Erfolgreich, weiblich und Behinderung

Erfolgreich, weiblich und Behinderung

Die Hilfsgemeinschaft zeigt zwei Frauen mit Behinderungen, die selbstbestimmt ihren Weg gehen. Bespielgeben für mehr Teilhabe und Erfolg.

Frauen mit Behinderungen sind von intersektionaler Diskriminierung betroffen. Neben geschlechtsspezifischer Benachteiligung ist ihnen auch aufgrund der Behinderung der Zugang zu Ausbildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe erschwert.

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März betont die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, dass echte Gleichstellung nur gelingen kann, wenn diese Mehrfachdiskriminierung konsequent abgebaut wird.

Martina Gollner, Behindertenvertrauensperson bei der Hilfsgemeinschaft und selbst von einer Sehbeeinträchtigung betroffen, betont: „Frauenrechte gelten für alle – auch für Frauen mit Sehbehinderung. Wir müssen deutlich machen, wo Handlungsbedarf besteht.“ In ihrer Beratungstätigkeit erlebt sie täglich, wie wichtig es ist, Barrieren im Berufsleben abzubauen und gleiche Chancen zu schaffen. „Jede Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten einzubringen und am Arbeitsleben gleichberechtigt teilzunehmen“, sagt Gollner.

Frauen mit Behinderungen dürfen am Arbeitsmarkt nicht länger strukturell benachteiligt bleiben. Es braucht gezielte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die sichere Beschäftigung fördern, existenzsichernde Einkommen ermöglichen und prekäre Arbeitsverhältnisse reduzieren. Gleichzeitig muss der Bildungsbereich konsequent inklusiv gestaltet werden. Frauen mit Behinderungen brauchen gleichberechtigten Zugang zu weiterführender Ausbildung und beruflicher Qualifizierung. Barrierefreie Lernmaterialien, adaptive Technologien und individuelle Fördermaßnahmen sind dafür entscheidend.

Dass Frauen mit Behinderungen ihre Talente erfolgreich entfalten können, zeigt auch die Zusammenarbeit der Hilfsgemeinschaft mit der Singer-Songwriterin Sofia Reyna. Die junge Musikerin aus dem Burgenland verlor im Alter von zwei Jahren aufgrund eines gutartigen Hirntumors ihr Sehvermögen. Musik wurde früh zu ihrem wichtigsten Ausdrucksmittel: Sie schreibt eigene Songs, begleitet sich auf der Gitarre und studiert Gesang an der Jam Music Lab University in Wien. „Musik ist für mich ein Raum, in dem meine Beeinträchtigung keine Rolle spielt – hier kann ich einfach ich selbst sein“, sagt Reyna.

Die Hilfsgemeinschaft positioniert sich klar: Gleichstellung und die Förderung der Chancen von Frauen mit Behinderungen sind zentrale gesellschaftliche Aufgaben – am Internationalen Frauentag und darüber hinaus.

Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs
Mag. Viktoria Antrey
Telefon: +4313303545-82
E-Mail: viktoria.antrey@hilfsgemeinschaft.at
Website: https://www.hilfsgemeinschaft.at/

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