WKÖ-Danninger: Ja zum EU-Mercosur-Abkommen bringt wichtigen Fortschritt für Wachstum und Jobs in Österreich
WKÖ-Danninger: Ja zum EU-Mercosur-Abkommen bringt wichtigen Fortschritt für Wachstum und Jobs in Österreich
Richtige Antwort auf Handelskonflikte und höhere Zölle mit klaren Vorteilen für Europa und Österreich – Zusätzliches Exportpotenzial von rund 1 Mrd. Euro
„Die geopolitischen Spannungen und internationalen Handelskonflikte mit höheren Zöllen zeigen, wie wichtig zuverlässige Abkommen mit wirtschaftlich und politisch stabilen Partnerregionen gerade jetzt sind. Das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten ist richtig, wichtig und notwendig – für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in Europa und gerade auch für das Exportland Österreich“, betont WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger anlässlich der heutigen Abstimmung der EU-Botschafter im Ausschuss der Ständigen Vertreter.
„Freihandelsabkommen müssen fair und ausgewogen sein. Die Landwirtschaft hat berechtigte Anmerkungen eingebracht, von denen sehr viele umgesetzt wurden. Bedauerlich bleibt, dass sich Österreich bis zum Schluss nicht zu einer Zustimmung durchringen konnte, auch wenn wir maßgeblich davon profitieren werden. Jetzt ist es wichtig, dass das Abkommen mit der Einigung auf europäischer Ebene endlich auf Schiene gebracht und kommende Woche unterzeichnet werden kann“, so Danninger, der sich weiterhin für eine gesamtheitliche Betrachtung des Abkommens und eine Versachlichung der Debatte ausspricht. Insgesamt überwiegen die Vorteile, die das Abkommen für Europa und Österreich bringt, klar.
MERCOSUR-ABKOMMEN BRINGT WETTBEWERBSVORTEIL FÜR ÖSTERREICHISCHE KMU
Unbestritten ist die Bedeutung des Abkommens für die österreichische Exportwirtschaft und die damit verbundenen Arbeitsplätze. Danninger: „Das Potenzial für österreichische Unternehmen reicht quer über alle Sektoren und eröffnet österreichischen Unternehmen und ihren Beschäftigten neue Möglichkeiten.“ Rot-weiß-rote Exportschlager reichen von Pharmaprodukten über Maschinen und Elektrogeräten bis hin zu Agrar- und Lebensmittelerzeugnissen sowie Dienstleistungen in Bereichen wie Umwelt, Telekommunikation oder Beförderungsdienste. Profitieren würden zudem heimische Zulieferbetriebe, die Teil- und Zwischenprodukte in EU-Länder exportieren, von wo aus Endprodukte in den Mercosur-Raum gehen.
Österreichs Exportwirtschaft konnte in den vergangenen Jahren wichtige Exporterfolge in den Mercosur-Ländern erzielen: In den letzten zehn Jahren (2014-2024) konnten heimische Unternehmen ihre Ausfuhren in die vier südamerikanischen Staaten um 47,4 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro steigern. Zudem weisen Analysen des International Trade Center (ITC) für heimische Unternehmen ein zusätzlich nutzbares Exportpotenzial in diesen Ländern von mehr als einer Milliarde Euro aus.
Auch mit Blick auf die grüne Wende ist das Abkommen für Europa entscheidend: Für den Bau von Windrädern und Solarpanels braucht es einen gesicherten Zugang zu Rohstoffen wie Lithium, Kupfer oder Niob. Ebenso profitiert der Umwelt- und Klimaschutz, da das Abkommen eine Verpflichtung zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens und zur Bekämpfung der Entwaldung enthält. „Ohne Abkommen wären diese verbindlichen Verpflichtungen nicht abgesichert“, so Danninger.
„Die heimische Exportwirtschaft steht unter massivem Druck. Das Abkommen verschafft unseren Exportbetrieben – und hier vor allem KMU – einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten aus anderen Regionen wie China“, betont der WKÖ-Generalsekretär abschließend. (PWK007/ST)
Andreas Jilly
Sprecher des Präsidiums & Generalsekretärs
Wirtschaftskammer Österreich
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