ORF-Programmschwerpunkt zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

ORF-Programmschwerpunkt zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen

Ab 1. Dezember in ORF 1, ORF 2 und ORF III, in den ORF-Radios, im ORF.at-Netzwerk, auf der ORF-TVthek und im ORF TELETEXT

Wien (OTS) – Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Zentrales Anliegen der 2008 vom Parlament verabschiedeten UN-Konvention ist die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen. Unter Inklusion wird das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft verstanden, was sich speziell im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz und in der Freizeit widerspiegelt. Vielfach sind die Begegnungen heute noch geprägt von Unsicherheit und Vorurteilen. Im Rahmen eines Programmschwerpunkts zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen wollen ORF 1, ORF 2, ORF III, die ORF-Radios, das ORF.at-Netzwerk, die ORF-TVthek und der ORF TELETEXT daher ab Freitag, dem 1. Dezember 2023, Best-Practice-Beispiele zur Inklusion zeigen sowie die Potenziale und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen in den Vordergrund rücken. Das Programm zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen wird umfassend barrierefrei ausgestrahlt. Für gehörlose und hörbehinderte Zuschauer:innen stehen im ORF TELETEXT auf Seite 777 sowie auf der ORF-TVthek Live-Untertitel zur Verfügung. Zudem werden ausgewählte Sendungen für das gehörlose Publikum mit Österreichischer Gebärdensprache (in ORF 2 Europe, DVB-T 2 SD und auf der ORF-TVthek via Live-Stream und Video-on-Demand) wie etwa „Vera: Live is Life – 30 Jahre Talkshow“ oder die „Promi-Millionenshow für LICHT INS DUNKEL“ angeboten. Für das blinde und sehbehinderte Publikum werden sportliche Highlights wie die Zusammenfassung der „Special Olympic World Games 2023 Berlin“ oder die Erstausstrahlung der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Kinoproduktion „Hinterland“ mit akustischer Bildbeschreibung erlebbar gemacht. Der Live-Audiokommentar wird durch Umschalten mit der Fernbedienung auf den zweiten Tonkanal sowie live und zum Nachsehen auf der ORF-TVthek hörbar.

Das ORF-Programmangebot im chronologischen Überblick:

„Guten Morgen Österreich“, „ZIB Magazin“, Doku „Zusammen sind wir unschlagbar – Special Olympic World Games 2023 Berlin“ und Spezial-Ausgabe „Ohne Grenzen – Das Behindertensportmagazin“

In einer Beitragsserie stellt „Guten Morgen Österreich“ seit 28. November bis inklusive 22. Dezember ab 6.30 Uhr in ORF 2 täglich ein von LICHT INS DUNKEL unterstütztes Projekt aus den Bundesländern vor. Im „ZIB Magazin“ geht es am Freitag, dem 1. Dezember, um 20.00 Uhr in ORF 1 um „Inklusion in Hollywood“, genauer um Schauspieler:innen und Filmschaffende mit Behinderungen. Vom 17. bis 25. Juni 2023 fanden die Special Olympics World Games erstmals in Deutschland statt. Die Doku „Zusammen sind wir unschlagbar – Special Olympic World Games 2023 Berlin“ feiert am Samstag, dem 2. Dezember, um 9.05 Uhr in ORF 2 ein internationales, buntes Fest des Sports für mehr Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Lernbehinderung. Ebenfalls am 2. Dezember um 10.05 Uhr in ORF 2 bzw. am 30. November um 20.15 Uhr auch in ORF SPORT + ist eine Spezial-Ausgabe von „Ohne Grenzen – Das Behindertensportmagazin“ zu sehen. Darin geht es um den Saisonstart der Paraski-Sportlerinnen und -Sportler auf der Resterhöhe, Arian Mossawat, einen Handball-Tormann ohne Gehör, oder den Spielerpass Cup 23, bei dem Fußballer:innen mit und ohne Behinderung gemeinsam kicken, darunter auch Ex-Profis wie Stefan Maierhofer, Jimmy Hoffer, Alexander Grünwald sowie Comedian Gernot Kulis. Ebenfalls Thema ist die zweite Runde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Die von Andreas Onea präsentierte Sendung wird barrierefrei mit Gebärdensprache, Untertitelung und Audiodeskription ausgestrahlt.

„Religionen der Welt: „Together – Die etwas andere Jazzband“, „Die gute Minute“ und „Orientierung“-Beitrag „Inklusive Band: Singen ohne Vorbedingung“

„Religionen der Welt“ berichtet am Samstag, dem 2. Dezember, um 16.55 Uhr in ORF 2 über „Together – Die etwas andere Jazzband“:
Schlagzeuger Georg Jungwirth kam mit Down-Syndrom auf die Welt, Bongospieler Andi Pointecker ist zu 80 Prozent sehbehindert und hat eine Lernbehinderung. Unterstützt werden die beiden von Gerald Endstrasser, dem Initiator des Projekts „Together“. Der in der Jazzszene bekannte Musiker hat bereits mit Größen wie Harri Stojka, Karl Ratzer, Timna Brauer und Wolfgang Puschnig gespielt. „Together“ ist Gerald Endstrassers Herzensprojekt, mit seinen Bandkollegen zu spielen, ist eine „Wohltat“, wie er meint. „Die gute Minute“ stellt am Sonntag, dem 3. Dezember, um 8.59 Uhr in ORF 2 Michael Scherr vor:
Der 35-jährige Gartenplaner thematisiert seit eineinhalb Jahren – mit Augenzwinkern – in seinen TikTok-Videos seine Größe von 1,42 Metern. Er möchte damit Menschen, die aufgrund ihres „Anders-Seins“ gemobbt werden, Mut machen. Mittlerweile folgen Michael Scherr rund 32.000 Menschen auf TikTok. Die Musikgruppe „Faith4U&Me“ ist ein ganz spezielles Ensemble. Sechs Menschen mit Behinderung musizieren gemeinsam mit Familienmitgliedern und Bekannten. Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung gestaltet die inklusive Band einen Gottesdienst im Stephansdom mit. Die „Orientierung“ hat die Musikerinnen und Musiker bei Proben besucht und geht am Sonntag, dem 3. Dezember, um 12.20 Uhr in ORF 2 im Beitrag „Inklusive Band: Singen ohne Vorbedingung“ der Frage nach, wie Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung sinnvoll in den Bereich von Glaubensvermittlung und Gottesdienstgestaltung einbezogen werden können.

„ZIB Zack Mini“, „Promi-Millionenshow für LICHT INS DUNKEL“ und „konkret“-Reihe „Ziemlich bestes Team“

Die „ZIB Zack Mini“ trifft am Montag, dem 4. Dezember, um 6.00 Uhr in ORF 1 den 15-jährigen Jan, der mit dem Down-Syndrom geboren ist. Er erzählt, was er in seiner Freizeit gerne macht und warum er so gerne Fußball spielt. Die „ZIB Zack Mini“ stellt auch die Frage, wie Menschen mit Sehbehinderung am Computer lesen. Und: Was bedeutet Inklusion eigentlich? Ihr Wissen für den guten Zweck stellen Autor Thomas Brezina, Schauspielerin Alina Fritsch, „Dancing Stars“-Siegerin Missy May und der österreichische Rollstuhltennisspieler und Paralympics-Teilnehmer Nico Langmann in der „Promi-Millionenshow für LICHT INS DUNKEL“ mit Armin Assinger am Montag, dem 4. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 2 zur Verfügung. Am Dienstag, dem 5. Dezember, steht um 18.30 Uhr in ORF 2 eine weitere Ausgabe der „konkret“-Reihe „Ziemlich bestes Team“ auf dem Programm. Ernst Schwarz begleitete ein halbes Jahr lang Menschen mit Behinderungen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. In Bewerbungsgesprächen stellen sie den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ihr Potenzial vor und lernen bei Schnuppertagen und Praktika die Arbeit in einem Unternehmen kennen.

ORF III erweitert Sendezeit für „Nachrichten in Einfacher Sprache“

Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen zeigt ORF III am Sonntag, dem 3. Dezember, um 9.35 Uhr „LICHTblicke & WEGweiser – Mit Bäuerin Jelena Jehle im Paznauntal“. In diesem berührenden Gespräch mit Marianne Hengl erzählt Jelena Jehle über ihr neues Leben nach dem folgenschweren Unfall mit einer Motocross-Maschine, über Zusammenhalt in der Familie, die Zukunft als Bäuerin und ihren großen Traum, bei den Paralympischen Winterspielen teilzunehmen.
Für mehr Inklusion und Barrierefreiheit im ORF wird in ORF III ab Montag, dem 4. Dezember, die Sendezeit der ORF III-Sendung „Nachrichten in Einfacher Sprache“ (Montag bis Freitag um 19.30 Uhr) mehr als verdoppelt. Statt in nur zwei Minuten wird von nun an in fünf Minuten über das Wichtigste vom Tag in kurzen Sätzen, mit einfachen Worten und Untertiteln berichtet. Das TV-Format ist seit März 2020 fixer Bestandteil des ORF-III-Informationsangebots.
Am Freitag, dem 1., und Montag, dem 4. Dezember, befassen sich zwei „ORF III AKTUELL“-Ausgaben jeweils um 9.30 Uhr mit dem Anlass: Am 1. Dezember spricht Gerda Rockenbauer, Direktorin der Caritas Schule am Himmel, über das Thema Inklusion an Schulen. Am 4. Dezember ist Lorenz Lohr, verantwortlicher Redakteur für die „Nachrichten in Einfacher Sprache“, zu Gast.

Das Programm zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen in den ORF-Radios

Der Beitrag „Inklusion leben“ in der Sendereihe „Zwischenruf“ am Sonntag, dem 3. Dezember, ab 6.55 Uhr handelt von der Ungerechtigkeit, mit der Kinder mit Behinderungen immer noch konfrontiert werden und aufgrund welcher ihre Begabungen oft nicht entfalten können. Dass es auch anders gehen könnte und sollte, thematisiert Kurt Nekula, ehemaliger und langjähriger Präsident von LICHT INS DUNKEL, in diesem Beitrag. „Lebenskunst“ berichtet danach ab 7.05 Uhr von der Glaubens- und Musikgruppe „Faith4U&Me“, in der Inklusion eine Selbstverständlichkeit ist. Zehn Menschen – mit und ohne Behinderung – treffen einander einmal im Monat, um gemeinsam zu musizieren. Von der Bedeutung von Inklusion, etwa auch im Gottesdienst, erzählt zudem Anamarija Sobocanec Sostaric: Sie ist in der Erzdiözese Wien tätig und Expertin im Bereich „Seelsorge für Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung“.

Im „Ö1 Küchenradio“ am Freitag, dem 8. Dezember, kocht Rollstuhl-Tennisspielerin Eva Maria Kern. Sie spielt Tennis ausschließlich mit der rechten Hand, mit der sie gleichzeitig ihren Rollstuhl lenken muss. Für die Sendung bereitet die 58-Jährige einhändig Pasta asciutta und eine Maronicreme zu und veranschaulicht damit, wie kompliziert und anstrengend einfaches Kochen sein kann. Dabei hört Eva Maria Kern ihre Lieblingsmusik. Diese stammt u. a. von Max Raabe, dem Original Tiroler Echo, W. A. Mozart sowie Bing Crosby und David Bowie. „Gute Bildung für alle?“ lautet der Titel des „Radiokolleg“, das von Montag, dem 27., bis Donnerstag, den 30. November, jeweils ab 9.05 Uhr in Ö1 gesendet wurde. Die vierteilige Serie, die sich mit Inklusion im Schulsystem beschäftigt, ist auf oe1.ORF.at nachzuhören.

Die „Hörbilder“-Redaktion hat sich dem Thema in drei Folgen des Podcasts „Wendepunkte und ihre Folgen“ gewidmet. In lebensgeschichtlichen Interviews werden die Wendepunkte thematisiert, die das Leben der Protagonistinnen und Protagonisten verändert haben. Die von Margit Atzler gestaltete Ausgabe handelt von Charlie Mayr, der sehbehindert ist und nach der Hauptschule als Hilfsarbeiter am Bau arbeiten sollte. Er fand eine Möglichkeit, die Grenzen, die ihm die Gesellschaft auferlegte, zu überwinden. Eva Roither hat eine Folge mit der 17-jährigen Maria Anders gestaltet, die mit Schulkolleginnen und -kollegen nach Frankreich reiste. Ein Unfall veränderte ihr Leben von Grund auf und eröffnete neue Perspektiven. Heute arbeitet Anders als Therapeutin mit Krebserkrankten. Und Ilse Huber hat ein Interview mit Familie Fischer geführt, für die sich vor 30 Jahren alles verändert hat: Die Eltern zogen mit ihren vier Kindern aufs Land in einen Bauernhof und gründeten ein sozialtherapeutisches Projekt. Das taten sie wegen Arthur. Er war der jüngste der Familie, Autist, und liebte die Natur. Zu hören gibt es die Folgen auf ORF-Sound: https://sound.ORF.at/.

„FM4 Auf Laut“ über Inklusion am Arbeitsplatz: Unter dem Sendungstitel „Einstellungssache – Wie inklusiv ist dein Arbeitsplatz?“ diskutierte Claudia Unterweger in „FM4 Auf Laut“ am Dienstag, dem 28. November, ab 21.00 Uhr mit jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit und ohne Behinderungen, der Personalchefin eines Textil-Discounters, Journalistinnen und Journalisten der Redaktionen „andererseits“ und „Dossier“ sowie mit der FM4-Community. Gemeinsam sprachen sie darüber, wie die FM4-Community Inklusion im Job erlebt, welche Hürden es gibt und wie Inklusion am Arbeitsplatz funktionieren kann. Nachzuhören unter fm4.ORF.at.

Inklusion und Barrierefreiheit im ORF

Dem ORF ist Inklusion und Barrierefreiheit ein selbstverständliches gesellschaftliches Anliegen. Daher wird durch Audiodeskription für sehbehinderte und blinde Menschen, Gebärdensprachdolmetschung und Untertitelung für schwerhörige und gehörlose Menschen sowie Einfache Sprache für Menschen mit Lernbehinderungen der Zugang zum ORF-Programm ermöglicht. Ziel des ORF ist es, das barrierefreie Angebot im Dialog mit Behindertenorganisationen in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Ebenso stellt der ORF durch regelmäßige Schwerpunktsetzungen in seinem Programm, Themen rund um Inklusion, selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe, insbesondere im Bereich Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, in den Fokus, um ein breites Bewusstsein zu schaffen und Barrieren in den Köpfen abzubauen.

ORF.at, ORF-TVthek und ORF TELETEXT

Auch das ORF.at-Netzwerk und der ORF TELETEXT widmen sich im Rahmen ihrer aktuellen Berichterstattung den Themen Barrierefreiheit und Inklusion in der Gesellschaft. So bringt z. B. ORF TOPOS eine multimediale Story über Problemfelder bei der Inklusion im Bildungsbereich. Auf der ORF-TVthek werden die TV-Sendungen des Programmschwerpunkts, sofern lizenzrechtlich verfügbar, als Live-Stream und Video-on-Demand angeboten.

Grundsätzlich stellen Barrierefreiheit und Inklusion wichtige Schwerpunkte auf ORF.at, ORF-TVthek und im ORF TELETEXT dar – sowohl in der Berichterstattung als auch in der Bereitstellung von barrierefrei zugänglichen Angeboten. Das ORF.at-Netzwerk orientiert sich bezüglich der Barrierefreiheit seiner Angebote an der Version 2.1 der WCAG-Richtlinien und bietet außerdem täglich Nachrichten in Einfacher Sprache. Auf der ORF-TVthek werden zahlreiche Sendungen mit Untertiteln, ÖGS, Audiodeskription und Transkripten bereitgestellt. Zusätzlich informiert auch das Video-Archiv „Selbstbestimmung und Vielfalt: Gelebte Inklusion in der Gesellschaft“ über unterschiedlichste Aspekte des Themas. Die ständigen barrierefreien Angebote des ORF TELETEXT umfassen die Untertitelung von Sendungen (Seite 777), Nachrichten in Einfacher Sprache sowie das Magazin „Lesen statt Hören“.

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