SWV NÖ: Registrierkassen-Causa – 20 schwarze Schafe dürfen nicht 60.000 ehrliche Wirte in Misskredit bringen
SWV NÖ: Registrierkassen-Causa – 20 schwarze Schafe dürfen nicht 60.000 ehrliche Wirte in Misskredit bringen
Markus Dienstbier und Romana Spitzbart-Kleewein warnen vor Generalverdacht und fordern Fairness für die überwältigende Mehrheit der steuerehrlichen Gastronomen.
Angesichts der aktuellen Berichte über aufgedeckte Manipulationen bei Registrierkassensystemen und den damit verbundenen Hausdurchsuchungen in der Gastronomie, melden sich die Funktionäre des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) Niederösterreich, Romana Spitzbart-Kleewein und Markus Dienstbier, zu Wort. Sie verurteilen den Betrug aufs Schärfste, warnen jedoch eindringlich davor, eine ganze Branche unter Generalverdacht zu stellen.
„Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt. Wer manipuliert, schadet nicht nur dem Staat, sondern vor allem den eigenen Kollegen, die sich an alle Regeln halten“, stellt Markus Dienstbier, Branchenvertreter des SWV NÖ in der Gastronomie in der WKNÖ fest. „Aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen und die Zahlen in Relation setzen.“
DIE RELATIONEN BERÜCKSICHTIGEN: 0,03 PROZENT SIND NICHT „DIE GASTRONOMIE“
Laut Medienberichten gab es rund 20 Hausdurchsuchungen im Zuge der Ermittlungen. Dem gegenüber stehen in Österreich rund 60.000 aktive Gastgewerbeberechtigungen.
„Wir sprechen hier von nicht einmal 0,1 Prozent der Betriebe, die potenziell in kriminelle Handlungen verwickelt sind. Das bedeutet im Umkehrschluss: 99,9 Prozent unserer Wirtinnen und Wirte arbeiten sauber, ehrlich und hart. Es ist absolut inakzeptabel, dass wegen einigen wenigen ‚schwarzen Schafen‘ nun zehntausende fleißige Unternehmerinnen und Unternehmer in ein schiefes Licht gerückt werden“, rechnet Dienstbier vor.
Romana Spitzbart-Kleewein, Branchenvertreterin des SWV NÖ im Tourismus in der WKNÖ, ergänzt: „Gerade in Zeiten, in denen die Gastronomie mit Personalmangel, Teuerung und Bürokratie kämpft, ist dieser Betrug ein Schlag ins Gesicht für alle, die jeden Tag korrekt abrechnen. Verantwortung beginnt im eigenen Betrieb. Das ist unser Credo. Aber es ist unfair gegenüber den vielen Betrieben, die sauber arbeiten, wenn jetzt medial ein Generalverdacht konstruiert wird.“
Der SWV NÖ fordert eine lückenlose Aufklärung und Konsequenzen für die tatsächlichen Betrüger – insbesondere auch für die Hersteller solcher Manipulations-Software –, wehrt sich aber entschieden dagegen, dass der Ruf der österreichischen Gastronomie pauschal beschädigt wird.
„Betrug zahlt sich nicht aus und verzerrt den Wettbewerb zu Lasten der Ehrlichen. Wir stehen hinter jedem Wirt und jeder Wirtin, die ihre Steuern zahlen und unser Land am Laufen halten“, schließen Dienstbier und Spitzbart-Kleewein unisono.
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