Hybride Gesundheitsversorgung in Österreich: ApoApp als neue digitale Dachmarke der österreichischen Apotheken
Hybride Gesundheitsversorgung in Österreich: ApoApp als neue digitale Dachmarke der österreichischen Apotheken
Österreichische Apothekerkammer zeigt neue Wege in der Gesundheitsversorgung auf
Eine hybride Grundversorgung als Motor für ein effizienteres Gesundheitssystem: Ein derartiges Versorgungssystem verbindet digitale und analoge Angebote intelligent miteinander und stärkt das Zusammenspiel der beteiligten Institutionen. Hybride Versorgungsmodelle können Qualität, Zugang und Wirtschaftlichkeit langfristig sichern. Sie reagieren auf zentrale Herausforderungen des Gesundheitssystems, wie demografischer Wandel, Zunahme chronischer Erkrankungen, steigende Kosten, Effizienzdruck und Fachkräftemangel.
DIGITAL UND PERSÖNLICH ZIEHEN AN EINEM STRANG
Das oberste Ziel des hybriden Gesundheitsmodells ist eine wohnortnahe, verlässliche, faire und effiziente Versorgung aller Menschen. „Dies geschieht über die Verbesserung der Patientenstromlenkung, die Entlastung der ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen, die Vermeidung unnötiger Wege und Wartezeiten sowie die Steigerung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Die öffentliche Apotheke mit ihrem niederschwelligen Zugang und ihren langen Öffnungszeiten 365 Tage im Jahr ist dafür prädestiniert. Wir Apotheken sind im niedergelassenen Bereich die einzige Gesundheitseinrichtung, die Teil der kritischen Infrastruktur ist. Mit täglich bis zu 600.000 Patienten- und Kundenkontakten pro Tag sind die öffentlichen Apotheken der meistfrequentierte Gesundheitsdienstleister in Österreich“, erklärt Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.
„Die Gesundheitsversorgung der Zukunft ist kein Entweder-oder zwischen digital und analog. Entscheidend ist das intelligente Zusammenspiel beider Welten: Digitale Lösungen dort, wo sie Orientierung, Effizienz und Sicherheit schaffen – und persönliche, wohnortnahe Versorgung dort, wo Vertrauen, Beziehung und fachliche Kompetenz gefragt sind“, betont auch Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann.
APOAPP ALS NEUE GEMEINSAME DIGITALE DACHMARKE DER APOTHEKEN
Die ApoApp verbindet digitale Services mit persönlicher Beratung und macht sichtbar, wofür Apotheken stehen: Nähe, Kompetenz und Versorgungssicherheit. Die ApoApp bringt die Apotheke direkt aufs Smartphone der Menschen. Mit wenigen Klicks lässt sich herausfinden, welche Apotheke in der Nähe geöffnet hat, wer ein benötigtes Medikament vorrätig hat und welche gesundheitlichen Beratungs- und Versorgungsleistungen angeboten werden. Zusätzlich sorgt ein persönlicher Einnahmeplan für eine verlässliche Arzneimitteltherapie.
Für Apothekerkammer-Präsidentin Mursch-Edlmayr kombiniert die ApoApp die Stärken der Apotheken als moderne stationäre und digitale Gesundheitsdienstleister in Österreich: „Mit der ApoApp setzen wir als Apothekerkammer für unsere Mitglieder und alle Menschen in Österreich einen kraftvollen Schritt in eine gemeinsame hybride Zukunft, in der digitale Angebote das Leistungsspektrum der vor-Ort Apotheke gezielt ergänzen. Mit Lösungen, die nicht anonym sind, sondern persönlich und vertrauensvoll. Genau darin liegt unsere Stärke – und genau darauf bauen wir unsere Zukunft. Wenn die Apothekerschaft ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Innovationskraft bündelt, entsteht etwas, das kein internationaler Konzern bieten kann: ein starkes, vernetztes System aus lokalen Gesundheitsprofis – digital exzellent, menschlich nah.“
Gesundheitsministerin Schumann zeigt sich ebenfalls begeistert: „Die ApoApp ist ein Beispiel dafür, wie Digitalisierung im Gesundheitswesen konkret bei den Menschen ankommt. Sie bringt Orientierung, Sicherheit und Transparenz, vermeidet unnötige Wege und ergänzt den persönlichen Kontakt in der Apotheke sinnvoll. Digitale Anwendungen sollen schließlich Beratungskompetenz stärken, nicht ersetzen.“
„Die Bedeutung von Apotheken für Gesundheitsversorgung der österreichischen Bevölkerung kann man kaum überschätzen. Mit der ApoApp wird dieser umfassenden Bedeutung der Apotheken Rechnung getragen und durch diesen Digitalisierungsschritt das Service für die Menschen, möglichst rasch und unkompliziert zu den benötigten Medikamenten zu kommen, noch einmal deutlich verbessert. Die Gesundheitsberatung 1450 wird in einem nächsten Schritt für die, die mit der App nicht so vertraut sind, auch telefonisch Auskunft über die nächstgelegene Apotheke oder die Medikamentenverfügbarkeit übernehmen. Ich bin daher überzeugt, dass diese App nicht nur äußerst sinnvoll ist, sie wird ähnlich wie in Wien, mit Sicherheit von den Menschen sehr gut angenommen werden“, ist Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker überzeugt.
KONKRETE SCHRITTE ZUR VERNETZUNG VON 1450 UND APOTHEKEN
Die schrittweise Erweiterung digitaler Schnittstellen zwischen der Gesundheitsberatung 1450 und den öffentlichen Apotheken ist ein wesentlicher Bestandteil einer modernen, patientenorientierten Gesundheitsversorgung. Ab Februar können österreichweit die Mitarbeitenden von 1450 über einen Online- Zugang den Anrufenden ausgehend vom individuellen Standort die nächstgelegene geöffnete Apotheke nennen, die das jeweils benötigte Medikament lagernd hat. Damit wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten effizienter und schneller.
Ab April wird zudem ein weiterer wichtiger Service umgesetzt: Für eine Wiener- Testaktion des Langzeitblutzuckers wird es möglich sein, dass Anrufende bei der Gesundheitsnummer 1450 Wien direkt Termine in teilnehmenden Apotheken reservieren können. Danach wird das Buchungsportal österreichweit ausgerollt. Für ausgewählte Dienstleistungen können Anrufende dann über 1450 direkt Apotheken- Termine buchen. Dazu zählen unter anderem Tests auf Covid oder Influenza, Blutzucker- und Cholesterinmessungen sowie Titerbestimmungen.
EHEALTH ALS SCHLÜSSEL FÜR EIN ZUKUNFTSFÄHIGES GESUNDHEITSWESEN
Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein zentraler Baustein für eine moderne, effiziente und patientenorientierte Versorgung. eHealth-Lösungen ermöglichen es, Gesundheitsinformationen sicher verfügbar zu machen, Behandlungsprozesse besser zu koordinieren und die Versorgungsqualität nachhaltig zu verbessern. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist kein Zukunftsthema mehr, sondern eine notwendige Voraussetzung für eine hochwertige und nachhaltige Versorgung.
„Entscheidend ist“, so Gesundheitsministerin Korinna Schumann, „dass digitale Lösungen sicher, qualitätsgesichert und konsequent am konkreten Nutzen für die Menschen ausgerichtet sind. eHealth schafft genau hier die Brücke zwischen technischer Innovation und guter Gesundheitsversorgung.“
Digitale Anwendungen wie elektronische Gesundheitsakten, das e-Rezept oder Service-Apps wie die ApoApp unterstützen Patientinnen und Patienten dabei, ihre Gesundheit aktiv zu managen, und entlasten gleichzeitig das Gesundheitssystem durch effizientere Abläufe und kürzere Wege.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem Schutz sensibler Gesundheitsdaten zu. Seriöse eHealth-Lösungen setzen auf höchste Datenschutz- und Sicherheitsstandards und schaffen so die notwendige Vertrauensbasis für eine breite Akzeptanz. Die konsequente Weiterentwicklung digitaler Angebote trägt wesentlich dazu bei, die Gesundheitsversorgung auch künftig leistungsfähig, zugänglich und qualitätsgesichert zu gestalten.
PERSÖNLICHER KONTAKT BLEIBT ZENTRAL
Die bei der hybriden Gesundheitsversorgung zum Einsatz kommenden digitalen Anwendungen setzen weiterhin auf den persönlichen Kontakt zwischen Patient:innen und Gesundheitsdienstleistern. „Gerade angesichts demografischer Entwicklungen und steigender Anforderungen an das Gesundheitssystem brauchen wir digitale Lösungen, die Abläufe vereinfachen, Ressourcen schonen und gleichzeitig höchste Qualität sichern. Daher ist die hybride Gesundheitsversorgung kein technisches Konstrukt, sondern ein gesellschaftliches Zukunftsmodell. Sie verbindet fachliche Qualität, soziale Verantwortung und digitale Innovation – zum Nutzen der Patientinnen und Patienten sowie der Beschäftigten im Gesundheitswesen“, so Apothekerkammerpräsidentin Mursch-Edlmayr.
Österreichische Apothekerkammer
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Tel: 01 / 404 14 – 600
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