Tag der Elementarbildung: Kindergärten als Orte der Demokratie und des sozialen Zusammenhalts

Tag der Elementarbildung: Kindergärten als Orte der Demokratie und des sozialen Zusammenhalts

Zum 24. Jänner erinnert KIWI – Kinder in Wien daran, welchen Beitrag frühe Bildung für Kinder, Familien und eine zukunftsfähige Gesellschaft leistet.

Anlässlich des Tags der Elementarbildung am 24. Jänner macht der Kindergarten- und Hortträger KIWI – Kinder in Wien auf die zentrale gesellschaftliche Bedeutung von Kindergärten und Horten aufmerksam. In einer Zeit, in der öffentliche Debatten rund um Elementarpädagogik zuletzt oft von negativen Schlagzeilen geprägt waren, ist es KIWI ein Anliegen, den Blick bewusst auch auf das viele Positive zu richten, das täglich in elementarpädagogischen Einrichtungen geleistet wird.

Kindergärten sind weit mehr als Betreuungseinrichtungen. Sie sind die ersten Bildungsorte von Kindern – und zugleich Orte, an denen demokratische Grundhaltungen, Mitbestimmung und sozialer Zusammenhalt von klein auf erlebt und erlernt werden. „Wir sind überzeugt, dass nachhaltige gesellschaftliche Verbesserungen dort beginnen, wo Kinder früh erfahren, dass ihre Stimme zählt, dass sie mitgestalten dürfen und dass Vielfalt eine Stärke ist“, betont Mag.a Gudrun Kern, pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin von KIWI – Kinder in Wien.

Dass dieser Ansatz auch international Anerkennung findet, zeigt die Auszeichnung von KIWI mit dem European Innovative Teaching Award der Europäischen Kommission für innovative pädagogische Arbeit und gelebte Partizipation.

PARTIZIPATION UND DEMOKRATIEBILDUNG ALS SCHLÜSSEL

Partizipation ist ein zentrales Element moderner Elementarpädagogik. Kinder lernen im Kindergarten, Entscheidungen gemeinsam zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und Konflikte fair auszutragen. Diese Erfahrungen prägen nicht nur das einzelne Kind, sondern wirken langfristig in die Gesellschaft hinein. Demokratiebildung beginnt nicht erst in der Schule – sie beginnt im Alltag der elementarpädagogischen Einrichtungen.

Damit dieses Potenzial wirksam werden kann, braucht es jedoch entsprechende Rahmenbedingungen. Dazu zählen insbesondere ein verbesserter Fachkraft-Kind-Schlüssel, kleinere Gruppen, ausreichend Zeit für pädagogische Vor- und Nachbereitung, Teamarbeit und Reflexion sowie insgesamt mehr Budget für die Elementarpädagogik. Qualität entsteht nicht von selbst – sie braucht Zeit, Fachlichkeit und verlässliche Strukturen.

„Damit dies gelingen kann, braucht es engagierte Fachkräfte, stabile Rahmenbedingungen und eine Kultur der Wertschätzung. In den Wiener Kindergärten und Horten arbeiten tagtäglich tausende Pädagoginnen, Assistentinnen und Mitarbeiter*innen mit großem persönlichen Einsatz, hoher fachlicher Kompetenz und viel Herz für Kinder. Dieses Engagement bleibt in der öffentlichen Wahrnehmung oft im Hintergrund – zu Unrecht“, sagt Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA, wirtschaftlicher Leiter und Geschäftsführer von KIWI – Kinder in Wien.

QUALITÄT BRAUCHT FINANZIERUNG

Dass diese Perspektive zunehmend auch auf politischer Ebene Gehör findet, ist erfreulich. Sowohl der von Bildungsminister Christoph Wiederkehr, MA, angestoßene Diskurs über bundesweit einheitliche Qualitätsstandards als auch der Wiener Reformprozess „Kindergarten neu denken“ von Vizebürgermeisterin Mag.a Bettina Emmerling, MSc, unterstreichen die wachsende Bedeutung der Elementarpädagogik. Entscheidend ist dabei, dass jede Verbesserung der Rahmenbedingungen auch verbindlich und nachhaltig von Bund und Land finanziell abgesichert wird. Wer Qualität einfordert, muss auch bereit sein, sie zu finanzieren.

Gerade im Bereich der Elementarpädagogik ist Investition nicht nur eine Frage der Bildungsgerechtigkeit, sondern auch der ökonomischen Vernunft. Internationale Langzeitstudien zeigen, dass qualitativ hochwertige frühkindliche Bildungsangebote der Gesellschaft langfristig einen erheblichen Nutzen bringen – etwa durch bessere Bildungsabschlüsse, höhere Erwerbsbeteiligung und geringere soziale Folgekosten. Die gesellschaftlichen Erträge übersteigen die ursprünglichen Investitionen dabei um ein Vielfaches. Wer bei Kindern spart, muss später umso mehr Geld in die Hand nehmen.

WERTSCHÄTZUNG ZUM TAG DER ELEMENTARBILDUNG

„Zum Tag der Elementarbildung wollen wir allen Menschen, die in der Elementarpädagogik tätig sind – Pädagog*innen, Assistent*innen, Leitungen, Verwaltungsmitarbeiter*innen und Unterstützer*innen – unseren allergrößten Dank aussprechen. Ihre Arbeit legt den Grundstein für Bildungsgerechtigkeit, demokratische Teilhabe und ein respektvolles Miteinander in unserer Gesellschaft. Kindergärten sind Orte der Zukunft. Sie verdienen Aufmerksamkeit, Anerkennung – und Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, dieses enorme gesellschaftliche Potenzial weiter zu entfalten“, so die KIWI-Geschäftsführenden Mag.a Gudrun Kern und Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA.

_KINDER IN WIEN (KIWI) ist ein privater Trägerverein, der derzeit an 91 Standorten in Wien Kindergärten und Horte betreibt. KIWI hat aktuell rund 1.700 Mitarbeiter*innen, die um die 8.000 Kinder im Alter von eins bis zehn auf ihrem Bildungsweg begleiten._

KIWI – Kinder in Wien
Susanne Borth, MSc
Telefon: 01/526 70 07-20
E-Mail: s.borth@kinderinwien.at
Website: https://www.kinderinwien.at

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