EU-Indien-Abkommen: Winzig begrüßt größte Freihandelszone der Welt mit zwei Milliarden Menschen

EU-Indien-Abkommen: Winzig begrüßt größte Freihandelszone der Welt mit zwei Milliarden Menschen

Wirtschafts- und geopolitischer Meilenstein für Europa – Positive Effekte für österreichische Unternehmen

Die EU und Indien haben nach jahrelangen Verhandlungen ein umfassendes Freihandelsabkommen finalisiert. Für Angelika Winzig, Wirtschaftssprecherin der ÖVP im Europaparlament und Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Indien, ist der Abschluss ein „wirtschafts- und geopolitischer Meilenstein für Europa“.

„Mit diesem Abkommen entsteht die größte Freihandelszone der Welt – mit rund zwei Milliarden Menschen. Das ist ein historischer Schritt für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Stärke Europas“, betont Winzig. “Allein das Handelsvolumen im Warenverkehr zwischen der EU und Indien lag 2024 bei rund 120 Milliarden Euro – dieses Potenzial können wir nun gezielt ausbauen.”

Das Abkommen ist ein starkes Signal für offenen, regelbasierten Welthandel und schafft neue Marktchancen für europäische Unternehmen, insbesondere für KMU. Es sieht den Abbau von Zöllen auf zentrale Exportprodukte wie Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien sowie Agrar- und Genussmittel vor und verbessert zugleich den Zugang zu Indiens schnell wachsendem Dienstleistungsmarkt, etwa in den Bereichen Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und digitale Wirtschaft.

„Indien ist einer der dynamischsten Wachstumsmärkte der Welt. Der verbesserte Marktzugang eröffnet neue Chancen für Export, Investitionen, Innovation und hochwertige Arbeitsplätze in Europa“, sagt Winzig. “Als Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu Indien erlebe ich seit Jahren, wie groß das wirtschaftliche und strategische Potenzial dieser Partnerschaft ist. Dieses Abkommen hebt die EU-Indien-Beziehungen auf ein neues Niveau.”

Gerade in einer Zeit globaler Unsicherheit sei eine vertiefte wirtschaftliche Partnerschaft zentral: „Europa braucht verlässliche Partner und diversifizierte Lieferketten. Das EU-Indien-Abkommen stärkt unsere strategische Autonomie, reduziert Abhängigkeiten und positioniert die EU als selbstbewussten Global Player“, sagt Winzig. Auch für Österreich erwartet Winzig positive Effekte: “Unsere exportorientierten Industrien, innovative Start-ups und vor allem der Mittelstand können von neuen Marktchancen in Indien erheblich profitieren.”

„Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen rasch zu ratifizieren und die Chancen für Unternehmen und Beschäftigte schnell nutzbar zu machen. Europa darf nicht zögern, wenn es um Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und globale Partnerschaften geht“, sagt Winzig abschließend. (Schluss)

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