FSG AK-Wien: 8. März – Frauen gleichstellen heißt Teilzeit aufwerten und Lohntransparenz umsetzen!

FSG AK-Wien: 8. März – Frauen gleichstellen heißt Teilzeit aufwerten und Lohntransparenz umsetzen!

Zum diesjährigen Frauenkampftag fordert die FSG in der AK Wien die umfassende Gleichstellung der Geschlechter.

„Frauen und Männer sind in Österreich immer noch nicht gleichgestellt. Trotz der formellen Gleichstellung der Geschlechter sehen wir bis heute erhebliche Unterschiede – auch in der Arbeitswelt“, analysiert Erich Kniezanrek, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter:innen (FSG) in der AK Wien. Besonders eindrücklich verdeutliche dies der Gender Pay Gap, der österreichweit immer noch über 18% liegt, und damit einer der höchsten im EU-Vergleich bleibt. „Die Verantwortung für diese eklatante Lohnschere wird viel zu oft den Frauen selbst zugeschoben – und die wahren Ursachen damit verkannt. Die ungleiche Aufteilung von unbezahlter Arbeit, Einbußen wegen längerer Karenzzeiten und eine niedrigere Wertschätzung der Arbeit in frauendominierten Branchen sind Symptome von systemischer Benachteiligung – und müssen als solche politisch bekämpft werden!“, so Kniezanrek weiter.

Ein wichtiger Faktor sei die Teilzeit-Arbeit, da jede zweite Frau einer solchen Beschäftigung nachgeht: „Einerseits müssen die Ursachen von unfreiwilliger Teilzeit erkannt und verringert werden. Dazu gehören flächendeckende Kinderbildungseinrichtungen und Kinderbetreuungsmöglichkeiten, aber auch eine Evaluation jener Branchen, in denen nur selten Vollzeit-Stellen angeboten werden, wie das beispielsweise im Handel oft der Fall ist.“ Andererseits gelte es auch, Teilzeitarbeit aufzuwerten und dadurch die Lebenssituation vieler Frauen zu verbessern, für die beispielsweise aufgrund von körperlicher belastender Arbeit Vollzeit keine Option darstellt. Außerdem stellt Kniezanrek klar: „Begriffe wie „Lifestyle-Teilzeit“ lehnen wir entschieden ab. Die Datenlage ist eindeutig und bestätigt, dass die Gründe für gewählte und unfreiwillige Teilzeitarbeit bei Frauen anders gelagert sind. Etwas anderes zu behaupten, zeugt von wenig Respekt für die Arbeit, die Frauen tagtäglich im ganzen Land leisten.“

Positiv blickt Kniezanrek auf die anstehende Umsetzung der Lohntransparenzrichtlinie, die bis Juni 2026 durchgeführt wird: „Umfassende Lohntransparenz ist ein notwendiger und sehr konkreter Schritt am Weg zur Gleichstellung. Arbeitnehmer:innen selbst, die Sozialpartnerschaft und die Politik bekommen damit eine bessere Möglichkeit, Ungleichheiten im Kleinen wie im Großen festzustellen und auszumerzen.“ Wichtig werde es sein, auch in kleinen Unternehmen entsprechende Maßnahmen durchzusetzen, um hier etwaige Missstände zu beseitigen.

„Die FSG wird sich auch in Zukunft mit aller Kraft dafür einsetzen, dass keine einzige Frau aufgrund ihres Geschlechts am Arbeitsplatz diskriminiert wird – in der AK Wien, in den Betrieben und auf der Straße. Und das jeden Tag, nicht nur am 8. März!“, so Kniezanrek abschließend.

FSG in der AK Wien
Mag.a Nicole Berger-Krotsch
Telefon: 0664 78040288
E-Mail: nicole.berger-krotsch@fsg-akwien.at
Website: https://www.fsg-akwien.at

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