Verpflichtung statt Freiwilligkeit: Schweinefleisch-Check zeigt Handlungsbedarf bei Kennzeichnung

Verpflichtung statt Freiwilligkeit: Schweinefleisch-Check zeigt Handlungsbedarf bei Kennzeichnung

Statt undemokratische Geheimgespräche mit Konzernen zu führen, die Profite über Tierwohl stellen, sollte Bundesregierung verpflichtende Kennzeichnung nach Herkunft & Haltung einführen

Der neue Schweinefleisch-Check von Greenpeace zeigt, dass die Freiwilligkeit bei der Transparenz von Lebensmitteln nicht funktioniert. Statt auf Geheimgespräche mit Handelskonzernen hinter verschlossenen Türen zu setzen, die undemokratisch und zudem nachweislich nicht zielführend sind, sollte die Bundesregierung jetzt endlich die verpflichtende Kennzeichnung nach Herkunft & Haltung einführen. 

Nach wie vor erfahren Konsumenten weder in Gastronomiebetrieben noch in Supermärkten, woher die tierischen Lebensmittel wirklich stammen. Vor allem bei verarbeiteten Produkten, also etwa Wurst oder Fertigerzeugnissen, gibt es in den Handelsgeschäften überhaupt keine Information darüber, woher das Fleisch stammt und wie die Tiere gelebt haben. Auch Gentechnik, Glyphosat und Regenwald-Rodung landen so versteckt auf den Tellern. 

KERNFORDERUNG DES TIERSCHUTZVOLKSBEGEHRENS UMSETZEN 

Die Initiative oekoreich, Nachfolgerin des mit über 416.000 Unterschriften erfolgreichen Tierschutzvolksbegehrens, das Transparenz bei Lebensmitteln als Kernforderung hatte, fordert die Bundesregierung zum Handeln auf: „_Die Konzerne führen die Menschen an der Nase herum. Statt auf intransparente Verhandlungen zu setzen, sollte die Regierung offensiv für Transparenz sorgen_“, so oekoreich-Sprecher Sebastian Bohrn Mena. 

Die Herkunft der tierischen Produkte zu kennen sei der Schlüssel für bewussten Konsum und damit für mehr Tierwohl und mehr Umweltschutz, so oekoreich. Solange Menschen nicht auf einen Blick erkennen können, woher die Rohstoffe stammen und wie sie erzeugt wurden, können sie sich auch nicht für Regionalität und Tierschutz entscheiden: „_Der Spruch von der Macht der Konsumenten verkommt damit zu Farce und Hohn_“ so Bohrn Mena abschließend.

Initiative oekoreich, +436607038864, initiative@oekoreich.com

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