Voglauer/Grüne: „Für Vollspaltenböden darf kein Steuergeld mehr fließen“

Voglauer/Grüne: „Für Vollspaltenböden darf kein Steuergeld mehr fließen“

Investitionsförderungen müssen für Tierwohl sorgen, nicht das Schweineleid verlängern

„Es ist höchste Zeit, dass die öffentliche Hand aufhört, den Bau von Vollspaltenböden zu finanzieren“, findet Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen und weiter: „Wir beantragen daher heute, im Zuge der Budgetdebatte im Nationalrat, dass Investitionsförderungen nur noch für hohe Tierwohlstandards ausgeschüttet werden.“

Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Budgets müsse es Gebot der Stunde sein, Investitionen in gesetzliche Mindeststandards zu stoppen und die Gelder der österreichischen Steuerzahler:innen in zukunftsfähige Haltungssysteme zu lenken: „Wir wissen, dass beinah ein Viertel aller Förderungen für Investitionen in Schweineställe in Vollspaltenboden-Haltung fließen. Das darf so nicht weitergehen!“

Seit dem Beschluss der Regierung zur Neuregelung in der Schweinehaltung zeigt sich für Voglauer klar: „Die aktuelle Bundesregierung hat den Kampf um mehr Tierwohl offenbar aufgegeben. Mit der neuen Regelung hat sie den ‚strukturierten Vollspaltenboden‘ per Gesetz einzementiert. Darunter leiden die Schweine, die weiterhin über ihren eigenen Ausscheidungen leben müssen, eng zusammengepfercht in zwangsbelüfteten Ställen. Und darunter leiden auch die Bäuerinnen und Bauern, die – wenn sie nicht von sich aus auf verbesserte Tierwohlhaltung umstellen –weiterhin nicht den Ansprüchen der Gesellschaft und der Konsument:innen genügen werden.“

„Wir Grüne werden uns weiterhin für gesetzlich bindende, verbesserte Tierhaltungsstandards einsetzen, die die Bedürfnisse der Tiere berücksichtigen. Und es braucht unbedingt auch rasch Maßnahmen, um bevorstehende Investitionen in langfristig haltbare, tierwohlgerechtere Haltungssysteme zu lenken. Wer Landwirt:innen auf dem Weg in die Zukunft unterstützen will, muss den Einstieg in die Bio-Produktion ermöglichen und den Umbau zur Tierwohlhaltung fördern, nicht die Verlängerung von Schweineleid“, erklärt Voglauer.

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