SWÖ hofft auf Abschluss: Deutliche Entgelterhöhungen und spürbare Verbesserungen im Arbeitsalltag trotz bestehender Budgets angeboten
SWÖ hofft auf Abschluss: Deutliche Entgelterhöhungen und spürbare Verbesserungen im Arbeitsalltag trotz bestehender Budgets angeboten
Innerhalb klarer finanzieller Grenzen setzt die SWÖ auf Verantwortung. Das vorliegende Angebot sichert Arbeitsplätze, verbessert Arbeitsbedingungen und stärkt die Versorgung.
Im Vorfeld der FÜNFTEN VERHANDLUNGSRUNDE ZUM SWÖ-KOLLEKTIVVERTRAG AM 26. JÄNNER 2026 betont die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ), dass sie trotz der bereits beschlossenen Budgets mehrere Angebote vorgelegt hat.
Zuletzt umfasste das Angebot nicht nur ENTGELTERHÖHUNGEN VON RUND 4 PROZENT ÜBER ZWEI JAHRE, sondern vor allem ein UMFANGREICHES PAKET AN MATERIELLRECHTLICHEN VERBESSERUNGEN, das den Arbeitsalltag der Beschäftigten nachhaltig erleichtert.
„Das ist mehr als eine Prozentzahl. Es ist ein bewusst geschnürtes Gesamtpaket aus fairer Entlohnung, besseren Rahmenbedingungen und konkreten Entlastungen im Berufsalltag“, hält SWÖ-GESCHÄFTSFÜHRERIN YVONNE HOCHSTEINER fest.
MATERIELLRECHTLICHE VERBESSERUNGEN ALS ZENTRALES ELEMENT
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf strukturellen Verbesserungen, die DAUERHAFT WIRKEN und unabhängig von jährlichen Budgetdiskussionen Sicherheit geben. So sieht das Angebot unter anderem vor, FREIWILLIGE ERHÖHUNGEN DES WOCHENSTUNDENAUSMASSES zu erleichtern – ein wichtiger Schritt für Mitarbeiter:innen, die ihre Arbeitszeit ausweiten möchten und damit sowohl ihre Einkommenssituation als auch die Personalstabilität in den Einrichtungen verbessern.
Besonderes Augenmerk wurde auf die VEREINBARKEIT VON BERUF UND BETREUUNGSPFLICHTEN gelegt: Erstmals wird eine zusätzliche PFLEGEFREISTELLUNG FÜR DIE BETREUUNG VON KINDERN MIT BEHINDERUNG ausdrücklich vorgesehen. Damit wird spürbare Entlastung für betroffene Familien geschaffen.
Auch bei den EINSTUFUNGSREGELUNGEN bringt das Angebot Klarheit und Fairness – insbesondere für BEHINDERTENFACHKRÄFTE sowie KINDERGARTENHELFER*INNEN IN AUSBILDUNG, deren Tätigkeit künftig besser abgebildet werden sollen. Damit wird auch langjährigen Forderungen Rechnung getragen und es werden Berufsein- und -umsteiger*innen bessergestellt. Zusätzlich wird der PRÄSENZDIENST ALS VORDIENSTZEIT ANGERECHNET, was vor allem jüngeren Arbeitnehmer:innen zugutekommt.
Weitere Bestandteile des Angebots sind VERBESSERTE REGELUNGEN ZUR ALTERSTEILZEIT, die einen planbaren Übergang in den Ruhestand ermöglichen, sowie eine KLARE REGELUNG FÜR GETEILTE DIENSTE IN NICHT-MOBILEN BEREICHEN, die Transparenz schafft und Belastungen reduziert.
PFLEGEZUSCHUSS GESICHERT
Unabhängig vom offenen Gesamtabschluss ist bereits ein WICHTIGER SCHRITT GELUNGEN: Der PFLEGEZUSCHUSS wird auch 2026 fortgeführt. Der entsprechende Zusatz-Kollektivvertrag ist BEREITS IN KRAFT und gilt rückwirkend ab JÄNNER 2026. Der Zuschuss beträgt weiterhin Ꞓ 135,50 BRUTTO PRO VOLLZEITMONAT für den bekannten anspruchsberechtigten Personenkreis. Damit ist es Arbeitgeber*innen möglich bereits im Jänner den Pflegezuschuss auszuzahlen und es wird eine zentrale Unterstützung für Pflegekräfte auch im kommenden Jahr abgesichert.
KOMPROMISS INNERHALB BEREITS FIXIERTER BUDGETS GEFORDERT
Bei den Entgelten hat die SWÖ von Beginn an offen kommuniziert, dass die FINANZIELLEN GRENZEN AUFGRUND DER FEHLENDEN ABSICHERUNG IN DEN DURCH DIE ÖFFENTLICHE HAND BESCHLOSSENEN BUDGETS ÄUSSERST GERING ist. _„GERADE DESHALB IST ES UNS WICHTIG, UNSERE VERANTWORTUNG GEGENÜBER DEN MITARBEITER:INNEN WAHRZUNEHMEN UND INNERHALB DIESER ENGEN GRENZEN BESTMÖGLICHE ANGEBOTE ZU LEGEN.“,_ erklärt SWÖ-VORSTAND ERICH FENNINGER die SWÖ-Position.
Das Entgeltangebot wurde daher im Verlauf der Verhandlungen mehrfach angepasst und erhöht. Dieses Angebot steht jedoch bewusst unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit. _„WIR WISSEN, DASS WIR DEN ARBEITNEHMER:INNEN HIER VIEL ABVERLANGEN.“,_ versteht SWÖ-CHEFVERHANDLERIN YVONNE HOCHSTEINER die Position der Gegenseite. Aber: _„DIE ARBEITGEBER:INNEN KÖNNEN NUR DAS ZUSAGEN, WAS AUCH TATSÄCHLICH GEGENFINANZIERT IST. HIER BRAUCHT ES ENDLICH BEWEGUNG VON SEITEN DER ARBEITNEHMER:INNEN.“,_ so HOCHSTEINER weiter.
Denn mehr zu versprechen, als von Bund, Ländern und Gemeinden zugesichert wird, würde unweigerlich zu massiven Konsequenzen führen: Der dann unvermeidliche PERSONALABBAU würde zu einer EINSCHRÄNKUNG BEI ANGEBOTEN SOWIE EINER ARBEITSVERDICHTUNG und letztlich zu einer GEFÄHRDUNG DER VERSORGUNGSSICHERHEIT führen – ausgerechnet für jene Menschen, die besonders auf soziale Dienstleistungen angewiesen sind, sei es in der PFLEGE, in der BEHINDERTENHILFE oder in der KINDER- UND JUGENDBETREUUNG.
VERANTWORTUNGSVOLL UND REALISTISCH, ABER AUCH APPELL AN DIE POLITIK
_„UNSER OBERSTES ZIEL IST ES, ARBEITSPLÄTZE ZU SICHERN UND GLEICHZEITIG DIE BETREUUNG VON KLIENT:INNEN AUFRECHTZUERHALTEN. DAFÜR BRAUCHT ES REALISTISCHE ABSCHLÜSSE UND VOR ALLEM EINE KLARE FINANZIELLE VERANTWORTUNG DER ÖFFENTLICHEN HAND.“,_ betont FENNINGER. Der Appell richtet sich daher ausdrücklich an die Politik, die notwendigen Mittel bereitzustellen, um gute Arbeitsbedingungen und eine stabile soziale Versorgung dauerhaft zu ermöglichen.
FENNINGER UNTERSTREICHT, DASS DAS VORLIEGENDE ANGEBOT ALLES AUSSCHÖPFT, DAS UNTER DEN AKTUELLEN FINANZIELLEN RAHMENBEDINGUNGEN MÖGLICH IST. Massive Kürzungen und fehlende Valorisierungen durch Bund, Länder und Gemeinden begrenzen die Finanzierung sozialer Dienstleistungen erheblich. _„VOR DIESEM HINTERGRUND IST UNSER ANGEBOT EIN KLARES ZEICHEN DER VERANTWORTUNG GEGENÜBER DEN MITARBEITER:INNEN. ES VERBINDET FAIRE ENTGELTSCHRITTE MIT NACHHALTIGEN VERBESSERUNGEN DER ARBEITSBEDINGUNGEN – UND IST DAMIT EIN STARKES SIGNAL FÜR STABILITÄT UND QUALITÄT IN DER SOZIALWIRTSCHAFT, INSBESONDERE AUCH FÜR UNSERE KLIENT:INNEN.“,_ so die HOCHSTEINER abschließend.
Sozialwirtschaft Österreich
Mag. Alexander Fritsch, MA BA
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