diesen Missstand muss das EU-Lieferkettengesetz beheben”, fordert Leitner. “Betroffene von Klima- und Umweltschäden, die durch europäische Konzerne verursacht wurden, müssen diese auch vor europäischen Gerichten einklagen können. ES IST ZEIT, DASS DIE POLITIK AUFWACHT UND DAS MESSER AUS DEM RÜCKEN DER JUSTITIA ZIEHT! WIR FORDERN DIE ÖSTERREICHISCHEN MINISTER:INNEN KOCHER UND ZADIĆ DAZU AUF, DIE SICHERUNG UNSERER LEBENSGRUNDLAGEN VOR DIE VERZÖGERUNGSVERSUCHE DER INDUSTRIELOBBYS ZU STELLEN. SETZEN SIE SICH IM LAUFENDEN TRILOGSPROZESS FÜR EIN STARKES LIEFERKETTENGESETZ MIT KLIMAVERPFLICHTUNGEN FÜR KONZERNE EIN! EINE KLIMAGERECHTERE ZUKUNFT LIEGT IN IHREN HÄNDEN!”
Die Justitia-Statue steht heute bis mindestens 14 Uhr am Platz der Menschenrechte.

Hannah Keller, MA, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, +43 699 14 2000 64, hannah.keller@global2000.at
Anna Leitner, GLOBAL 2000 Ressourcensprecherin, +43 699 14 2000 22, anna.leitner@global2000.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender