Transatlantischer Brückenbau unverzichtbar in Zeiten globaler Unsicherheiten

Transatlantischer Brückenbau unverzichtbar in Zeiten globaler Unsicherheiten

Bei einer hochkarätig besetzten Diskussion in Wien wurde die aktuelle Stimmungslage Österreichs in Bezug auf die USA diskutiert.

Im Rahmen einer Veranstaltung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG) wurden die Ergebnisse der jährlichen Umfrage „Wahrnehmungen der USA in Österreich“ diskutiert.

Zu Beginn präsentierte THOMAS SCHWABL, Geschäftsführer von Marketagent, die Ergebnisse der für Gesamtösterreich repräsentativen Erhebung. In einer anschließenden Podiumsdiskussion besprachen die ehemalige Außenministerin URSULA PLASSNIK, die Regionalmanagerin von Nord- und Lateinamerika der WKÖ IRENE LACK-HAGENEDER und der Generalsekretär im Bundesminnisteriums für Landesverteidigung ARNOLD KAMMEL die Resultate im Detail.

Von hoher Relevanz der USA in Österreich zeugt, dass 61,9% der Befragten sich mindestens einmal pro Woche mit US-amerikanischen Themen beschäftigen. Allerdings zeichnet sich im Zuge dessen eine negative Meinung über die USA (72,6%) ab, welche vor allem durch den Präsidenten Donald Trump (68,0%) begründet wird. Auch eine Wiederwahl Trumps wird von rund 80% und mehr als problematisch für die EU, die Weltpolitik, Österreich und die USA wahrgenommen.

Die ehemalige Außenministerin URSULA PLASSNIK beschrieb die aktuelle Stimmung in Österreich als großen Vertrauensverlust. Die USA sei „vom selbstverständlichen Partner zum Fremdling“ geworden. Sie betonte die Wichtigkeit des europäischen Zusammenhalts nach innen sowie nach außen.

Rund ein Fünftel der Befragten schätzt den Einfluss der USA auf den Russland-Ukraine-Krieg und auf die Krise im Nahen Osten als positiv ein, wobei hingegen 72,3% die Aussagen Trumps bezüglich Grönlands kritisieren. Zu ihrem 250-jährigen Bestehen wünschen die Befragten der USA in erster Linie Frieden & Deeskalation, Demokratie & Rechtsstaatlichkeit sowie verantwortungsvolle Führung.

ARNOLD KAMMEL hinterfragte in diesem Zusammenhang, welche Rolle Europa als Akteur in der Weltpolitik und in Bezug auf die USA einnimmt. „Wir müssen so ehrlich sein, dass wir noch zu einem erheblichen Maße gerade im sicherheits- und verteidigungspolitischen Bereich von den USA abhängig sind“, so Kammel.

Knapp über 70% der Befragten betrachten die USA als bedeutend für die Weltwirtschaft. Als erfolgreiche US-Unternehmen in Österreich werden am häufigsten Microsoft, Amazon, Apple, McDonald‘s und Coca-Cola genannt.

IRENE LACK-HAGENEDER bestätigte, dass die USA trotz Zöllen weiterhin der zweitwichtigste Handelspartner und Exportmarkt für Österreich bleibe. Da die Zölle international gelten, haben die österreichischen Unternehmen dennoch ein „level playing field“ in der US-Wirtschaft, so Lack-Hageneder.

Beinahe die Hälfte aller Befragten (48,2%) erachten die US-amerikanische Politik in Österreich für wichtig. Allerdings leisten sie hinsichtlich der Bewältigung der Klimakrise einen eher kleinen Beitrag (68,1%).

ÖAG-PRÄSIDENT PHILIPP BODZENTA und ÖAG-GENERALSEKRETÄR RAINER NEWALD freuten sich über das Erscheinen von weit über 100 Gästen. Vor allem in turbulenten Zeiten sei es besonders wichtig, Brücken zwischen Österreich und den USA zu schlagen und sich auf das Gemeinsame zu konzentrieren, so Bodzenta.

Österreichisch Amerikanische Gesellschaft
Mag. Rainer Newald – Generalsekretär
Telefon: +436642827608
E-Mail: rainer.newald@oag.at
Website: https://www.oag.at

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