ÖVP – Zierfuß: Deutschkrise bei Schulstart ist Bankrotterklärung der Neos-Regierungsbeteiligung in Wien

ÖVP – Zierfuß: Deutschkrise bei Schulstart ist Bankrotterklärung der Neos-Regierungsbeteiligung in Wien

Mehr als jeder zweite Wiener Schulanfänger versteht kein Deutsch – Volkspartei fordert Neustart bei Deutschförderung, Kindergartenpflicht ab drei Jahren und scharfe Kontrollen

Wien steht vor einer bildungspolitischen Zäsur: Erstmals in der Geschichte der Stadt sind mehr als 50 Prozent der Wiener Schulanfänger außerordentliche Schüler, weil sie dem Unterricht sprachlich nicht folgen können. Dieses Thema wurde heute in einem von der Wiener ÖVP einberufenen Sonderlandtag diskutiert. Für ÖVP-Klubobmann Harald Zierfuß ist klar: Die Verantwortung dafür trägt die SPÖ-Neos-Stadtregierung und allen voran die zuständige Stadträtin der Neos.

„Mehr als die Hälfte der Schulanfänger in Wien kann nicht Deutsch – und SPÖ und Neos schauen dabei einfach zu“, stellt Zierfuß im heutigen Sonderlandtag klar. „Damit wird tausenden Kindern schon am ersten Schultag ihre Zukunft verbaut. Damit sind diese Kinder bereits am ersten Schultag am Weg in die Abhängigkeit der Mindestsicherung!“

VERSAGEN TROTZ KINDERGARTENBESUCH

Besonders alarmierend ist für die Wiener Volkspartei, dass die Mehrheit der betroffenen Kinder in Wien geboren wurde und bereits mehrere Jahre im Kindergarten war. „Wenn Kinder hier geboren sind, hier aufwachsen und hier im Kindergarten waren, aber mit sechs Jahren den Lehrer nicht verstehen, dann ist das eine Bankrotterklärung der angeblichen Bildungspartei Neos“, so Zierfuß. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit die Neos Verantwortung im Bildungsbereich tragen, ist der Anteil außerordentlicher Schüler bei den Schulanfängern von bereits hohen 41 Prozent im Jahr 2020 auf nunmehr 50,9 Prozent gestiegen. „Sie machen es nicht besser, sie machen es schlechter – und zwar messbar“, betont Zierfuß.

FORDERUNG NACH EINEM KOMPLETTEN NEUSTART

Für Zierfuß ist klar, dass es kein Weiter-wie-bisher geben darf. Die Wiener Volkspartei fordert daher einen umfassenden Neustart der Deutschförderung im Kindergartenbereich. „So lange dieser Trend anhält, verspielen Sie die Zukunft unserer Stadt“, warnt Zierfuß.

Konkret fordert die ÖVP:

* eine verpflichtende Kindergartenpflicht ab drei Jahren für Kinder mit festgestelltem Deutschförderbedarf – und zwar im Ausmaß von mindestens 30 Stunden pro Woche,
* einen massiven Ausbau der Deutschförderung mit deutlich mehr Deutschförderkräften statt bloßer PR-Ankündigungen,
* sowie eine Neuaufstellung der Kindergartenaufsicht mit wirksamen Kontrollen und Konsequenzen bis hin zum Stopp von Förderungen bei dauerhaftem Versagen.

„Ihre Deutschförderung scheitert – hören Sie auf, Ausreden zu erfinden, und kommen Sie endlich in die Gänge. Wir können uns in Wien keine Verschlechterung mehr leisten“, richtet Zierfuß einen klaren Appell an die Neos-Stadträtin.

TRANSPARENZ STATT VERTUSCHUNG

Scharfe Kritik übt der Klubobmann auch am Umgang der Bildungsstadträtin mit den Zahlen. Verzögerte Antworten, Teilinformationen und widersprüchliche Aussagen hätten das Vertrauen massiv beschädigt. „Wenn man Zahlen vier Monate lang zurückhält, weil sie nicht ins eigene Konzept passen, dann ist das keine ehrliche Politik, sondern eine enttäuschende Politik der Neos“, so Zierfuß.

Abschließend stellt Zierfuß klar: „Kindergärten sind Landessache – und alle Kinder, die heute ohne Deutschkenntnisse in die Schule starten, fallen ausschließlich in die Verantwortung der Neos-Bildungsstadträtin. Wir werden nicht locker lassen, solange zugeschaut wird, wie Kindern Chancen genommen und die Zukunft Wiens aufs Spiel gesetzt wird.“

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