Bundesschulsprecher setzte sich für Evaluierung der Vorwissenschaftlichen Arbeit ein

Bundesschulsprecher setzte sich für Evaluierung der Vorwissenschaftlichen Arbeit ein

Bundesschulsprecher Marius Hladik setzte sich im Expertenrat des Bildungsministeriums für eine Evaluierung der VWA ein. Nun wird diese freiwillig stattfinden.

Wien (OTS) – Gegen Ende des Schuljahres wird eine historische bildungspolitische Anpassung präsentiert. Bundesminister Polaschek und ein Expertenrat, in dem auch Bundesschulsprecher Hladik vertreten ist, verkünden das Ende der verpflichtenden Vorwissenschaftlichen Arbeit.

Auf die Aussage in einem Interview, dass 30 Prozent der Schüler laut einer Umfrage dieses Jahr ihre vorwissenschaftliche Arbeit mit Künstlicher Intelligenz geschrieben haben, antwortete Hladik:
„Deshalb ist die Freiwilligkeit hier der springende Punkt. Mit dieser Freiwilligkeit setzen wir gezielt eine Attraktivierung für diejenigen, die gerne eine VWA schreiben würden.“

Die verpflichtende vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) an der AHS Oberstufe soll abgeschafft werden. Unser Bundesschulsprecher hat sich für diese Evaluierung auch im Expertenrat stark gemacht und nun gemeinsam mit diesem einen alternativen Prüfungsmodus durchgesetzt. Um dennoch alle mit den Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens auszustatten und sie gut auf unsere Hochschulen vorzubereiten, sollen diese bereits in früheren Semestern intensiv im Unterricht behandelt werden. Zudem sollen digitale Medienformate stärker berücksichtigt werden.

„Im Expertenrat habe ich mich für eine Evaluierung der vorwissenschaftlichen Arbeit starkgemacht. Eine gänzliche Abschaffung wäre falsch. Nun haben wir gemeinsam entschieden, dass diese freiwillig stattfinden soll. Wichtig ist und bleibt, dass Schlüsselkompetenzen wie Rhetorik und Recherchefähigkeiten verstärkt in den Lehrplan eingebaut werden, um diese in der Schule nicht zu vernachlässigen. Seit Beginn des Jahres liegt mein Fokus darauf, Künstliche Intelligenz und neue Medienformate sowie deren Einfluss auf die Bildungslandschaft in den Fokus zu rücken“, so Bundesschulsprecher Marius Hladik.

Hladik begrüßt das Bestehen der Diplomarbeiten, da diese die Möglichkeit bieten, berufsspezifische Inhalte und erworbene Kompetenzen über den gesamten Ausbildungsweg sichtbar zu machen. Diese zeigen auf, wie vielseitig die höhere Berufsausbildung in Österreich ist. Es ist wichtig, dass neue digitale Medienformate und Künstliche Intelligenz sowie deren Einfluss auf die Diplomarbeit auch bei der Diplomarbeit berücksichtigt werden.

„Eine stetige Evaluierung der Matura steht für uns immer im Vordergrund und ist in unserem Forderungspapier verankert. Uns als Schülerunion ist es ein Anliegen, dass Schlüsselkompetenzen wie Rhetorik, wissenschaftliche Recherche und Zeitmanagement in der Schule Platz finden. Diese Reform bietet den Schülern mehr Freiheit und Flexibilität in ihrer akademischen Laufbahn und sorgt gleichzeitig dafür, dass essenzielle wissenschaftliche Kompetenzen nicht vernachlässigt werden“, meint Charlotte Stütz, Bundesobfrau der Schülerunion.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schüler:innenorganisation Österreichs, in der sich die Mitglieder ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schüler:innen. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im Schuljahr 2023/24 27 von 29 Mandaten stellt.

Rückfragehinweis:
David Herzleier
Pressesprecher Schülerunion
david.herzleier@schuelerunion.at
+43 660 6819812

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