Grüne Wieden/Riepl, Prack: Wohnhaus statt Durchhaus: Stadt Wien versagt bei Regulierung von AirBnB

Grüne Wieden/Riepl, Prack: Wohnhaus statt Durchhaus: Stadt Wien versagt bei Regulierung von AirBnB

Rollkoffer im Stiegenhaus, Lärm in der Nacht, Müllsäcke im Gang: Für viele Bewohner:innen auf der Wieden ist das längst keine Ausnahme, sondern Alltag. Was nach „Störung“ klingt, ist in Wahrheit ein Symptom eines größeren Problems: Wohnraum verschwindet, gleichzeitig steigen Mieten und Lebenshaltungskosten. Beim Thema Kurzzeitvermietung agiert die Stadt Wien seit Jahren zu langsam und zu zahnlos.

Bei einer Aktion sind die Grünen Wieden mit Rollkoffern durch den Bezirk gerattert, um sichtbar zu machen, wie touristische Kurzzeitvermietung Wohnhäuser verändert. Dabei haben viele Bürger:innen bereitwillig berichtet, dass es in ihrem Haus Airbnb-Wohnungen gibt und dass sie dadurch im Alltag beeinträchtigt sind: durch Unruhe, wechselnde Gäste, Lärm und das Gefühl, dass das eigene Wohnhaus immer weniger ein Zuhause ist. „Diese Gespräche zeigen eindeutig: Das Problem ist real, es betrifft viele und es wird nicht besser. Die Stadt Wien lässt die Menschen damit seit Jahren im Stich“, so Pascal Riepl, stv. Bezirksvorsteher (Grüne).

ZAHLEN ZEIGEN: DIE STADT WIEN BEKOMMT DAS PROBLEM NICHT IN DEN GRIFF

Eine Anfrage der Grünen Wieden zeigt, wie groß die Kluft zwischen Anspruch und Realität ist: Im 4. Bezirk sind bei der Baupolizei nur drei Wohnungen als touristische Kurzzeitvermietung gemeldet, während über 400 Wohnungen auf Airbnb angeboten werden. Auch wenn es legale Angebote gibt, etwa in Gebäuden, die als Beherbergungsbetrieb gewidmet sind, existiert bis heute kein System, das schnell und nachvollziehbar dafür sorgt, dass Regeln greifen und Wohnraum geschützt wird. Für Bewohner:innen zählt am Ende nicht, ob ein Angebot legal sein könnte – sie erleben die belastende Realität im Haus.

BAUORDNUNG ZU SCHWACH: SPÖ WIEN HANDELT FAHRLÄSSIG UND VIEL ZU LANGSAM

Statt klare Regeln zu schaffen, lässt die Stadt Wien Lücken und verschleppt Verbesserungen. Die Wiener Bauordnung erlaubt es aktuell sogar, in Wohnzonen unter bestimmten Voraus-setzungen das gesamte Erdgeschoß und 20 Prozent der restlichen Flächen für touristische Kurzzeitvermietung umzuwidmen. Das ist ein Einfallstor, das Wohnraum schleichend aus dem Markt zieht. „Wenn Mieten steigen und der Druck auf jede freie Wohnung wächst, ist es politisch verantwortungslos, die Bauordnung so schwach zu belassen. SPÖ und NEOS handeln fahrlässig und viel zu langsam – und genau deshalb verbessert sich die Situation nicht“, so Wohnsprecher Georg Prack. „Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, dass Nachbarschaften zerfasern und Wohnhäuser zur touristischen Infrastruktur werden. Ein Bezirk ist kein Hotel“, schließt Riepl.

DIE GRÜNEN WIEDEN LADEN BETROFFENE ZU EINER INFORMATIONSVERANSTALTUNG AM:
Mittwoch, 25. Februar 2026, 18:00 Uhr

Kommunikation Grüne Wien
Telefon: 01-4000-81814
E-Mail: presse.wien@gruene.at
Website: https://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender