ASFINAG: Ablenkung, Fahruntüchtigkeit und das Navi sind die häufigsten Ursachen von Geisterfahrten

ASFINAG: Ablenkung, Fahruntüchtigkeit und das Navi sind die häufigsten Ursachen von Geisterfahrten

425 Warnungen wegen Falschfahrern auf Autobahnen im Vorjahr; leichter Anstieg gegenüber 2024

Wie die Ö3-Statistik aus 2025 zeigt, ist die Zahl der Meldungen über Falschfahrer auf den österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen im Vergleich zu 2024 wieder leicht um sechs Prozent gestiegen (von 400 auf 425 Meldungen). Bei insgesamt 13 Unfällen (gegenüber 11 im Jahr 2024) gab es zwei Todesopfer, vier schwer und 13 leicht verletzte Personen.

MEISTE MELDUNGEN ERSTMALS IN KÄRNTEN

Erstmals kommen die meisten Meldungen über Falschfahrer aus Kärnten. 93 Mal musste Geisterfahrer-Alarm gegeben werden, wobei der Großraum Klagenfurt bis Villach mit 69 Meldungen heraussticht. Im Knoten Villach, wo mit der A 2, der A 10 und der A 11 drei Autobahnen aufeinandertreffen, hat die ASFINAG bereits durch zusätzliche Beschilderungen und ein Farbleitsystem Verbesserungen erzielen können. Die Anzahl der Falschfahrer-Meldungen ging im Vergleich zu 2024 auch leicht von 18 auf 15 zurück. Eine weitere Verbesserung wird die Erneuerung mitsamt Umbau des Knotens ab 2028 bringen, der eine noch übersichtlichere Aufteilung der Abzweigungen Richtung Italien, Slowenien und Wien bringen wird.

HAUPTGRUND IST ABER GRAVIERENDES FEHLVERHALTEN

Der Hauptgrund für Geisterfahrten ist aber so gut wie immer gravierendes Fehlverhalten des Lenkers oder der Lenkerin. Das zeigen die Einvernahmen jener Falschfahrer, die auch tatsächlich erwischt wurden. Alkohol- oder Drogeneinfluss spielen dabei neben Unachtsamkeit die Hauptrollen, allgemeine Verwirrtheit und Überforderung ergänzen die Ursachen, warum jemand auf der Autobahn umdreht und zum Falschfahrer wird. Immer öfter ist aber auch das „blinde Vertrauen“ in das Navigationsgerät der Auslöser. Lenker, die vom Navi aufgefordert werden, zu wenden, tun das mitunter tatsächlich, wie das Beispiel jenes Lkw-Lenkers zeigt, der am 18. März 2025 von ASFINAG Traffic Managern im Bereich der A 1 und A 7 aufgehalten werden konnte. Der Lenker gab an, seinem Navi gefolgt zu sein.

BESSERE BESCHILDERUNGEN, BODENMARKIERUNGEN

Die ASFINAG analysiert jedes Jahr alle Daten über Geisterfahrer-Meldungen, um Problembereiche erkennen und geeignete Maßnahmen einleiten zu können, wo sie möglich sind. „Wir überprüfen dabei immer Beschilderung, Bodenmarkierung und auch alle Baustellen auf mögliche Verbesserungen“, sagt ASFINAG-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner.

VOR MAUTSTELLE EINFACH UMGEDREHT

Die besten Verkehrssicherheits-Maßnahmen stoßen aber an ihre Grenzen, wenn der Faktor Mensch das Steuer übernimmt. Bestes Beispiel dafür sind jene Menschen, die auf der Autobahn einfach umgedreht haben. So stoppte die Polizei im März 2025 einen Geisterfahrer auf der A 13 Brennerautobahn. Der 55-Jährige hatte einfach vor der Mautstelle Schönberg umgedreht, weil er angeblich auf seiner Firmenkreditkarte kein Geld mehr verfügbar hatte. Ganz „frisch“ ist der Fall des 57-jährigen deutschen Staatsbürgers, der am vergangenen Sonntag, dem 25. Jänner, von ASFINAG-Mitarbeitern im Bosrucktunnel gestoppt werden konnte. Der Mann hatte ebenfalls behauptet, dass seine Bankomatkarte bei der Mautstelle Bosruck nicht funktioniert habe. Daraufhin hatte er umgedreht und war durch den Tunnel retour Richtung Voralpenkreuz gefahren …

Lautner: „Bei menschlichen Fehlverhalten helfen also auch unsere besten Sicherheitsmaßnahmen nichts.“

SO VERHALTEN SIE SICH BEI EINER GEISTERFAHRERWARNUNG RICHTIG:

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Bewahren Sie Ruhe

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Reduzieren Sie die Geschwindigkeit

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Erhöhen Sie den Abstand zum Auto vor Ihnen

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Reihen Sie sich auf den rechten Fahrstreifen ein und überholen Sie nicht

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Bleiben Sie nach Möglichkeit beim nächsten Parkplatz/Rastplatz stehen und warten Sie, bis es Entwarnung gibt

ASFINAG
Walter Mocnik
Pressesprecher Steiermark und Kärnten
Telefon: +436646010813827
E-Mail: walter.mocnik@asfinag.at
Website: https://asfinag.at

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