Gesundheitsreform – SPÖ-Kucher: „Nach schwarz-blauer Abrissbirne braucht es viel mehr, um Gesundheitssystem zu retten!“
Gesundheitsreform – SPÖ-Kucher: „Nach schwarz-blauer Abrissbirne braucht es viel mehr, um Gesundheitssystem zu retten!“
SPÖ erkennt in Bund-Länder-Paket Schritte in die richtige Richtung, wobei Schritte viel zu klein sind – Gesundheitssystem steht vor einem Kipppunkt
Wien (OTS/SK) – SPÖ-Klubobmann und Gesundheitssprecher Philip Kucher spricht aus, was die allermeisten Menschen in Österreich längst schon spüren: „Österreichs Gesundheitssystem wird schlechter. Alle spüren das. Ärzt:innen fehlen, Pfleger:innen fehlen, Operationen werden verschoben, Wartezeiten auf Termine werden länger, während die Zeit der Ärzt:innen für ihre Patient:innen immer kürzer wird. Außer, man zahlt privat. Wir stehen an einem Kipppunkt und müssen sofort handeln, wenn wir unser Gesundheitssystem noch retten wollen.“ Verantwortlich dafür ist im Besonderen eine Periode der schwarz-blauen Abrissbirne, in der die Krankenkassen zerschlagen wurden, das Gesundheitssystem ausgehungert wurde, ständig von zu vielen Spitalsbetten philosophiert wurde und keine einzige strukturelle Maßnahme, die unsere Gesundheitsversorgung für die Zukunft gerüstet hätte, gesetzt wurde. Im Ergebnis, führt der SPÖ-Klubobmann aus: „Kracht es dort an allen Ecken und Enden.“ ****
Es sei daher anzuerkennen, dass die nunmehr vorliegende Einigung auf eine Gesundheitsreform „durchaus Schritte in die richtige Richtung“ setze, wenngleich, „die Schritte allesamt viel zu klein sind“, so Kucher. Und weiter: „Nach der Periode dieser schwarz-blauen Abrissbirne braucht es leider viel, viel mehr!“
Aus Sicht der SPÖ wird es viel weitreichendere Maßnahmen brauchen. Man müsse den Patient:innen endlich die versprochenen Patientenmilliarde zukommen lassen. Gleich gute Leistungen für alle müsse das Ziel sein und dafür werde es auch einen österreichweiten Gesamtvertrag für Ärzt:innen brauchen. Um mittelfristig keinen Ärztemangel mehr zu haben, wird man die Medizinstudienplätze verdoppeln müssen und dabei jene bevorzugen, die bereit sind, dem österreichischen öffentlichen Gesundheitssystem zur Verfügung zu stehen. Auch an einer echten Pflegeoffensive werde kein Weg vorbeiführen. (Schluss) lk/ls
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